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11.08.2017 | CME | Ausgabe 3/2017

Der MKG-Chirurg 3/2017

Kiefergelenkendoprothesen

Zeitschrift:
Der MKG-Chirurg > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Prof. Dr. Dr. C. Landes, R. Sader
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Zusammenfassung

Zahlreiche Studien belegen, dass alloplastische Kiefergelenkendoprothesen verglichen mit autologem Kiefergelenkersatz effizienter für die Wiederherstellung der normalen Anatomie und Funktion des Kiefergelenks und der vertikalen Kieferrelation sind. Die Verwendung alloplastischer Materialien für Kiefergelenkendoprothesen vermeidet die Entnahmemorbidität, ermöglicht die sofortige oder zumindest frühzeitige Einleitung der postoperativen Rehabilitation, verringert die Operationszeit und die Wahrscheinlichkeit einer Reankylose. Allerdings unterliegen alle alloplastischen Materialien der Materialermüdung, d. h. die andauernde Bewegung erzeugt Abrieb. Unabhängig von den implantierten Biomaterialien kann sich eine Fremdkörperreaktion entwickeln. Titan oder Titanlegierungen in Kombination mit ultrahochmolekularem Polyethylen (UHMWPE) haben eine minimale Sensibilisierungsrate. Die Nachsorgeergebnisse über 15 Jahre mit UHMWPE-Titan-Prothesen der jüngeren Generation zeigen eine hohe Zuverlässigkeit.

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