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Doppelt sieht besser – Epikeratophakie

  • 01.08.2025
  • Keratokonus
  • Ophthalmologischer Schnappschuss
Erschienen in:

Auszug

Bei einer inzwischen 60 Jahre alten Patientin war im Jahr 1982 die Erstdiagnose eines Keratokonus gestellt worden. Aufgrund einer Kontaktlinsenunverträglichkeit und eines letztlich unzureichenden Visus mit Brille am linken Auge wurde sie im Jahr 2008 extern laut eigener Anamnese und Überweisung mittels „Keratoplastik“ behandelt. Spaltlampenmikroskopisch zeigte sich eine gut kompensierte, aber global verdickte Hornhaut mit in etwa 50 % Stromatiefe durchgängig verlaufender Grenzlinie (Abb. 1a). In der optischen Kohärenztomographie (OCT) des Vorderabschnitts zeigte sich die Wirtshornhaut intakt ohne Trepanationsgrenzfläche, aber mit einem auf der Wirtshornhaut fixierten Stromalentikel (Abb. 1b). Die Spiegelmikroskopie zeigte ein intaktes Wirtshornhautendothel mit einer Messung von 2753 Zellen pro Quadratmillimeter. Die Scheimpflug-Bildgebung zeigte einen schrägen regulären Astigmatismus, die Kmax betrug 58,4 dpt und die dünnste Pachymetrie 781 µm. Die Patientin erreichte einen brillenkorrigierten Fernvisus von 0,6 (−3,00/−4,50/31°).
Abb. 1
a Spaltphoto, Grenzlinie in etwa 50% Stromatiefe, b intakte Wirtshornhaut (Pfeile) mit darüber fixiertem Stromalentikel
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Titel
Doppelt sieht besser – Epikeratophakie
Verfasst von
Elias Flockerzi, FEBO
Tim Berger
Yaser Abu Dail
Berthold Seitz
Publikationsdatum
01.08.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Ophthalmologie / Ausgabe 10/2025
Print ISSN: 2731-720X
Elektronische ISSN: 2731-7218
DOI
https://doi.org/10.1007/s00347-025-02304-9

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