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06.05.2020 | Katarakt | Originalien | Ausgabe 10/2020

Der Urologe 10/2020

Effekt von Strahlenschutzvisieren auf die Augenlinsendosis bei der Ureterorenoskopie

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 10/2020
Autoren:
Prof. Dr. G. Zöller, V. Konstanz, J. Brönner, H. Hödlmoser

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziel

Die Strahlenbelastung bei interventionellen Eingriffen unter simultaner Röntgenkontrolle kann zu einer berufsbedingten Katarakterkrankung an der Augenlinse des Operateurs führen. Wir untersuchten die Strahlenbelastung und den protektiven Effekt von Strahlenschutzvisieren bei ureterorenoskopischen Eingriffen.

Material und Methode

Die Untersuchung erfolgte bei 4 Urologen. Über einen Zeitraum von 12 Wochen wurden dabei mittels Augenlinsendosismeter die Strahlendosen in Augenhöhe vor und hinter Strahlenschutzvisieren gemessen. Die natürliche Hintergrundstrahlung, ermittelt durch zusätzliche Transportdosimeter, wurde subtrahiert. Messwerte <0,028 mSv wurden wegen der Nachweisgrenze der Augendosimeter auf 0,028 mSv aufgerundet. Die erhaltenen Augenlinsendosen (ALD) wurden mit dem jeweiligen Dosis-Flächen-Produkt (DFP) der operativen Eingriffe korreliert. Mittels dieses Quotienten aus ALD/DFP wurden retrospektiv Jahreswerte für die ALD bei ureterorenoskopischen Eingriffen ermittelt und der mögliche protektive Effekt von Strahlenschutzvisieren kalkuliert.

Ergebnis

Innerhalb der 12-Wochen-Periode wurden von den 4 Urologen 76 Ureterorenoskopien durchgeführt. Vor dem Strahlenschutzvisier betrug dabei die kumulierte ALD 0,796 mSv, hinter dem Strahlenschutzvisier kumuliert 0,338 mSv. Die Benutzung eines Strahlenschutzvisiers führte damit zu einer Reduktion der Strahlenbelastung am Auge um mindestens 42 %. Die retrospektive Analyse von 215 durchgeführten Ureterorenoskopien zeigte, dass durch die Anwendung von Strahlenschutzvisieren eine Reduktion der jährlichen ALD von 4,090 auf 1,737 mSv hätte erzielt werden können.

Schlussfolgerung

Strahlenschutzvisiere können die Strahlenbelastung am Auge des Operateurs bei endourologischen Eingriffen signifikant reduzieren und sollten insbesondere von Operateuren mit hoher Operationsfrequenz benutzt werden.

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