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Kindliches Übergewicht und Adipositas

Ein relevanter Beratungsanlass in der kinderärztlichen Praxis?

Zusammenfassung

Hintergrund

Kinder- und Jugendärzt:innen (KJÄ) nehmen eine Schlüsselrolle in der frühzeitigen Prävention bzw. Intervention bei kindlichem Übergewicht und Adipositas ein. Ziel der Erhebung war es, Prioritäten in der Beratung der KJÄ in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Medienkonsum und Schlafgewohnheiten zu erfassen. Ebenso wurden aus Sicht der KJÄ die elterlichen Kompetenzen in diesen Bereichen erfragt.

Methode

Im Rahmen einer deutschlandweiten Fragebogenerhebung wurden 3750 niedergelassene KJÄ per Zufallsstichprobe zur Teilnahme eingeladen. Die Daten wurden deskriptiv und inferenzstatistisch unter Einbezug von Geschlecht der KJÄ, Stadtgröße und Sozialstruktur des Praxiseinzugsgebiets ausgewertet.

Ergebnisse

Es wurden 960 Fragebögen zurückgesendet. Bewegung und Ernährung wurden von über 90 % der KJÄ als hochprioritäre Beratungsthemen eingestuft, Medienkonsum und Schlaf deutlich seltener (68,4 % und 25,7 %). Elterliche Kompetenzen wurden über alle Themenfelder hinweg eher niedrig bewertet, insbesondere in der Umsetzung und Aufrechterhaltung von gesunden Verhaltensweisen. Hier zeigte sich in fast allen Bereichen ein Zusammenhang zur Sozialstruktur. Eine höhere Priorisierung der Beratung zu Ernährung und Bewegung ging mit einer höheren Einschätzung der elterlichen Kompetenzen, Ernährungswissen umzusetzen (p = 0,016) bzw. verändertes Bewegungsverhalten aufrechtzuerhalten, einher (p = 0,032).

Diskussion

Die Beratungsprioritäten von KJÄ bleiben in den meisten Teilbereichen unabhängig von der Einschätzung elterlicher Kompetenzen konstant. Dies kann als Hinweis auf eine vorurteilsfreie Versorgung gewertet werden, gleichzeitig aber auch eine geringe Anpassung der Beratung an individuelle familiäre Bedarfe andeuten.

Redaktion

Thomas Lücke, Bochum
Ertan Mayatepek, Düsseldorf
Ute Spiekerkötter, Freiburg
Norbert Wagner, Aachen
Stefan Wirth, Wuppertal
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Übergewicht und Adipositas stellen, wie in Ausgabe 05/2025 der Monatsschrift Kinderheilkunde ausführlich berichtet, bereits im frühen Kindesalter ein bedeutendes Gesundheitsproblem dar. Daher sind eine frühzeitige Prävention und Intervention unabdingbar; eine der wichtigsten Anlaufstellen bilden hier die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzt:innen (KJÄ). Um adressatengerechte Versorgungsangebote (weiter-)entwickeln zu können, ist eine Kenntnis der aktuellen Versorgungspraxis notwendig.

