Zum Inhalt

Katarakt- und Linsenchirurgie

  • 2023
  • Buch

Über dieses Buch

Das Lehrbuch für die Ophthalmochirurgie


Das Buch fasst das gesamte Wissen der Linsenchirurgie State of the Art zusammen. Umfassend werden nicht nur die OP-Verfahren detailliert beschrieben, sondern Experten teilen mit dem Leser viele nützliche Praxistipps für einzelne OP-Schritte, um das bestmögliche operative Ergebnis zu erzielen. Neben dem Fokus auf die Operation werden aber auch die Vor- und Nachsorge sowie das Komplikationsmanagement detailliert besprochen und eine systematische Übersicht der aktuellen Literatur gegeben.

Aus dem Inhalt

· Kataraktoperation mit Komplikationsmanagement

· Einsatz von Sonderlinsen

· Femto-Laser-Linsenchirurgie

· Sekundäre Linsenimplantation

· Phake Linsenchirurgie

Praxisnah

· Zahlreiche Übersichten und Algorithmen

· Über 200 farbige Abbildungen

· Plus: 75 Videos zu einzelnen Operationen

Für alle operativ interessierten Ophthalmolog*innen ein Muss.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Einleitung

    1. Frontmatter

    2. 1. Implantation künstlicher Augenlinsen – woher wir kommen

      Thomas Neuhann
      Zusammenfassung
      Der Ersatz einer getrübten Linse durch eine künstliche Linse erfolgte erstmalig 1949 durch Sir Harold Ridley. Seitdem wurde die Kataraktchirurgie stetig weiterentwickelt und gehört heute zu den am häufigsten durchgeführten Augenoperationen.
    3. 2. Epidemiologie der Linsenchirurgie

      Martin Wenzel
      Zusammenfassung
      Im deutschsprachigen Europa erkranken jährlich 1 Mio. Menschen an der Katarakt und werden daran operiert.
    4. 3. Anatomie und Physiologie des vorderen Augenabschnitts

      Andreas Ohlmann
      Zusammenfassung
      Der spezifische Aufbau der okulären Gewebe sowie deren physiologische Funktionen stellen die Grundlage für die Eigenschaften des dioptrischen Apparats des Auges dar. In diesem Kapitel liegt der Schwerpunkt auf anatomischen Gegebenheiten sowie physiologischen Prozessen des vorderen Augenabschnitts, die für die Planung und Durchführung einer Kataraktoperation sowie die Behandlung von Komplikationen eine Rolle spielen.
    5. 4. Kataraktformen und Grading

      Christopher Wirbelauer
      Zusammenfassung
      Eine partielle oder vollständige Eintrübung der Augenlinse nennt man Katarakt (grauer Star). Hierbei kann diese Eintrübung angeboren oder erworben sein. Bei den erworbenen Linsentrübungen spielt die altersbedingte (senile) Katarakt die größte Rolle. Alle Erkrankungen der Linse führen zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Katarakt, wobei Stoffwechsel- und Hauterkrankungen, Medikamenteneinwirkungen, wie beim Kortison, und Verletzungen am häufigsten ursächlich sind. Typische Symptome sind dabei ein Visusabfall, Blendungserscheinungen, Abnahme des Kontrastsehens und monokulare Doppelbilder. Standardisierte Verfahren zur Einteilung (LOCS III) oder die neuen bildgebenden Verfahren können die klinische Entscheidung objektivieren und bei wissenschaftlichen Vergleichen sinnvoll eingesetzt werden.
    6. 5. Optische Prinzipien

      Kerstin Petermann
      Zusammenfassung
      Licht hat einen dualen Charakter – es fungiert als Welle und Teilchen. Durch Brechung und Beugung kann es beeinflusst werden.
    7. 6. Digitale Linsenchirurgie

      Wolfgang J. Mayer
      Zusammenfassung
      Die Digitalisierung hält in der Ophthalmologie immer mehr Einzug in den medizinischen Alltag, sei es in Form einer elektronischen Patientenakte mit Befund, im Diagnostikbereich mit der Verwaltung bildgebender Daten oder im Forschungsbereich u. a. mit der Anwendung der künstlichen Intelligenz.
  3. Voruntersuchung

    1. Frontmatter

    2. 7. Anamnese

      Johannes Burger, Thomas C. Kreutzer
      Zusammenfassung
      Die Anamnese einer geplanten Operation stellt oftmals den ersten Kontakt zwischen Arzt und Patient dar. Sie sollte in ruhiger, empathischer und zielorientierter Weise erfolgen. Jeder Patient muss in diesem Gespräch nach vorangegangenen hornhautchirurgischen Operationen befragt werden.
    3. 8. Prüfung der visuellen Funktion: Visus, Refraktion, Kontrastsensitivität

      Bettina v. Livonius
      Zusammenfassung
      Die Prüfung der visuellen Funktion ist essenzieller Bestandteil der präoperativen und postoperativen Patientenbeurteilung.
    4. 9. Prüfung von optischen Phänomenen

      Gernot Steinwender, Mehdi Shajari
      Zusammenfassung
      Optische Phänomene können einen großen Einfluss auf die subjektive visuelle Lebensqualität haben. In diesem Kapitel wird auf die Formen der Dysphotopsie und die Möglichkeiten zur Dysphotopsieprüfung mittels Fragebögen und Simulationen eingegangen.
    5. 10. Spaltlampenuntersuchung

      Gernot Steinwender, Mehdi Shajari
      Zusammenfassung
      Die Spaltlampenuntersuchung im Rahmen der präoperativen Diagnostik vor refraktiven Linseneingriffen ist von großer Bedeutung, einerseits zur Wahl des geeignetsten Verfahrens und andererseits zur Erkennung von Kontraindikationen und Komplikationsmöglichkeiten. In diesem Kapitel wird auf relevante Spaltlampenbefunde und ihre Konsequenzen für die Linsenchirurgie eingegangen.
    6. 11. Binokularsehen und Motilität

      Oliver Ehrt
      Zusammenfassung
      Nach einer Linsenoperation können binokulare Probleme des Patienten entstehen, welche mittels einer umfassenden Voruntersuchung teilweise vermeidbar sind.
    7. 12. Messung des intraokularen Drucks

      Matthias Nobl
      Zusammenfassung
      Durch die präoperative Messung des intraokularen Drucks können ophthalmologische Grunderkrankungen erkannt werden.
    8. 13. Lider

      Christoph Hintschich
      Zusammenfassung
      Lidfehlstellungen können für die Linsenchirurgie relevant sein, da Lid- und Linsenoperationen sich wechselseitig beeinflussen können und dies entsprechend präoperativ berücksichtigt werden muss.
    9. 14. Optische Biometrie

      Oliver Findl, Nino Hirnschall
      Zusammenfassung
      Für die Planung einer Linsenoperation ist die optische Biometrie unerlässlich. Heutzutage ist die Validität und Reliabilität der Messergebnisse sehr hoch. Dies ermöglicht ein präzises Ausmessen des Auges und eine relativ gute Vorhersagbarkeit bei der Linsenberechnung.
    10. 15. Scheimpflug-Tomografie und Messung von Aberrationen höherer Ordnung

