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07.05.2021 | Keratoplastik | Leitthema | Ausgabe 6/2021

Der Ophthalmologe 6/2021

Präkonditionierung von vaskularisierten Hochrisikoaugen mittels Feinnadeldiathermie und Crosslinking

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 6/2021
Autoren:
FEBO PD Dr. med. M. Matthaei, D. Hos, F. Bock, V. N. H. Le, Y. Hou, F. Schaub, S. Siebelmann, W. Zhang, S. Roters, B. O. Bachmann, C. Cursiefen
Wichtige Hinweise
M. Matthaei und D. Hos teilen sich die Erstautorenschaft.

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Risiko der Abstoßung und des Transplantatversagens nach Hochrisikokeratoplastik steigt mit Zunahme der kornealen Neovaskularisation. Die medikamentöse und physikalische Regression der kornealen Neovaskularisation vor Keratoplastik bietet möglicherweise das Potenzial, das Risiko einer Abstoßung nach anschließender Hochrisikokeratoplastik zu reduzieren.

Ziel der Arbeit

Die vorliegende Arbeit gibt eine Literaturübersicht hinsichtlich der Präkonditionierung von vaskularisierten Hochrisikoaugen mittels Feinnadeldiathermie und kornealem Crosslinking vor Hochrisikokeratoplastik („lymphangioregressive Präkonditionierung“).

Methoden

Es erfolgen eine Literaturrecherche via PubMed sowie eine Zusammenfassung eigener Daten.

Ergebnis

Tierexperimentelle Studien zeigen, dass sowohl die Feinnadeldiathermie als auch das korneale Crosslinking zu einer Regression der kornealen Neovaskularisation führen und das Transplantatüberleben nach anschließender Hochrisikokeratoplastik verlängern. Untersuchungen aus unserem Institut geben darüber hinaus erste Hinweise, dass beide Verfahren auch in der klinischen Praxis zur Reduktion der kornealen Neovaskularisation führen und damit potenziell das Abstoßungsrisiko reduzieren.

Diskussion

Die Feinnadeldiathermie und das korneale Crosslinking bieten effektive Therapieansätze zur angioregressiven Behandlung und scheinen das Transplantatüberleben nach Hochrisikokeratoplastik zu verlängern. Größer angelegte prospektive und kontrollierte klinische Studien sind notwendig, um diese vielversprechenden Therapieansätze weitergehend zu untersuchen.

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