Hintergrund

In der Altersgruppe der 3‑ bis 6‑jährigen Kinder haben 10,8 % der Mädchen und 7,3 % der Jungen Übergewicht; bei 3,2 % der Mädchen und 1,0 % der Jungen liegt bereits Adipositas vor [14]. Im Laufe der COVID-19-Pandemie wurde eine gesteigerte Gewichtszunahme beobachtet [16], wobei sich dieser Trend laut Prognosen der World Obesity Federation auch in Deutschland in den kommenden Jahren fortsetzen könnte [17]. Die Folgen von Übergewicht und Adipositas erstrecken sich bekanntermaßen nicht nur auf medizinische, sondern auch auf psychiatrische und psychosoziale Bereiche sowie die Teilhabe an Alltagsaktivitäten [15, 17]. Zudem zeigt sich, dass ein hohes Körpergewicht bei über der Hälfte der Kinder auch im späteren Jugendalter bestehen bleibt oder sich weiter erhöht [13]. Somit sind frühzeitige Präventions- und Interventionsmaßnahmen dringend erforderlich. Aktuelle Leitlinien legen den Schwerpunkt auf Maßnahmen in den Bereichen „Ernährung“ und „Bewegung“, schließen jedoch auch Aspekte wie „Medienkonsum“ und „Schlafroutinen“ ein [8].
Aktuell besteht ein Mangel an wirksamen, strukturierten Programmen, vor allem in der jungen Altersgruppe zwischen 3 und 6 Jahren. Angesichts begrenzter zeitlicher und personeller Ressourcen ist eine Priorisierung der alltäglichen Versorgungsaufgaben in der KJÄ-Praxis unumgänglich, weshalb es für die bedarfsorientierte Weiterentwicklung der Versorgung im Bereich Übergewicht und Adipositas wichtig ist, die gegenwärtigen Prioritäten in der Beratung der KJÄ zu erfassen. Daran anknüpfend ist auch die kinder- und jugendärztliche Einschätzung der elterlichen Kompetenzen von Bedeutung, da KJÄ ihre Beratung möglicherweise an dieser Wahrnehmung ausrichten. Der vorliegende Artikel geht daher den folgenden Fragestellungen nach:
1.
Welche Priorität besitzen die Themenfelder Bewegung, Ernährung, Medienkonsum und Schlafgewohnheiten in der kinder- und jugendärztlichen Beratung in Bezug auf Übergewicht?
 
2.
Wie schätzen die KJÄ die Kompetenzen von Eltern von Kindern mit Übergewicht bzw. Adipositas im Hinblick auf Bewegung, Ernährung, Medienkonsum und Schlafgewohnheiten ein?
 
3.
Zeigt sich ein Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung der elterlichen Kompetenzen durch die KJÄ und ihren Prioritäten in der Beratung?
 
Da sowohl ein niedriger sozioökonomischer Status als auch das Leben in urbanen Gebieten mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht bzw. Adipositas assoziiert sind [2, 7], werden in den Analysen auch strukturelle Faktoren mitberücksichtigt.

Methode

Die Daten wurden im Rahmen des vom Innovationsausschuss des G‑BA geförderten Projekts „frühstArt – Frühe, sektorenübergreifende, aufsuchende und familienzentrierte Adipositasprävention“ (Förderkennzeichen: 01NVF21105; DRKS-ID: DRKS00030749) im Sommer 2024 erhoben. Der Rekrutierungsprozess ist in Abb. 1 dargestellt. Die für die obigen Fragestellungen relevanten Items sind in Abb. 2 aufgeführt. Die Angaben der KJÄ wurden deskriptiv und inferenzstatistisch ausgewertet:
  • Geschlechterunterschied: ꭓ2-Test mit Cramérs V (I), Mann-Whitney-U-Test (II),
  • Altersunterschied: Spearman-Rangkorrelation mit ρ (I),
  • Stadtgröße und Sozialstruktur: Spearman-Rangkorrelation mit ρ (I), Kruskal-Wallis- und Dunn’s Test (II),
  • Zusammenhang Prioritäten und Kompetenzen: Spearman-Rangkorrelation mit ρ (III).
Abb. 1
Rekrutierungsprozess und Analyse
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Abb. 2
Auszug aus dem Fragebogen
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Ergebnisse

Tab. 1 gibt Auskunft über die Eigenschaften der analysierten Stichprobe.
Tab. 1
Angaben zur Stichprobe der KJÄ (n = 911)
 