      Jens Bühren
      Zusammenfassung
      Scheimpflug-Tomografie und Aberrometrie stellen zwei wichtige Verfahren zur Beurteilung der Abbildungsqualität des menschlichen Auges dar. In der modernen Linsenchirurgie ist die Tomografie des vorderen Augenabschnitts eine unverzichtbare Untersuchungsmethode, vor allem zum präoperativen Ausschluss von Hornhautirregularitäten. Während die Scheimpflug-Tomografie die Hornhaut isoliert betrachtet, liefert die Wellenfrontanalyse Informationen über die Abbildungsqualität des gesamten Auges. Besonders hilfreich im klinischen Alltag sind kombinierte Einheiten, die sowohl eine Topografie der Hornhaut als auch eine Aberrometrie des gesamten Auges liefern.
    11. 16. Optische Kohärenztomografie des Auges

      Nikolaus Luft, Jakob Siedlecki
      Zusammenfassung
      Die optische Kohärenztomografie (OCT) gewinnt im Bereich des Augenvorderabschnitts insbesondere für die Voruntersuchung vor Linsenoperationen zunehmend an Bedeutung. Neben tomografischen Vermessungen der Hornhaut wird sie auch für die korneale Schichtpachymetrie eingesetzt. Die Swept-Source-OCT-(SS-OCT-)Technologie ermöglicht die Darstellung der kompletten kristallinen Linse innerhalb der Pupillarzone und kann potenziell komplizierende Faktoren wie subkapsuläre Flüssigkeitsansammlungen bei maturer Katarakt oder präexistente Kapseldefekte bei Polstar oder traumatischer Katarakt mit hoher Sensitivität darstellen. In den meisten Fällen ist zur Planung einer Kataraktoperation ein Hinterabschnitt-OCT unabdingbar, um makuläre Pathologien festzustellen oder auszuschließen. Dies gilt insbesondere für multifokale IOL. Zu den häufigsten Pathologien der Makula gehören die altersbedingte Makuladegeneration, das diabetische Makulaödem, retinale Venenverschlüsse, pachychoroidale Makulopathien und Erkrankungen des vitreoretinalen Interface. Je nach makulärer Pathologie ist ein spezifisches prä-, intra- oder postoperatives Vorgehen nötig, z. B. der perioperative Einsatz von Steroiden und NSAID-Augentropfen beim diabetischen Makulaödem.
    12. 17. Vermessung von Endothelzellen

      Gernot Steinwender, Mehdi Shajari
      Zusammenfassung
      Erkrankungen des Hornhautendothels können das postoperative Ergebnis nach refraktiver Linsenchirurgie negativ beeinflussen. In diesem Kapitel wird auf die Interpretation der Endothelzellvermessung und deren Bedeutung für Patientenselektion und Operationsplanung eingegangen.
    13. 18. Bestimmung des Tränenfilms

      Anna Maria Schuh
      Zusammenfassung
      Veränderungen des Tränenfilms sollten bei der Planung eines linsenchirurgischen Eingriffs berücksichtigt werden. Postoperativ kann es zu einer Befundverschlechterung des trockenen Auges kommen. Zudem können Irregularitäten des Tränenfilms die IOL-Kalkulation verfälschen und so zu einem schlechteren postoperativen Ergebnis führen.
    14. 19. Pupillometrie

      Helmut Wilhelm
      Zusammenfassung
      Die Pupillometrie wird in der Regel nicht standardmäßig bei jedem Patienten durchgeführt, ist aber vor allem vor refraktiven Eingriffen oder dem Einsatz von multifokalen Linsen wichtig.
    15. 20. Kongenitale und kindliche Katarakt. Untersuchung und Indikationsstellung bei Neugeborenen und Kindern

      Günther Rudolph
      Zusammenfassung
      Kongenitale und kindliche Katarakte gehören zu den häufigsten Ursachen behandelbarer Amblyopie oder Blindheit im Kindesalter. Phänotypisch lassen sich unterschiedlichste Formen der Linsentrübungen beschreiben. Grundsätzlich lässt sich die uni-laterale von der bi-lateralen Katarakt unterscheiden, wobei sich die Visusprognose in der Regel bei der uni-lateralen Katarakt deutlich ungünstiger ist. Dies bedingt durch sekundär komplizierende Faktoren, wie z.B. Vorliegen eines Mikrophthalmus oder eines primär persistierenden Glaskörpers (PHPV). Der Zeitpunkt der Operation ist entsprechend der Ausprägung der Linsentrübung, bzw. dem Vorliegen einer ein- oder beidseitigen Katarakt zu treffen. Zur Vermeidung der Enstehung einer Nachstarmenbran oder Sekundärglaukoms bedarf es, wenn möglich, eines operativen Vorgehens mit „Optic capture“ oder „Bag-in-the-Lens“ Technik. Die optische Rehabilitation und Amblyopiebehandlung ist von entscheidender Bedeutung für die Visusentwicklung.
    16. 21. Anästhesieverfahren in der Linsenchirurgie

      Kim Alexander Boost
      Zusammenfassung
      Die Linsenchirurgie stellt spezielle Anforderungen an die Anästhesie. Es stehen lokal-, regional- und allgemeinanästhesiologische Verfahren zur Verfügung. Deren Auswahl wird durch patientenseitige Faktoren (Vorerkrankungen, Dauermedikation, Kooperationsfähigkeit) und operateurseitige Faktoren (operative Erfahrung, Patientenführung) bestimmt.
    17. 22. Rechtliche Anforderungen an die Patientenaufklärung

      Reinhold Preißler
      Zusammenfassung
      Die Aufklärung vor der Kataraktoperation muss rechtzeitig vorher mündlich durch den Arzt erfolgen. Schriftliche Aufklärungsbögen können zur Ergänzung benutzt werden. Aufzuklären ist über die schwersten Risiken. Der Patient muss über alle Behandlungsoptionen wie Sonderlinsen sowie die von ihm zu tragenden Behandlungskosten informiert werden.
  4. Auswahl von Intraokularlinsen

    1. Frontmatter

    2. 23. Design und Material von Intraokularlinsen

      Gerd U. Auffarth
      Zusammenfassung
      Design und Material von Intraokularlinsen (IOL) unterliegen je nach den an die Implantate gestellten Anforderungen einem stetigen Wandel. IOL sind aus Optik und Haptiken aufgebaut. Heutige kapselsackfixierte IOL haben hauptsächlich ein einstückiges C-Loop- oder ein Plattenhaptikdesign. Das Haptikdesign ist wichtig für die Rotationsstabilität der IOL sowie die postoperative effektive Linsenposition. Neuere Konzepte bedienen sich des vorderen Blattes des Kapselsacks als Befestigungsort der Kunstlinse. Verschiedene Materialien dienen als Grundsubstanz zur IOL-Herstellung. Das erste IOL-Material Polymethylmethacrylat (PMMA) wird aufgrund fehlender Flexibilität heute selten verwendet. Stattdessen werden die meisten IOL inzwischen aus faltbaren Acrylaten hergestellt.
    3. 24. Grundsätzliches zur Berechnung von Intraokularlinsen

      Peter Hoffmann
      Zusammenfassung
      Jede Linse muss individuell für das Auge berechnet werden. Außer der Hornhautbrechkraft und der Achslänge werden viele weitere Faktoren von modernen Formeln berücksichtigt.
    4. 25. Formeloptimierung und Benutzung der IOL-Datenbank

      Achim Langenbucher
      Zusammenfassung
      Linsenberechnungsformeln sind verallgemeinerte Berechnungskonzepte, die angepasst werden können an die speziellen Situationen und Gegebenheiten eines Linsentyps, die Operationstechnik, die Charakteristik des Patientenkollektivs, die Kalibrierung des Biometers oder die Refraktionsmesstechnik. Dazu sind in den Formeln sogenannte Formel- oder Linsenkonstanten vorgesehen, über die sich z. B. durchschnittliche Abweichungen zwischen erzielter und intendierter Refraktion nach der Kataraktoperation minimieren oder eliminieren lassen.
    5. 26. Chirurgisch induzierter Hornhautastigmatismus

