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Postreanimationstherapie auf der Intensivstation

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Zusammenfassung

Trotz großer Fortschritte bleiben die Morbidität und die Mortalität nach Herz-Kreislauf-Stillstand hoch. Die Postreanimationstherapie erfordert einen multimodalen, zeitlich abgestimmten Ansatz. Das Modell des International Liaison Committee on Resuscitation der (ILCOR) beschreibt 4 Phasen der Hirnschädigung, was den Misserfolg isolierter Therapien erklärt. Cardiac-arrest-Zentren bündeln Expertise und verbessern laut Beobachtungsdaten Überleben und neurologisches Outcome, auch wenn randomisierte Studien dies nicht eindeutig bestätigen. Hypoxie muss vermieden, Hyperoxie nicht angestrebt werden; ein mittlerer arterieller Blutdruck (MAP) von 60–65 mm Hg gilt als ausreichend. Bei ST-Strecken-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI) ist eine sofortige perkutane Koronarintervention (PCI) obligat, bei fehlender ST-Hebung nicht zwingend. Die extrakorporale kardiopulmonale Reanimation (ECPR) kann ausgewählten Patienten nützen, wenn sie rasch erfolgt. Das Temperaturmanagement zielt heute primär auf Fiebervermeidung. Die Prognosebestimmung erfordert einen multimodalen, zeitgerechten Ansatz, um voreilige Therapieabbrüche zu vermeiden.
Titel
Postreanimationstherapie auf der Intensivstation
Verfasst von
Sebastian Wolfrum
Prof. Dr. Tobias Wengenmayer
Publikationsdatum
07.01.2026
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-025-01369-3
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