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14.06.2021 | Karzinoide | Leitthema | Ausgabe 9/2021

Der Onkologe 9/2021

Neuroendokrine Tumoren der Lunge

Diagnostik, therapeutische Möglichkeiten und aktuelle Registerdaten

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 9/2021
Autoren:
Dr. med. F. Weigold, Dr. med. G. Leschber

Zusammenfassung

Hintergrund

Die neuroendokrinen Tumoren der Lunge bilden in der aktuellen Klassifikation gemäß WHO (Weltgesundheitsorganisation) eine sehr heterogene Gruppe maligner pulmonaler Neoplasien mit entsprechend unterschiedlichen klinischen Verläufen. Das Spektrum reicht vom kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC) und großzelligen neuroendokrinen Karzinom (LCNEC) als sehr aggressiven, schnell metastasierenden Tumoren bis zu pulmonalen Karzinoiden, bei denen es sich, v. a. beim typischen Karzinoid, um gut differenzierte, langsam wachsende Tumoren handelt, die nur selten extrathorakal metastasieren. Diese Übersichtsarbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Diagnostik, Klassifikation und Therapie der Untergruppe der pulmonalen Karzinoide.

Methoden

Neben einer selektiven Literaturrecherche in PubMed und Vergleich der Leitlinien werden ergänzend Daten von 137 Patienten aus dem von der Evangelischen Lungenklinik Berlin initiierten Register für pulmonale neuroendokrine Tumoren vorgestellt.

Ergebnisse

Die chirurgische Resektion ist die einzige kurative Therapieoption und wird in den aktuellen Leitlinien bei lokal und regional begrenzten Tumorstadien empfohlen. Bei der Behandlung von inoperablen oder metastasierten Tumorstadien sollte aufgrund von guten Überlebensraten dieser Patienten v. a. auf die Toxizität der verfügbaren Optionen geachtet werden.

Schlussfolgerung

Durch komplexe Resektionsverfahren kann häufig gesundes Lungenparenchym erhalten und eine Pneumonektomie vermieden werden, daher sollte die Therapie in spezialisierten Zentren erfolgen. Da es nur wenige hochwertige prospektive Studien gibt, stützen sich die Empfehlungen der Fachgesellschaften im Wesentlichen auf retrospektive Analysen und weisen in vielen Punkten keinen Konsens auf. Daher ist die Behandlung im Rahmen von Studien empfehlenswert.

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Literatur
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