      Nino Hirnschall
      Zusammenfassung
      Als chirurgisch induzierter Hornhautastigmatismus („surgically induced corneal astigmatism“, SICA) wird die Veränderung der Radien und somit der Brechkraft der Hornhaut durch die Operation bezeichnet.
    6. 27. IOL-Kalkulation bei langen und kurzen Augen

      Peter Hoffmann
      Zusammenfassung
      Bei sehr kurzen und sehr langen Augen kann die Linsenberechnung vermehrt fehlerhaft sein. Es gibt jedoch einige Strategien, um den Fehler zu minimieren.
    7. 28. IOL-Kalkulation bei besonders dichten Linsen

      Efstathios Vounotrypidis
      Zusammenfassung
      Neuere Geräte sind auch bei relativ dichten Linsen in der Lage, das Auge zu vermessen. In den Fällen, in denen das nicht möglich ist, ist die Bestimmung der Achslänge mittels Ultraschall noch immer das Mittel der Wahl.
    8. 29. IOL-Kalkulation bei Sonderlinsen

      Nino Hirnschall, Oliver Findl, Annika Müller-Kassner, Kleopatra Varna-Tigka
      Zusammenfassung
      Durch Einsatz von torischen Linsen kann ein Hornhautastigmatismus bei der Linsenoperation kompensiert werden. Um ein möglichst gutes postoperatives Ergebnis zu erzielen, muss die Gesamtbrechkraft der Hornhaut gemessen werden. Die Kalkulation von multifokalen Intraokularlinsen (IOL) stellt eine besondere Herausforderung zur Vermeidung von postoperativen refraktiven Residualfehlern dar. Barrett-Universal-II-, Hill-RBF- und Olsen-Formel zeigten geringe refraktive Vorhersagefehler, sodass ein Vergleich der Ergebnisse dieser Formeln ein gutes visuelles und refraktives Ergebnis erzielt.
    9. 30. IOL-Kalkulation bei sulkus-, iris und sklerafixierten Linsen

      Efstathios Vounotrypidis, Wolfgang J. Mayer
      Zusammenfassung
      Die wahrscheinliche Position der Kunstlinse muss bei der Berechnung berücksichtigt werden. Eine sulkusfixierte Linse kommt z. B. weiter vorne zu liegen im Vergleich zu einer kapselfixierten Linse, und entsprechend ist eine geringere Brechkraft notwendig.
    10. 31. IOL-Kalkulation bei Hornhauteingriffen und Hornhautpathologien

      Carolin Kolb, Mehdi Shajari
      Zusammenfassung
      Hornhautablative Verfahren verändern die Brechkraft durch Abtragung von Hornhautgewebe. Das Verhältnis von Hornhautvorderfläche zu -rückfläche verändert sich dadurch. Standardformeln zur Linsenberechnung führen zu einer Fehlkalkulation, sodass spezielle Formeln und Messmethoden bei diesen vorbehandelten Augen notwendig sind. Die Irregularität der Hornhaut bei Keratokonus erfordert spezielle Messverfahren, die die Hornhautrückfläche einbeziehen. Aufgrund des Risikos hyperoper Fehler ist eine postoperative Myopie anzustreben. Die Implantation torischer Linsen ist nur in ausgewählten Fällen empfehlenswert. Die präoperative Vermessung von Patienten mit Fuchs-Endotheldystrophie sollte nach Gabe hyperosmolarer Augentropfen und möglichst spät im Tagesverlauf erfolgen sowie die Hornhautrückfläche einbeziehen. Aufgrund des hyperopen Shift nach Descemet-Membran-Endothelkeratoplastik ist es bei der folgenden Kataraktoperation empfehlenswert, eine leichte Myopie anzustreben. In Ausnahmefällen kann die Implantation torischer Linsen erwogen werden.
    11. 32. IOL-Kalkulation und Linsenauswahl bei Kindern

      Efstathios Vounotrypidis, Armin Wolf
      Zusammenfassung
      Nicht nur die Operation, sondern auch die Linsenberechnung ist bei Kindern komplexer und kann den Augenarzt vor Herausforderungen stellen.
    12. 33. IOL-Kalkulation und IOL-Auswahl bei Netzhautpathologien

      Efstathios Vounotrypidis, Wolfgang J. Mayer
      Zusammenfassung
      Die korrekte Berechnung der Brechkraft der Intraokularlinse bei der Kataraktchirurgie ist entscheidend für die Erzielung eines erfolgreichen postoperativen refraktiven und visuellen Ergebnisses. Zunehmend häufiger wird heutzutage bei vorliegender Netzhautpathologie die Kataraktoperation mitgemacht. Je nach vorliegender Netzhautpathologie muss dies bei der IOL-Berechnung berücksichtigt werden.
    13. 34. Indikation von asphärischen Intraokularlinsen

      Detlev R. H. Breyer, Lena Beckers
      Zusammenfassung
      Die menschliche Hornhaut bricht das Licht im Zentrum mit einer anderen Stärke als in der Peripherie. Es kommt zu sphärischen Aberrationen. Asphärische Linsen können eingesetzt werden, um diese Aberration höherer Ordnung zu reduzieren.
    14. 35. Indikation von torischen Intraokularlinsen

      Myriam Böhm, Thomas Kohnen, Mehdi Shajari
      Zusammenfassung
      Etwa ein Drittel der Kataraktpatienten weisen einen visusrelevanten präoperativen Astigmatismus > 0,75 Dioptrien (dpt, D) auf, sodass sie von einer Astigmatismuskorrektur während eines linsenchirurgischen Eingriffs profitieren würden. Zu den Behandlungsmöglichkeiten von Astigmatismus durch den Ophthalmochirurgen zählen torische Intraokularlinsen (IOLs), limbal-relaxierende Inzisionen (LRI) oder die Veränderung der kornealen Kurvatur mittels hornhautablativer Verfahren. Torische IOLs sind nichttorischen auch in Kombination mit limbal-relaxierenden Inzisionen überlegen, indem sie einen geringeren residualen Astigmatismus und keinen Regressionseffekt aufweisen, eine bessere Vorhersagbarkeit bieten sowie einen größeren Brechungsbereich ermöglichen. Daher empfehlen wir bei Vorliegen eines regulären Astigmatismus > 0,75 dpt primär die Implantation torischer IOLs zur Astigmatismuskorrektur. Die Behandlung mittels limbal-relaxierenden Inzisionen empfehlen wir bei Vorliegen eines Astigmatismus > 0,75–3,0 dpt, wenn die Implantation einer torischen IOL bei einem defekten Kapselhalteapparat oder aus Kostengründen nicht möglich sein sollte.
    15. 36. Indikation von multifokalen Intraokularlinsen und Monovision

      Mehdi Shajari, Detlev R. H. Breyer
      Zusammenfassung
      Multifokale Linsen ermöglichen es, in mehreren Bereichen scharf zu sehen. Die Indikation zur Implantation darf jedoch nur nach ausgiebiger Voruntersuchung und Evaluation des Patienten erfolgen. Bei Missachten von Kontraindikationen für multifokale Linsen können vermehrt störende optische Phänomene auftreten, welche unter Umständen sogar eine Explantation der Linse notwendig machen.
    16. 37. Indikation von Add-on-Intraokularlinsen

