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19.01.2017 | Kindertraumatologie | Originalien | Ausgabe 3/2018

Der Unfallchirurg 3/2018

Thorakale Verletzungen beim schwer verletzten Kind

Assoziation mit erhöhter Verletzungsschwere und vermehrten Komplikationen

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Dr. Philipp Störmann, Julia Nadine Weber, Dr. Heike Jakob, Univ.-Prof. Dr. Ingo Marzi, PD Dr. Dorien Schneidmueller
Wichtige Hinweise

Redaktion

W. Mutschler, München
H. Polzer, München
B. Ockert, München

Zusammenfassung

Hintergrund

Schwer verletzte Minderjährige sind im klinischen Alltag selten. Zur adäquaten Versorgung sind genaue Kenntnisse über anatomisch-physiologische Besonderheiten sowie die Kenntnis häufiger Verletzungsmuster unabdingbar. Prognostisch sind neben dem Schädel-Hirn-Trauma oft thorakale Verletzungen relevant.

Fragestellung

Es sollen Epidemiologie und Verletzungscharakteristika schwer verletzter Kinder mit Fokus auf thorakale Verletzungen herausgearbeitet werden.

Material und Methoden

Retrospektive Analyse minderjähriger Patienten, die in einem Vierjahreszeitraum über den Schockraum unseres überregionalen Traumazentrums aufgenommen wurden. Als Grundlage zur Datenanalyse dienten die prospektive Erfassung der Patienten für das TR-DGU® sowie ein erweiterter hausinterner Datensatz. In Abhängigkeit einer thorakalen Verletzung erfolgte die Einteilung der Patienten in Gruppen mit (TT) und ohne Thoraxtrauma (KT), unterteilt in vier Altersuntergruppen.

Ergebnisse

Es wurden 256 Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr eingeschlossen, davon 46 mit Thoraxverletzung. Der Altersschnitt für Patienten mit thorakaler Verletzung war mit 12,4 ± 4,9 Jahren höher als für die Gruppe KT (8,0 ± 5,2 Jahre). In beiden Gruppen waren die Patienten vorwiegend männlich (TT: 69,9 %, KT: 64,8 %). Verletzte mit Thoraxtrauma wiesen eine signifikant höhere Verletzungsschwere (ISS: 26,7 ± 15,8 vs. 8,1 ± 6,8 Punkten) und höhere Letalität auf (6,9 % vs. 1,9 %). Für beide Gruppen waren Verkehrsunfälle die häufigste Verletzungsursache. Patienten mit Thoraxverletzungen entwickelten in 52,2 % der Fälle während des stationären Aufenthaltes eine Komplikation (KT: 12,9 %).

Diskussion

Das Thoraxtrauma stellt im Kindesalter einen relevanten Faktor hinsichtlich Schwere der Gesamtverletzung und Komplikationen dar. Ein besonderes Augenmerk sollte daher auf die frühzeitige Diagnostik und Behandlung gelegt werden.

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