n
%
Alter
31–40 Jahre
151
16,6
41–50 Jahre
315
34,6
51–60 Jahre
270
29,6
Über 60 Jahre
162
17,8
Keine Angabe
13
1,43
Geschlecht
Männlich
286
31,4
Weiblich
599
65,8
Weiteres
1
0,1
Keine Angabe
25
2,7
Tätigkeit als KJÄ in Jahren
1–10 Jahre
91
10,0
11–20 Jahre
348
38,2
21–30 Jahre
299
32,8
31–40 Jahre
138
15,2
Über 40 Jahre
13
1,4
Keine Angabe
22
2,4
Beschäftigungsverhältnis
Selbstständig
619
67,8
Angestellt
279
30,6
Keine Angabe
13
1,4
Niederlassungsform
Einzelpraxis
349
38,3
Berufsausübungsgemeinschaft (früher Gemeinschaftspraxis)
446
49,0
MVZ
87
9,6
Keine Angabe
29
3,2
Gebiet der Praxis
Nord
148
16,3
Ost
186
20,4
Süd
270
29,6
West
301
33,0
Keine Angabe
6
0,7
Stadttyp
Kleinstadt
229
25,1
Mittelstadt
315
34,6
Großstadt
352
38,6
Keine Angabe
13
1,7
Sozialstruktur
Nein
193
21,2
Ja, teilweise
577
63,3
Ja, hauptsächlich
133
14,6
Keine Angabe
8
0,9

Prioritäten in der Beratung

In der Beratung in Bezug auf Übergewicht messen über 90 % der KJÄ den Aspekten der Steigerung der alltäglichen Bewegungszeit und einer gesünderen Ernährung eine hohe Priorität bei.
Die Beratung zur Reduktion des Medienkonsums wurde differenzierterer bewertet. Rund zwei Drittel der Befragten (68,4 %) bewerteten diesen Aspekt mit hoher Priorität, während ihm ca. ein Viertel (26,5 %) mittlere Priorität beimisst. Auch geben 13 KJÄ (1,4 %) an, dass der Medienkonsum keinen Teil ihrer Beratung darstellt.
Die Beratung zu Schlafgewohnheiten erhält von 25,7 % hohe, von 45,7 % mittlere und von 21,7 % niedrige Priorität; 6,9 % beraten nicht zu diesem Thema.
In allen vier Themenfeldern wiesen weibliche KJÄ diesen Aspekten im Rahmen der Beratung zu Übergewicht tendenziell häufiger eine hohe Priorität und seltener eine mittlere Priorität zu als männliche KJÄ (Bewegung: p = 0,004; V = 0,117; Ernährung: p = 0,012; V = 0,101; Medienkonsum: p = 0,026; V = 0,107; Schlaf: p = 0,045; V = 0,096). Trotz geschlechtsspezifischer Unterschiede entsprach die Priorisierung auch innerhalb der beiden Gruppen den oben dargestellten Verhältnissen. Zudem zeigte sich mit steigendem Alter der KJÄ eine signifikant geringere Priorisierung der Beratung zur Ernährung und eine höhere Priorisierung der Themenfelder Medienkonsum und Schlaf, während kein signifikanter Zusammenhang für das Themenfeld Bewegung nachweisbar war (Ernährung: p = 0,036; ρ = −0,070; Medienkonsum: p < 0,001; ρ = 0,126; Schlaf: p < 0,001; ρ = 0,127; Bewegung: p = 0,451; ρ = −0,025).
Im Hinblick auf strukturelle Faktoren zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Stadtgröße und der Priorisierung der Beratung zum Medienkonsum (p = 0,009; ρ = 0,087) und zu den Schlafgewohnheiten (p = 0,006; ρ = 0,091): KJÄ in Großstädten priorisieren die Beratung zu Medienkonsum bzw. Schlafgewohnheiten tendenziell stärker. Auch in Praxen, deren Einzugsgebiet hauptsächlich soziale Brennpunkte umfasst, wird die Beratung zu Schlafgewohnheiten tendenziell stärker priorisiert (p = 0,007, ρ = 0,091; Tab. 2).
Tab. 2
Prioritäten in der Beratung der KJÄ in Bezug auf Übergewicht
 