      Michael Amon, Günal Kahraman
      Zusammenfassung
      In den letzten Jahren werden additive Intraokularlinsen zur Korrektur pseudophaker Ametropien immer häufiger verwendet. In solchen Fällen stellt die sekundäre Implantation einer sulkusfixierten zweiten IOL eine Alternative zu einem aufwendigen Linsentausch oder einem refraktiven Lasereingriff dar.
      Ursprünglich wurde die Add-on-IOL in den Kapselsack implantiert, doch im postoperativen Verlauf kam es sehr häufig zu einer therapierefraktären „interlentikulären Opazifizierung“. Diese Komplikation kann vermieden werden, indem die erste IOL in den Kapselsack und die zweite IOL in den Sulcus ciliaris gesetzt wird. Eine weitere Komplikation, welche durch diese Implantationstechnik vermieden werden kann, ist die Entstehung zweier Brennpunkte, bedingt durch eine Abflachung der Linsenoberflächen im Bereich des Kontakts beider IOL. Dadurch kommt es zur Abnahme der Gesamtbrechkraft im Bereich der Kontaktzone beider Linsen. Um die Nachteile der Polypseudophakie mit herkömmlichen bikonvexen Linsen zu vermeiden und den hohen refraktiven Ansprüchen der Patienten gerecht zu werden, wurden spezielle additive IOL konstruiert. Ziel war es, ein ausgereiftes Linsensystem zu entwickeln, welches ein breites Indikationsspektrum bietet. Außerdem sollte die Linse einfach zu implantieren und gut verträglich sein. Der vorliegende Überblick über die Indikationsmöglichkeiten beleuchtet die Einsatzmöglichkeiten dieser reversiblen Technik.
  5. Operationstechniken

    1. Frontmatter

    2. 38. Allgemeine Kataraktchirurgie

      Siegfried Priglinger, Wolfgang J. Mayer, Thomas C. Kreutzer, Mehdi Shajari
      Zusammenfassung
      Die Kataraktoperation kann in mehrere Teilschritte aufgespalten werden. Bei jedem Schritt gibt es wichtige Punkte, die beachtet werden sollten.
    3. 39. Linsenchirurgie bei besonders weichen und harten Linsen

      Siegfried Priglinger, Thomas C. Kreutzer, Wolfgang J. Mayer, Mehdi Shajari
      Zusammenfassung
      Der Austausch einer besonders weichen oder besonders harten Linse kann sich von dem bei einer Standardkatarakt unterscheiden. In diesem Kapitel wird auf diese Besonderheiten eingegangen.
    4. 40. Kataraktchirurgie bei hinterer Schalentrübung

      Florian Sutter, Theo Signer
      Zusammenfassung
      Die „hintere Schalentrübung“ („posterior subcapsular opacification“) ist die wohl am raschesten fortschreitende Form der Katarakt. Sie kann neben einer raschen und ausgeprägten Verschlechterung der Sehschärfe vor allem zu markanter Blendungsempfindlichkeit, monokularen Doppelbildern und visuellen Phänomenen wie haloartigem Streulicht bei Gegenlicht führen. Es handelt sich histopathologisch um Linsenepithelzellen (Wedl-Zellen), welche vom Linsenäquator zum normalerweise epithelzellfreien hinteren Pol wandern und dort proliferieren. Die Pathophysiologie scheint der Entstehung des proliferativen Nachstars sehr ähnlich zu sein.
    5. 41. Kataraktchirurgie bei sehr kurzen und sehr langen Augen

      Theo Signer, Florian Sutter
      Zusammenfassung
      Die Kataraktchirurgie stellt bei einer Abweichung von der normalen Achslänge, sowohl in Richtung Myopie als auch in Richtung Hyperopie, eine Herausforderung dar, da es neben den veränderten anatomischen Verhältnissen auch unterschiedliche Formen der Linsentrübung geben kann.
    6. 42. Astigmatismusreduktion durch korneale Inzisionen während der Linsenoperation

      Josef Reiter
      Zusammenfassung
      Korneale Astigmatismen können nicht immer befriedigend mit torischen Implantaten korrigiert werden, z. B. aufgrund der geringen Höhe oder vorhandener Asymmetrie.
      Die Inzision erfolgt mit der Phakolanze der Größe 2,8 oder 3,0 mm am tomografisch steilsten Meridian der Hornhaut. Durch Kombination des Phakozugangs auf dem steilen Meridian mit einer „opposite clear corneal incision“ (OCCI) kann die abflachende Wirkung verdoppelt werden.
      Das Ausmaß der Relaxierung von ca. 0,5–1,5 dpt wird im Wesentlichen durch die Eigenelastizität der Hornhaut bestimmt und unterliegt daher erheblichen individuellen Schwankungen. Sie ist weniger effektiv, vorhersagbar und präzise als die Implantation torischer IOL. Regressionen können auftreten.
      Berichte über eine erhöhte Inzidenz von Endophthalmitis liegen nicht vor. Bei Einhaltung entsprechender Sicherheitskriterien (Dichtigkeit) ist die OCCI eine sichere und effektive Methode, um präoperative korneale Astigmatismen positiv zu beeinflussen. Im Gegensatz zu anderen relaxierenden Verfahren ist die OCCI mit einer kurzen Lernkurve ohne zusätzliches Instrumentarium in jedem OP einfach durchzuführen.
    7. 43. Operative Besonderheiten beim Einsatz von Sonderlinsen

      Wolfgang J. Mayer
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel behandelt nur die Besonderheiten bei der Implantation von torischen oder (torisch-)multifokalen Intraokularlinsen währen der Operation. Diagnostik und Nachsorge, aber auch das Komplikationsmanagement werden an anderer Stelle in diesem Buch abgehandelt.
    8. 44. Hornhautkomplikationen und ihr Management im Kontext der Kataraktchirurgie

      Martin Grüterich
      Zusammenfassung
      Im Rahmen der Kataraktoperation können Komplikationen an der Hornhaut auftreten. Diese können klinisch irrelevant sein oder aber zu einer erheblichen Seheinschränkung führen. Prä-, intra- und postoperative Faktoren sind diesbezüglich zu berücksichtigen. Insbesondere Endothelschädigungen sind gefürchtet, da sie eine erneute Intervention bis hin zur Hornhauttransplantation nach sich ziehen können.
    9. 45. Iriskomplikationen und ihr Management bei der Kataraktchirurgie

      Peter Szurman
      Zusammenfassung
      In 95 % der Fälle verläuft eine Kataraktoperation unproblematisch. Wenn sich aber schwierige Situationen oder Komplikationen ergeben, steht die Iris häufig im Mittelpunkt. Einerseits kann das vulnerable Irisgewebe direkt geschädigt werden, andererseits ist eine enge Pupille häufig selbst Ursache von unglücklichen Entwicklungen. Viel wichtiger als ein gutes Management von eingetretenen Iriskomplikationen ist deren Prävention. Das intraoperative „Floppy-iris“-Syndrom (IFIS) ist dafür ein gutes Beispiel: Denn die typischen Probleme entwickeln sich erst im Verlauf der Operation und eskalieren zum Ende hin. Durch präoperative Identifikation von Risikopatienten und gezielte prophylaktische Maßnahmen zu Beginn der Operation kann ein schicksalhafter Verlauf häufig verhindert werden.
    10. 46. Störungen des Linsenhalteapparats und ihr Management bei der Kataraktchirurgie

      Thomas C. Kreutzer
      Zusammenfassung
      Störungen des Halteapparates treten überwiegend bei Patienten nach Trauma bzw. im Rahmen der Linsenoperation bei Pseudoexfoliationssyndrom auf. Dieses Kapitel beschreibt Möglichkeiten des Managements zur sicheren Durchführung der Linsenoperation in diesen Situationen.
    11. 47. Komplikationsmanagement bei Schädigung der Linsenkapsel bzw. bei Verlust von Linsenfragmenten

