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16.03.2016 | Kindesmisshandlung | Kasuistiken | Ausgabe 4/2016

Rechtsmedizin 4/2016

Extreme Form der chronischen Unterernährung eines Säuglings in Deutschland

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 4/2016
Autoren:
Dr. med. E. Doberentz, J. Ortmann, G. Horneff, B. Madea

Zusammenfassung

Ausgeprägt untergewichtige Kinder durch Unterernährung werden in den europäischen Industrieländern eher selten gesehen. Ein 7 Monate altes Mädchen wurde mit massivem Untergewicht in eine Klinik aufgenommen. Es wies eine erhebliche chronische Unterernährung mit stark reduziertem Körpergewicht von nur 3470 g und reduziertem Längenwachstum sowie allgemeiner Retardierung auf. Nach adäquater Nahrungszufuhr erholte sich das Mädchen rasch. Klinischerseits konnten prädisponierende Erkrankungen ausgeschlossen werden. In Fällen der Mangelernährung sind im Rahmen der gutachterlichen Aufarbeitung das Ausmaß der Unterernährung abzuschätzen sowie eine Einschätzung über die Zeitdauer der Mangelversorgung mit Einordnung in akute oder chronische Unterernährung zu treffen.

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