Priorität
Keine
Niedrig
Mittel
Hoch
n
%
n
%
n
%
n
%
Bewegung (n = 910)
1
0,1
5
0,5
64
7,0
840
92,3
Ernährung (n = 908)
0
0,0
3
0,3
82
9,0
823
90,6
Medienkonsum (n = 906)
13
1,4
33
3,6
240
26,5
620
68,4
Stadttyp:
Kleinstadt
4
1,8
10
4,4
69
30,3
145
63,6
Mittelstadt
7
2,2
12
3,8
84
26,9
209
67,0
Großstadt
2
0,6
11
3,1
81
23,1
257
73,2
Schlafgewohnheiten (n = 903 )
62
6,9
196
21,7
413
45,7
232
25,7
Stadttyp:
Kleinstadt
28
12,3
56
24,6
91
39,9
53
23,2
Mittelstadt
15
4,9
65
21,0
155
50,2
74
23,9
Großstadt
19
5,4
70
19,9
163
46,4
99
28,2
Praxiseinzugsgebiet mit „sozialen Brennpunkten“
Nein
12
6,4
53
28,0
83
43,9
41
21,7
Ja, teilweise
43
7,5
122
21,3
260
45,4
148
25,8
Ja, hauptsächlich
6
4,5
20
15,0
66
49,6
41
30,8

Kompetenzen der Eltern

Die KJÄ schätzen das Wissen über Bewegungsverhalten, Ernährung, Medienkonsum und Schlafroutinen bei Eltern von Kindern mit Übergewicht bzw. Adipositas höher ein als deren Fähigkeiten zur Umsetzung entsprechender gesunder Verhaltensweisen. Am niedrigsten bewertet werden die Fähigkeiten, die jeweiligen veränderten Verhaltensweisen dauerhaft aufrechtzuerhalten (Tab. 3).
Tab. 3
Kompetenzen der Eltern von Kindern mit Übergewicht bzw. Adipositas
Bewegung
n
M
SD (+/-)
Schlafgewohnheiten
n
M
SD
Wissen
905
3,6
0,9
Wissen
895
3,4
0,9
Stadt (p=0,002)
Sozialer Brennpunkt (p<0,001)
Kleinstadt*
226
3,7
0,9
Keiner*,#
191
3,6
0,9
Mittelstadt#
314
3,7
0,9
Teilweise*,+
566
3,4
0,9
Großstadt*,#
350
3,5
1,0
Hauptsächlich#,+
130
3,0
1,0
Sozialer Brennpunkt (p<0,001)
Umsetzungsfähigkeit
887
2,9
0,9
Keiner*,#
193
3,9
1,0
Sozialer Brennpunkt (p=0,006)
Teilweise*,+
572
3,6
0,9
Keiner*
189
3,0
0,9
Hauptsächlich#,+
132
3,3
0,9
Teilweise#
560
3,0
0,9
Umsetzungsfähigkeit
903
2,7
0,9
Hauptsächlich*,#
130
2,7
0,9
Sozialer Brennpunkt (p=0,001)
Aufrechterhaltungsfähigkeit
871
2,8
0,9
Keiner*
193
2,8
1,0
Sozialer Brennpunkt (p=0,004)
Teilweise#
571
2,8
0,8
Keiner*
183
2,9
1,0
Hauptsächlich*,#
131
2,5
0,8
Teilweise#
551
2,8
0,9
Aufrechterhaltungsfähigkeit
897
2,4
0,8
Hauptsächlich*,#
129
2,5
0,9
Ernährung
n
M
SD
Medienkonsum
n
M
SD
Wissen
896
3,5
0,9
Wissen
905
3,0
1,0
Stadtgröße (p=0,004)
Stadtgröße (p=0,043)
Kleinstadt*
225
3,7
0,8