      Thomas C. Kreutzer
      Zusammenfassung
      Die hintere Kapselruptur ist die häufigste schwerwiegende Komplikation bei der Linsenoperation. Bei entsprechendem Management muss die hintere Kapselruptur kein Hindernis sein, die Linsenoperation erfolgreich zu Ende zu führen und für den Patienten ein dennoch gutes Ergebnis zu erzielen. Eine unzureichende Kenntnis des Chirurgen über die richtigen Maßnahmen bei der Komplikationsversorgung kann jedoch erhebliche Probleme für das Auge zur Folge haben.
    12. 48. Extrakapsuläre und intrakapsuläre Kataraktextraktion

      Thomas C. Kreutzer
      Zusammenfassung
      Die Notwendigkeit einer extrakapsulären oder intrakapsulären Kataraktextraktion (ECCE- oder ICCE-Technik) ist heute in den westlichen Industrieländern selten geworden und vor allem Situationen vorbehalten, bei denen eine sehr weit fortgeschrittene Linsentrübung in Kombination mit einer lockeren Zonula vorliegt. Basis für das Beherrschen der Technik ist die erfolgreiche Konstruktion eines sklerokornealen Tunnels.
    13. 49. Techniken zur Explantation von künstlichen Intraokularlinsen

      Thomas C. Kreutzer
      Zusammenfassung
      Der Austausch von Intraokularlinsen findet überwiegend im Rahmen der Versorgung von subluxierten und luxierten IOL-Implantaten statt. Er kann aber auch nach Implantation von Kunstlinsen mit falscher Brechkraft oder bei eingetrübten Implantaten notwendig werden.
    14. 50. Implantation von Vorderkammerlinsen

      Carl Clemente, Thomas Neuhann
      Zusammenfassung
      Bei komplizierter Kataraktoperation kann die Vorderkammerlinse für den Linsenersatz eine wertvolle Option sein. Weil die Verwendung dieser Linse nicht zur ophthalmochirurgischen Alltagsroutine gehört, ist es besonders wichtig, für den Bedarfsfall einen festen Plan zu haben. Mit Beachtung einiger Besonderheiten rund um die Vorderkammerlinsen-Implantation lassen sich sehr gute Operationsergebnisse erzielen.
    15. 51. Implantation von sulkusfixierten Intraokularlinsen

      Michael Amon, Barbara Wetzel
      Zusammenfassung
      Standardmäßig erfolgt die Implantation einer Hinterkammer-Intraokularlinse (IOL) in den Kapselsack, als zweithäufigste Verankerungsmethode der IOL gilt die Positionierung im Sulcus ciliaris. Letztere Implantationsform kann primär im Rahmen einer Operationskomplikation oder sekundär bei Aphakie oder Linsentausch durchgeführt werden.
    16. 52. Implantation von retropupillaren Irisklauen-Intraokularlinsen bei Aphakie

      Walter Sekundo
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel gibt eine Übersicht über die Implantation der Irisklauenlinse in den retropupillaren Raum. Die retropupillare Implantation einer Irisklauen-IOL zeichnet sich durch eine einfache Implantationstechnik, eine komplette Unabhängigkeit von den verbleibenden Kapselsackstrukturen, eine im Vergleich zur endokapsulärer Implantation anatomisch analoge IOL-Position und eine vergleichbar niedrige Komplikationsrate aus. Als nachteilig erweist sich die Voraussetzung eines intakten Irisdiaphragmas sowie der Ausschluss von die Iris affektierenden Erkrankungen, sei es Uveitis oder ischämische Vitreoretinopathien wie Diabetes oder Gefäßverschlüsse, und eine kleinere Optik. Wir beschreiben unterschiedliche Implantationstechniken, Patientenauswahl, potenzielle Komplikationen und Strategien zu derer Vermeidung.
    17. 53. Implantation von sklerafixierten Intraokularlinsen

      Thomas C. Kreutzer
      Zusammenfassung
      Die sklerale Fixation von Intraokularimplantaten hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ursachen sind neue Techniken, welche eine minimal-invasive Fixation marktüblicher, allerdings für den Kapselsack vorgesehener Implantate ermöglichen. Inzwischen steht auch ein für die sklerale Fixation über Kleinschnitttechnik entwickeltes Kunstlinsenimplantat zur Verfügung.
    18. 54. Kataraktchirurgie nach Trauma

      Armin Wolf
      Zusammenfassung
      Bei einem schweren Augentrauma gehört die Linse zu den am häufigsten betroffenen Strukturen, welche in Mitleidenschaft gezogen werden können. Die Extraktion der Linse kann je nach Befund primär oder sekundär erfolgen.
    19. 55. Pädiatrische Kataraktchirurgie

      Göran Darius Hildebrand
      Zusammenfassung
      In diesem Kapitel werden die verschiedenen Techniken in der pädiatrischen Kataraktchirurgie beschrieben und einige der neuesten speziellen pädiatrischen Techniken vorgestellt, die entwickelt wurden, die Komplikationsrate bei Kindern mit grauem Star weiter zu senken, und die vielen Kindern Aussicht auf ein Leben mit guter Sehkraft bieten.
    20. 56. Kataraktchirurgie bei Hornhautpathologien

      Loay Daas, Elias Flockerzi, Shady Suffo, Berthold Seitz
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel beantwortet die Frage nach der Reihenfolge des Vorgehens bei geplanter Kataraktoperation und vorliegenden Hornhautpathologien. Dazu gehört die Kataraktoperation in Zusammenhang mit der perforierenden oder lamellären Hornhauttransplantation auch unter Berücksichtigung eines prä- oder postoperativ hohen Astigmatismus. Neben der torischen Kunstlinse kann dieser auch mithilfe limbusparalleler Keratotomien und Kompressionsnähten oder einer Lochblendenlinse (IC-8) ausgeglichen werden. Zudem wird das Vorgehen bei Vorliegen schwerer Oberflächenirregularitäten wie beispielsweise der Salzmannschen nodulären Hornhautdegeneration oder anderen oberflächlichen Dystrophien dargestellt.
    21. 57. Kataraktchirurgie bei Irispathologien

      Peter Szurman
      Zusammenfassung
      Patienten mit kombinierter Katarakt und Irispathologie sind eine besondere chirurgische Herausforderung. Zum einen ist die Kataraktoperation selbst aufgrund des fehlenden Irisdiaphragmas und der häufig begleitenden okulären Komorbiditäten schwieriger. Andererseits ist gerade die Irisrekonstruktion herausfordernd und vielschichtig. Denn die Aniridie führt zu einer sehr variablen Pathologie, die individuelle chirurgische Strategien notwendig macht. In dieser Übersicht zeigen wir die wichtigsten Techniken für eine nahtgestützte Pupilloplastik auf und, wenn die Irisreste nicht ausreichen, die erweiterten irisrekonstruktiven Techniken unter Verwendung von künstlichen Irisimplantaten.
    22. 58. Kataraktoperationen unter besonderen Umständen: Instabiler Halteapparat und Pseudoexfoliationssyndrom

      Michael Müller, Mehdi Shajari
      Zusammenfassung
      Der Halteapparat der Augenlinse kann bereits vor der Operation geschwächt sein (z. B. bei Pseudoexfoliationssyndrom [PEX]) bzw. während der Operation beschädigt werden. Je nach Ausprägungsgrad können verschiedene Techniken und Hilfsutensilien dabei helfen, die Operation erfolgreich durchzuführen. Hierauf wird im folgenden Kapitel eingegangen.
    23. 59. Kataraktchirurgie bei Netzhauterkrankungen

