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Nach einem 2012 erfolgten refraktiven Linsenaustausch stellte sich eine Patientin mit einer progredienten Sehverschlechterung am rechten Auge und einem bestkorrigierten Fernvisus von 0,63 in unserer Klinik vor. Die Spaltlampenuntersuchung zeigte eine Vorderkapselfibrose sowie nur wenige Glistenings der Intraokularlinse (IOL), die in der Regel auch nicht mit einer Sehminderung assoziiert sind [1, 2]. Bei schmalem Lichtspalt wurde eine milchige Trübung hinter der IOL sichtbar, die auf einen flüssigen Nachstar hindeutete (Abb. 1a). Dieser tritt als seltene Spätkomplikation nach einer IOL-Implantation auf, wenn die vordere Kapselöffnung durch die IOL-Optik verschlossen wird [3, 4]. Die zur Diagnosesicherung durchgeführte Scheimpflug-Tomographie und die optische Kohärenztomographie (OCT) stellten die milchige Trübung zwischen der IOL-Rückfläche und der Hinterkapsel deutlich dar (Abb. 1b, c). Differenzialdiagnostisch konnte zudem eine Trübung der IOL, mit der ein flüssiger Nachstar nicht selten verwechselt wird, ausgeschlossen werden. Dies ist entscheidend für die Therapie. Die Behandlung des flüssigen Nachstars erfolgt komplikationsarm durch eine YAG-Kapsulotomie (KT). Eine Trübung der IOL erfordert hingegen einen IOL-Tausch, der zusätzlich durch eine vorherige YAG-KT erschwert wird [3]. Ein anspruchsvoller IOL-Tausch hingegen ist bei einem flüssigen Nachstar nicht indiziert [3]. Unsere Patientin zeigte nach durchgeführter YAG-KT einen regelrechten, klaren Befund in der Spaltlampenuntersuchung (Abb. 1d) und bei der apparativen Diagnostik (Abb. 1e, f). Der bestkorrigierte Fernvisus stieg auf 1,0 an.
Abb. 1
Eine milchige Trübung zeigt sich im schmalen Lichtspalt der Spaltlampenuntersuchung hinter der Intraokularlinse (IOL) (a). Die Scheimpflug-Tomographie und optische Kohärenztomographie (OCT) des vorderen Augenabschnitts stellen eine Flüssigkeitsansammlung zwischen der IOL-Rückfläche und der hinteren Kapsel dar (b, c). Nach durchgeführter YAG-Kapsulotomie zeigt sich in der Spaltlampenuntersuchung (d), in der Scheimpflug-Aufnahme (e) und in der OCT (f) ein klarer Befund hinter der IOL-Rückfläche
Bis 2050 wird etwa jedes dritte Kind in Europa kurzsichtig sein [1]. Zur Vermeidung sehkraftgefährdender Folgekomplikationen ist die Progressionsverlangsamung der pädiatrischen Myopie* – z. B. mit niedrig dosiertem Atropin – von zentraler Bedeutung [2,3].