Klein*
227
3,1
1,0
Mittelstadt#
307
3,6
0,9
Mittel
312
3,0
1,1
Großstadt*,#
349
3,4
0,9
Groß*
351
2,9
1,0
Sozialer Brennpunkt (p<0,001)
Sozialer Brennpunkt (p<0,001)
Keiner*,#
192
3,8
0,9
Keiner*,#
193
3,2
1,1
Teilweise*,+
564
3,5
0,8
Teilweise*,+
572
3,0
1,0
Hauptsächlich#,+
132
3,2
0,9
Hauptsächlich#,+
132
2,6
1,0
Umsetzungsfähigkeit
894
2,8
0,9
Umsetzungsfähigkeit
902
2,3
0,9
Sozialer Brennpunkt (p<0,001)
Sozialer Brennpunkt (p=0,001)
Keiner*
193
2,9
0,9
Keiner*
192
2,4
1,0
Teilweise#
561
2,8
0,8
Teilweise#
570
2,3
0,8
Hauptsächlich*,#
132
2,5
0,8
Hauptsächlich*,#
132
2,0
0,7
Aufrechterhaltungsfähigkeit
894
2,4
0,8
Aufrechterhaltungsfähigkeit
901
2,1
0,9
Praxiseinzugsgebiet mit „sozialen Brennpunkten“ (p<0,001)
Sozialer Brennpunkt (p=0,030)
Nein*
191
2,5
0,8
Keiner*
192
2,2
1,0
Ja, teilweise#
564
2,5
0,8
Teilweise#
568
2,1
0,8
Ja, hauptsächlich*,#
886
2,2
0,7
Hauptsächlich*,#
133
1,9
0,7
Die sich signifikant voneinander unterscheidenden Wertepaare (Post-hoc-Dunn-Test) sind mit einem *, # und + markiert
Innerhalb des Kompetenzbereichs Wissen wird das Themenfeld Bewegung am besten bewertet (M = 3,6). In den Bereichen Umsetzung und Aufrechterhaltung werden hingegen gesunde Schlafgewohnheiten am besten eingeschätzt; mit Mittelwerten von 2,9 bzw. 2,8 liegen diese Fähigkeiten jedoch trotzdem eher im defizitären Bereich. Die größten inhaltlichen Defizite werden bereichsübergreifend im altersgerechten Medienkonsum gesehen (Wissen: M = 3,0; Umsetzungsfähigkeit: M = 2,3; Aufrechterhaltungsfähigkeit: M = 2,1).
Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen KJÄ in der Einschätzung der Kompetenzen von Eltern von Kindern mit Übergewicht bzw. Adipositas. In Großstädten wurde das Wissen über Bewegung, Ernährung und Medienkonsum signifikant niedriger eingeschätzt als in Mittel- und Kleinstädten. In Abhängigkeit von der Sozialstruktur ergaben sich in jedem Themenfeld eines jeden Kompetenzbereichs signifikante Unterschiede, außer in der Aufrechterhaltung von Bewegungsverhalten: Tendenziell ist die Bewertung in Praxen, deren Einzugsgebiet hauptsächlich soziale Brennpunkte umfasst, niedriger als in sozial besser gestellten Gebieten (Tab. 3).