      Nicolas Feltgen
      Zusammenfassung
      In diesem Beitrag soll auf die häufigen Komplikationen bei kombinierter Netzhaut- und Linsenoperation hingewiesen werden, damit bereits bei der Operationsplanung Komplikationen verhindert werden können. Durch den Eingriff im vorderen und hinteren Augenabschnitt ist mit einer gewissen Instabilität im Bereich des Iris-Linsen-Diaphragmas zu rechnen.
    24. 60. Katarakt und Glaukom

      Marc J. Mackert
      Zusammenfassung
      Die Katarakt und das Glaukom sind häufige Erkrankungen und haben eine hohe Komorbidität. Präoperative Überlegungen, intraoperative Besonderheiten, kombinierte Operationsverfahren und die Nachsorge bei diesen Erkrankungen werden in diesem Kapitel beleuchtet.
    25. 61. Kataraktchirurgie bei Patienten mit strahleninduzierter Katarakt

      Raffael Liegl
      Zusammenfassung
      Durch Bestrahlung und Tumorwachstum kann es zu Veränderungen der Linse und des Halteapparats kommen. Unter Umständen ist ein Linsenaustausch notwendig, der in diesen Situationen häufig erschwert ist.
    26. 62. Kataraktoperation bei rezidivierenden intraokularen Entzündungen

      Stephan Thurau
      Zusammenfassung
      Rezidivierende intraokulare Entzündungen können die natürliche Linse sowie umgebende Strukturen schädigen und dadurch eine Linsenoperation erheblich erschweren.
  6. Systematische Übersichten

    1. Frontmatter

    2. 63. Systematische Übersicht zur Kataraktoperation

      Carolin Kolb, Mehdi Shajari
      Zusammenfassung
      Die Kataraktoperation ist in Deutschland der häufigste Eingriff und einer der sichersten Eingriffe am Auge. Standardlinsen ermöglichen ein optimales Sehvermögen in einer Distanz. Selten treten intraoperative Komplikationen auf, insbesondere eine Ruptur der hinteren Linsenkapsel. Eine sehr seltene, aber schwerwiegende postoperative Komplikation ist die Endophthalmitis.
    3. 64. Systematische Übersicht zu asphärischen Intraokularlinsen

      Detlev R. H. Breyer, Lena Beckers
      Zusammenfassung
      Der Einsatz von asphärischen Linsen kann bei richtiger Patientenselektion die Aberrationen höherer Ordnung des Auges vermindern und die Kontrastsensitivität verbessern.
    4. 65. Systematische Übersicht zu torischen Intraokularlinsen

      Stefan Palkovits
      Zusammenfassung
      Torische intraokulare Linsen werden angewendet, um die zylindrische Komponente der Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Um ein optimales refraktives Ergebnis zu erreichen, sind prä-, intra- und postoperative Maßnahmen notwendig.
    5. 66. Systematische Übersicht zu Monovision und multifokalen Intraokularlinsen

      Annika Müller-Kassner, Mehdi Shajari
      Zusammenfassung
      Im Rahmen einer Monovision mittels Pseudophakie oder LASIK kann in bis zu 88 % ein sehr guter Fern- und Intermediärvisus bei erhaltenem Nahvisus und Brillenfreiheit erzielt werden. Im Vergleich zu multifokalen IOL liegen ein besserer Intermediärvisus und ein reduzierter Nahvisus, weniger optische Phänomene, aber auch häufigere Brillenabhängigkeit vor. IOL mit erweitertem Brennweitenbereich („Extended-depth-of-focus“- oder EDOF-IOL) bieten einen besseren Fernvisus; die Monovision zeigt einen besseren Nahvisus und weniger optische Phänomene. Eine hohe Anisometropie kann Stereosehen und Kontrastsensitivität reduzieren.
      Multifokale IOL, aktuell vor allem trifokale EDOF-IOL oder multifokale Add-on-IOL, stellen eine effektive Möglichkeit der Presbyopiekorrektur dar. Die Defokuskurven zeigen einen vergleichbaren Fernvisus, einen besseren Intermediärvisus der EDOF-IOL und einen besseren Nahvisus in der Gruppe der trifokalen IOL. Patientenunzufriedenheit resultiert vor allem aus reduzierter Sehschärfe und optischen Phänomenen, die durch residuale Refraktionsfehler, Nachstar, weite Pupillen in mesopischen Lichtverhältnissen, trockene Augen und IOL-Dezentrierung bedingt sind. Eine Brillenfreiheit wird in 49–100 % der Fälle erreicht; bei tri- und panfokalen häufiger als bei EDOF-IOL.
    6. 67. Systematische Übersicht zu sulkusfixierten Intraokularlinsen

      Jakob Siedlecki
      Zusammenfassung
      Sulkusfixierte Intraokularlinsen werden vor allem bei einer hinteren Kapselruptur eingesetzt. Sie stellen eine sichere und effektive Option dar, solange das vordere Kapselblatt intakt ist.
    7. 68. Systematische Übersicht zu sekundären Intraokularlinsen

      Daniel R. Muth, Wolfgang J. Mayer
      Zusammenfassung
      Die Anzahl der Implantationen sekundärer Intraokularlinsen (IOL) nimmt zu. Dies liegt hauptsächlich am demografischen Bevölkerungswandel und zunehmenden Langzeitkomplikation der bisher implantierten primären IOL. Welcher sekundärer IOL-Typ verwendet bzw. wie die sekundäre IOL fixiert werden kann (Kapselsack, Sulcus, Iris, Sklera), hängt von den anatomischen Gegebenheiten im jeweiligen Einzelfall ab.
    8. 69. Systematische Übersicht zu Add-on-Intraokularlinsen

      Benedikt Schworm
      Zusammenfassung
      Bei Add-on-Intraokularlinsen (IOL) handelt es sich um Linsen, die in den Sulcus ciliaris zusätzlich zu einer bereits bestehenden kapselsackfixierten IOL implantiert werden. Die häufigsten Indikationen für die Implantation einer Add-on-IOL sind die postoperative Ametropie und die Behandlung eines pseudophaken Akkommodationsverlusts (Erweiterung des optischen Systems um eine multifokale Optik). In der englischsprachigen Literatur werden sie häufig auch als „Secondary-piggyback“-IOL bezeichnet. Add-on-IOL sind in allen gängigen optischen Varianten als monofokale, monofokal-torische, multifokale und multifokal-torische Linsen erhältlich. Die Berechnung der Linsenstärke beruht auf der subjektiven Refraktion des Patienten. In diesem Kapitel werden die Daten zu Effektivität und Sicherheit von Add-on-IOL in der Literatur zusammengefasst. Es wurden nur Studien mit einer Fallzahl ≥ 10 Augen aufgenommen. Zudem wurden nur Studien berücksichtigt, die speziell entwickelte Add-on-IOL untersuchen, da es in der älteren Literatur (vor 2010) viele Veröffentlichungen mit IOL gibt, die nicht für den Zweck einer zusätzlichen Implantation entwickelt worden waren. Die berücksichtigten Studien umfassen alle derzeit auf dem Markt befindlichen Linsentypen.
    9. 70. Systematische Übersicht zur experimentellen Linsenchirurgie

