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Kawasaki-Syndrom – Diskussion des aktuellen Wissensstandes anhand der jüngsten nordamerikanischen Leitlinien von 2024

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Zusammenfassung

Sieben Jahre nach der letzten Stellungnahme hat die American Heart Association ihre Leitlinien zum Kawasaki-Syndrom aktualisiert. Die Diagnose bleibt klinisch; ein spezifischer Biomarker fehlt weiterhin. Die erforderliche Fieberdauer wurde von 5 auf 4 Tage verkürzt; in erfahrenen Händen kann sie schon nach 3 Tagen gestellt werden. Die Hauptsymptome bleiben unverändert, müssen aber nicht gleichzeitig auftreten. Für die Echokardiografie werden Z‑Scores empfohlen, allerdings ohne einheitliches Berechnungsmodell. Die Standardtherapie umfasst weiterhin IVIG und Acetylsalicylsäure (ASS) in mittlerer Dosierung (30–50 mg/kgKG). Hochrisikopatienten (z. B. junges Alter, asiatische Ethnie, erhöhte Entzündungswerte, erweiterte Koronararterien) können von einer intensivierten Therapie mit Kortikosteroiden oder Infliximab profitieren, wobei die amerikanischen Leitlinien keine klare Risikostratifizierung vorgeben. Bei IVIG-resistenten Fällen wird eine zweite IVIG-Gabe und/oder Kortikosteroide empfohlen; Infliximab kann die Therapieresistenz senken, zeigt aber keinen sicheren Schutz vor Koronaraneurysmen. Insgesamt wird betont, dass eine frühzeitige Diagnose und Therapie entscheidend sind, um Komplikationen zu vermeiden, und eine interdisziplinäre Behandlung empfohlen.
Titel
Kawasaki-Syndrom – Diskussion des aktuellen Wissensstandes anhand der jüngsten nordamerikanischen Leitlinien von 2024
Verfasst von
Toni Hospach
Kristina Rücklová
André Jakob
Publikationsdatum
25.07.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Monatsschrift Kinderheilkunde / Ausgabe 9/2025
Print ISSN: 0026-9298
Elektronische ISSN: 1433-0474
DOI
https://doi.org/10.1007/s00112-025-02239-0
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