      Christian Wertheimer
      Zusammenfassung
      Die moderne Kataraktchirurgie ist sicher, standardisiert und liefert gute postoperative Ergebnisse. Trotzdem fallen dem selbstkritischen Ophthalmologen umfangreiche Bereiche des Innovationsbedarfs und Möglichkeiten zur Optimierung auf. Im Folgenden wird daher eine begrenzte Auswahl interessanter experimenteller Ansätze dargestellt, die die Kataraktchirurgie in Zukunft nachhaltig beeinflussen könnten – Themen wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Robotik und innovative molekular- und zellbiologische Ansätze. Ein weiterhin wichtiger Innovationsbereich ist die Verbesserung der als Refraktionsausgleich implantierten IOL. Da sie als häufige Operation weltweit auch eine sozioökonomische Bedeutung hat, werden Projekte aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen ebenfalls angeschnitten.
  7. Postoperatives Management

    1. Frontmatter

    2. 71. Medikamentenschemata nach Kataraktoperation

      Ingo Schmack, Daniel G. Dawson
      Zusammenfassung
      Perioperative therapeutische Maßnahmen im Rahmen der Kataraktchirurgie dienen der Prophylaxe und Behandlung möglicher intra- und postoperativ auftretender Komplikationen (z. B. pseudophakes zystoides Makulaödem – PMÖ) sowie der Unterstützung einer bestmöglichen zeitnahen funktionell-visuellen Rehabilitation. Zur Erreichung dieses Ziels ist die Erstellung eines adäquaten, individuell angepassten Behandlungplans von zentraler Bedeutung.
    3. 72. Nachstarbehandlung

      Pankaj Singh, Clara König
      Zusammenfassung
      Als Nachstar bezeichnet man das Auftreten einer posterioren Kapseltrübung nach einer Kataraktoperation. Prä- und intraoperativ kann das Auftreten von Nachstar durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Die Behandlung der Wahl erfolgt durch eine posteriore Kapsulotomie mittels YAG-Laser.
    4. 73. Refraktive Überraschung nach Linsenchirurgie – Fehlervermeidung und Problemmanagement

      Daniel Kook, Nino Hirnschall
      Zusammenfassung
      Es werden verschiedene Fehlerursachen nach Linsenchirurgie wie Komorbiditäten, vorausgegangene Eingriffe und Probleme bei der Biometrie monofokaler und refraktiver Intraokularlinsen beleuchtet und typische Fallstricke erläutert.
    5. 74. Management des unzufriedenen Patienten nach Einsatz von Sonderlinsen

      Wolfgang J. Mayer
      Zusammenfassung
      Besonders nach der Implantation von Sonderlinsen können aufgrund der komplexen Optik Unzufriedenheiten hinsichtlich der Bildqualität vorkommen. Das korrekte Management kann bei einem Großteil der Patienten die ursächlichen Probleme beseitigen und den Patienten letztlich zufriedenstellen.
    6. 75. Management nach Eintrübung und Dislokation von Intraokularlinsen

      Ramin Khoramnia
      Zusammenfassung
      Die Gründe für die Notwendigkeit einer Explantation von Kunstlinsen haben sich geändert, wenn man einen Blick in die Literatur wirft. Eintrübungen von Kunstlinsen haben weltweit zugenommen. Während bei hydrophilen IOL v. a. eine Kalzifizierung des Materials zur Eintrübung der Linse führt, überwiegt bei IOL aus hydrophobem Material das Problem der Glistenings. Bei hydrophilen Acrylatkunstlinsen besteht die Gefahr, dass diese unter bestimmten Umständen kalzifizieren. Bei dieser Form der Linsentrübung unterscheidet man eine primäre und sekundäre Kalzifizierung sowie eine Pseudokalzifizierung. Glistenings sind mit Flüssigkeit gefüllte Mikrovakuolen, die sich in der IOL-Optik entwickeln können, wenn diese in eine wässrige Umgebung gebracht und Temperaturschwankungen ausgesetzt wird. Sie können bei IOL aus hydrophobem Acrylat auf treten. Die Subluxation oder Luxation von Hinterkammer-IOL ist selten, stellt jedoch eine der schwerwiegendsten Komplikationen nach einer Kataraktoperation dar. Bei Dislokationen wird zwischen frühen und späten Fällen unterschieden. Die frühe Dislokation einer IOL tritt häufig aufgrund einer unzureichenden Fixation der IOL im Kapselsack auf. Auch wenn präoperativ ein Zonuladefekt vorliegen kann, wird die Dislokation in der Regel iatrogen durch eine intraoperativ verursachte Hinterkapselruptur oder Zonulolyse verursacht. Die späte spontane IOL-Dislokation tritt in der Regel viele Jahre selbst nach unkomplizierter Kataraktoperation als Folge einer fortschreitenden Zonulaschwäche und Kontraktion des Kapselsacks auf. Faktoren wie Zonulaschwäche und/oder Belastung des Zonulaapparats (intraoperativ iatrogen oder postoperativ durch Entstehung einer vorderen Kapselfibrose/-schrumpfung bis hin zur Kapselphimose, z. B. bei Pseudoexfoliationssyndrom [PEX]), scheinen hierfür ursächlich zu sein.
    7. 76. Behandlung des postoperativen Anstiegs des Augeninnendrucks

      Christoph Hirneiß
      Zusammenfassung
      Der intraokulare Druckanstieg gehört zu den häufigsten postoperativen Komplikationen nach einer Linsenoperation. Es ist wichtig, diese Komplikation möglichst frühzeitig zu erkennen und, falls nötig, zu behandeln.
    8. 77. Behandlung des postoperativen Makulaödems

      Nikolaus Luft
      Zusammenfassung
      Das zystoide Makulaödem (CMÖ) nach Linsenoperation (Irvine-Gass-Syndrom) erfordert vor dem Hintergrund seiner hohen absoluten Inzidenz und potenziell irreversibler visuslimitierender Effekte die Aufmerksamkeit des Kataraktchirurgen. In diesem Kapitel wird auf die Ätiologie, Risikofaktoren und den klinischen Verlauf des postoperativen CMÖ eingegangen. Ferner werden evidenzbasierte Therapiemethoden und prophylaktische Maßnahmen erörtert sowie diese durch persönliche Erfahrungen und Empfehlungen des Autors ergänzt.
    9. 78. Behandlung von postoperativen Entzündungen

      Thomas C. Kreutzer
      Zusammenfassung
      Die postoperative Endophthalmitis ist die schwerste Komplikation nach Linsenchirurgie. Konsequente präoperative Antisepsis und perioperativer Einsatz von intrakameral appliziertem Cefuroxim senken das Risiko.
    10. 79. Die Therapie des trockenen Auges bei Linsenoperationen

      Elisabeth M. Messmer
      Zusammenfassung
      Das trockene Auge nach Linsenoperation ist häufig und kann der Grund für Unzufriedenheit des Patienten mit dem postoperativen Ergebnis sein. Wichtig ist es, ein trockenes Auge präoperativ zu erkennen und zu behandeln, intraoperativ auf die Augenoberfläche Rücksicht zu nehmen und die Therapie der Oberflächenstörung postoperativ fortzusetzen.
  8. Femtosekundenlaser-assistierte Linsenchirurgie

    1. Frontmatter

    2. 80. Grundprinzipien der Femtosekunden-Laserchirurgie

      Georg Schuele, Daniel Palanker
      Zusammenfassung
      Der Femtosekundenlaser wird heutzutage weltweit in der Linsenchirurgie eingesetzt. Schnitte in der Hornhaut, der Linsenkapsel und der Linse selbst sind mit dem Laser möglich.
    3. 81. Korneale Inzisionen, Rhexis und Linsenfragmentierung mit dem Femtosekundenlaser

      Karl T. Boden, Wolfgang J. Mayer, Mehdi Shajari, Thomas Kohnen
      Zusammenfassung
      Die hohe Präzision und Reproduzierbarkeit des Femtosekundenlasers ist insbesondere bei den kornealen Inzisionen von Vorteil. In diesem Kapitel werden die intraoperativen Besonderheiten bei den kornealen Inzisionen und die Behandlungsoptionen einer Hornhautverkrümmung mittels antiastigmatischer Keratotomien besprochen. Neben den Fehlerquellen, die der Operateur verursachen kann, werden auch die unterschiedlichen Nomogramme für die antiastigmatischen Keratotomien erläutert. Die Kapsulorhexis ist ein wesentlicher Schritt in der Linsenchirurgie. Sie ist nicht nur Voraussetzung für eine optimale Implantation der Intraokularlinse in den Kapselsack, sondern auch wichtig für die Durchführung einer sicheren Phakoemulsifikation.
      Der Femtosekundenlaser ist in der Lage, die Prozedur der vorderen Kapseleröffnung als sogenannte vordere Kapsulotomie komplett zu übernehmen. Mit dem Femtosekundenlaser kann die natürliche Linse vorfragmentiert werden. Dafür können verschiedene Fragmentierungsmuster ausgewählt werden.
    4. 82. Besonderheiten der Kataraktoperation beim Einsatz des Femtosekundenlasers

      Karl T. Boden
      Zusammenfassung
      Planung und Durchführung der Femtosekundenlaser-assistierten Kataraktchirurgie (FCS) unterscheiden sich in einigen Aspekten erheblich von der konventionellen Kataraktchirurgie. Wir möchten diese Unterschiede im vorliegenden Kapitel erläutern und Strategien zur Vermeidung von Komplikationen an die Hand geben. Abschließend stellen wir die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Operationslogistik dar.
    5. 83. Femtosekundenlaser-assistierte und konventionelle Linsenchirurgie im Vergleich

      Mehdi Shajari, Carolin Kolb, Thomas Kohnen
      Zusammenfassung
      Im Vergleich zwischen konventioneller und Femtosekundenlaser-assistierter Linsenchirurgie zeigen beide Optionen Stärken und Schwächen. Es muss für jeden Patienten individuell entschieden werden, welche die geeignetste Methode ist.
  9. Phake Intraokularlinsen

    1. Frontmatter

    2. 84. Übersicht zu phaken Intraokularlinsen und ihrer Indikationsstellung

      Martin Bechmann
      Zusammenfassung
      Die Behandlung einer Fehlsichtigkeit mittels phaker Linsen hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Neben den nur noch in geringem Umfang verwendeten Irisklauenlinsen hat sich die hinterkammergestützte implantierbare Collamer®-Linse (ICL) weitgehend durchgesetzt. Durch einige Modifikationen des Linsendesigns konnte die Komplikationsrate und die Komplexität des Eingriffs deutlich reduziert werden.
      Die Indikation der ICL liegt klassischerweise in der Behandlung höherer Myopien. Aber auch bei niedrigen Myopien, bei denen aufgrund der Hornhautsituation eine Kontraindikation gegen eine Femto-LASIK oder SMILE vorliegt, ist die ICL eine hervorragende Handlungsoption. Hier kann die ICL insbesondere bei der Patientengruppe eingesetzt werden, die ansonsten mittels photorefraktiver Keratektomie (PRK) behandelt werden müsste. Bei hyperopen Patienten ist die Indikation aufgrund des meist vorliegenden Kurzbaues des hyperopen Auges deutlich vorsichtiger zu stellen.
    3. 85. Operationstechniken beim Einsatz von phaken Intraokularlinsen

      Suphi Taneri
      Zusammenfassung
      Die ersten phaken IOL wurden bereits 1953 von Strampelli in die Vorderkammer implantiert. Seitdem wurden zahlreiche inkrementelle Verbesserungen und verschiedene Modelle vorgestellt, die zu einer Verbesserung der Verträglichkeit und der Operationssicherheit beigetragen haben. In diesem Kapitel wird eine Übersicht über die gegenwärtig verfügbaren Typen von phaken IOL gegeben und deren Implantation Schritt für Schritt erläutert. Sowohl moderne phake Hinterkammerlinsen als auch irisfixierte Vorderkammerlinsen ermöglichen heute eine sichere und effektive Korrektur gerade hoher Fehlsichtigkeiten. Dies ist besonders hilfreich, wenn eine Laseranwendung an der Hornhaut, z. B. bei Keratokonus, kontraindiziert ist. Die Implantation, aber auch die Explantation sind chirurgisch anspruchsvoll.
    4. 86. Systematische Übersicht zu phaken Intraokularlinsen

      Christoph Lwowski, Daniel Kook
      Zusammenfassung
      Phake Intraokularlinsen sind eine sichere und effiziente Alternative zu den etablierten hornhautchirurgischen Verfahren und erweitern das behandelbare Patientenkollektiv in den Bereich hoher Myopiewerte. Trotz niedriger Komplikationsrate bleiben wichtige Aspekte zu beachten, wie eine regelmäßige Kontrolle der Endothelzellzahl und die korrekte Kalkulation der pIOL-Größe, um Komplikationen wie Kataraktogenese, einem möglichen Tensioanstieg oder einer Iritis vorzubeugen.
  10. Backmatter

In b.Flat SpringerMedizin.de Gesamt enthaltene Bücher

Titel
Katarakt- und Linsenchirurgie
Herausgegeben von
Mehdi Shajari
Siegfried Priglinger
Thomas Kohnen
Thomas C. Kreutzer
Wolfgang J. Mayer
Copyright-Jahr
2023
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-62458-6
Print ISBN
978-3-662-62457-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62458-6

Informationen zur Barrierefreiheit für dieses Buch folgen in Kürze. Wir arbeiten daran, sie so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Neu im Fachgebiet Augenheilkunde

Nichtinfektiöse Uveitis im Kindesalter

Die intraokulare Entzündung im Kindesalter stellt eine bedeutende Herausforderung dar, da sie unbehandelt zu schweren Komplikationen mit Sehverlust führen kann. Sie beginnt oft symptomarm, wird verzögert erkannt und birgt damit ein hohes …

Plasmaproteomik bei altersbedingter Makuladegeneration

Die AMD gehört zu den häufigsten Ursachen schwerer Sehverluste im höheren Lebensalter. Der Krankheitsverlauf der neovaskulären Form (nAMD) konnte durch intravitreale Anti-VEGF-Therapie erheblich beeinflusst werden. Oft kann der Visusverlust …

Remodeling der inneren Netzhaut – Implikationen für zielgerichtete Optogenetik

Für die Konzeption optogenetischer Therapieansätze sind 2 Faktoren von großer Bedeutung: Erstens adressiert man eine kranke Netzhaut, deren Morphologie und Funktion durch die Krankheit bereits stark verändert sein kann. Dies bezeichnet man als …

Ophthalmologische Notfälle: Wann muss wie schnell gehandelt werden?

Bei Notfällen in der Augenheilkunde ist zwischen systemischen Notfallsituationen, die sich am Auge manifestieren, und rein okulären Notfällen zu unterscheiden. Insbesondere letztere können akut das Sehvermögen bedrohen und müssen daher zeitnah erkannt und behandelt werden. 

Update Augenheilkunde

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Spaltlampenbiomikroskopische Fotografien verschiedener Hornhautpathologien/© Berger T et al. doi.org/10.1007/s00347-023-01919-0 unter CC-BY 4.0