Zusammenhänge zwischen Beratungsprioritäten und Kompetenzen

Je höher die Priorität, die KJÄ dem Aspekt der Ernährung in der Beratung zu Übergewicht zuschreiben, desto höher schätzen sie tendenziell auch die Fähigkeiten der Eltern von Kindern mit Übergewicht bzw. Adipositas ein, Ernährungswissen umzusetzen (p = 0,016; ρ = 0,081). Gleiches gilt für die Priorität der Beratung zu Bewegung und der Einschätzung der elterlichen Fähigkeit, ein verändertes Bewegungsverhalten aufrechtzuerhalten (p = 0,032; ρ = 0,114). Alle weiteren getesteten Zusammenhänge waren nicht signifikant.

Diskussion

Prioritäten in der Beratung

Den Themenfeldern Bewegung und Ernährung wird in der kinder- und jugendärztlichen Beratung von Kindern mit Übergewicht bzw. Adipositas insgesamt eine deutliche höhere Priorität zugewiesen als dem Medienkonsum und den Schlafgewohnheiten. Diese Gewichtung lässt sich auch in aktuellen Leitlinien sowie in empirisch begleiteten Interventionen wiederfinden, in denen Bewegungs- und Ernährungstherapie zu den Hauptinterventionsansätzen zählen und die Bereiche Medienkonsum und Schlaf geringere Berücksichtigung erfahren [3, 8]. In der Literatur werden verschiedene Faktoren beschrieben, die die Umsetzung beratungsbasierter Interventionen mit Bezug auf ein gesundes Gewicht im Praxisalltag erschweren. Die Ansprache gewichtsbezogener Themen gilt – v. a. auch vor dem Hintergrund knapper zeitlicher Ressourcen – als heikel und zwischenmenschlich anspruchsvoll [5, 11]. Die unterschiedlichen Priorisierungen sind möglicherweise nicht nur medizinisch motiviert, sondern auch durch die gesellschaftliche Sensibilität der Themen beeinflusst. Ernährung und Bewegung sind in der breiten Öffentlichkeit seit Längerem als zentrale Präventionsthemen etabliert. Im Vergleich dazu ist die Beratung zu Medienkonsum und Schlaf bisher weniger normiert. Vor diesem Hintergrund könnte die Beratung zu Ernährungs- und Bewegungsverhalten leichter als erwartbare, akzeptierte Standardmaßnahme wahrgenommen werden, während Medienkonsum und Schlaf sensibler erscheinen und noch schneller als persönliche Kritik an familiären Routinen oder Erziehungsvorstellungen aufgefasst werden könnten. In diesem Zusammenhang weisen Studien auch auf einen möglichen Unterstützungsbedarf bei der Ansprache dieser sensiblen Themen hin, z. B. im Hinblick auf Kommunikationsstrategien, Informationsmaterialien und die Stärkung der ärztlichen Selbstwirksamkeit in der Beratung [6, 11].

Kompetenzen der Eltern

Im Hinblick auf die Kompetenzbereiche nehmen die KJÄ v. a. in der Umsetzung von Wissen und der Aufrechterhaltung veränderter Verhaltensweisen deutliche Defizite bei den Eltern von Kindern mit Übergewicht bzw. Adipositas wahr; diese Kompetenzen werden überwiegend als „wenig“ bis „eher wenig vorhanden“ bewertet. Das inhaltliche Wissen in den vier Themenfeldern wird zwar höher eingeschätzt, bewegt sich aber dennoch im Mittel nur zwischen „überwiegend vorhanden“ und „eher wenig vorhanden“.
Den Einschätzungen der KJÄ zufolge bestehen die Defizite themenfeldübergreifend; am stärksten ausgeprägt sind sie im Feld Medienkonsum. Dies ist besonders bedeutsam, da die Mediennutzung meist eine sitzende, körperlich inaktive Tätigkeit darstellt. Laut AOK-Familienstudie überschreiten bis zu 84 % der Kinder die empfohlenen Höchstzeiten der Mediennutzung [12]. Ein fehlendes Bewusstsein hierzu und eine mangelnde Umsetzungs- bzw. Aufrechterhaltungsfähigkeit empfohlener Verhaltensweisen sind somit auch eng mit dem kindlichen Bewegungsverhalten verknüpft.

Zusammenhänge und strukturelle Unterschiede

In Bezug auf die Beratung zu Übergewicht und die Kompetenzen der Eltern von Kindern mit Übergewicht bzw. Adipositas zeigen sich signifikante strukturelle Unterschiede in der Priorisierung der Themenfelder Medienkonsum und Schlafgewohnheiten sowie in den elterlichen Kompetenzen in den Bereichen Ernährung und Bewegung, die in Großstädten jeweils höher bewertet werden als in Kleinstädten. Zudem wurden die elterlichen Kompetenzen in fast allen Bereichen und Themenfeldern in Praxen, deren Einzugsgebiet hauptsächlich soziale Brennpunkte umfasst, geringer eingeschätzt als in Einzugsgebieten ohne oder mit nur teilweise sozialen Brennpunkten. Ähnliche Tendenzen werden auch in einem Review deutlich, das zeigt, dass Interventionen, die auf Informationsvermittlung und der Veränderung von individuellem Verhalten basieren, v. a. bei Familien mit niedrigerem sozioökonomischen Status nur geringe Erfolgsraten aufweisen [4].
In den Themenfeldern Ernährung und Bewegung war eine geringere Priorisierung der KJÄ-Beratung mit einer niedrigeren Einschätzung der elterlichen Kompetenzen hinsichtlich der Umsetzung von Ernährungswissen und der Aufrechterhaltung von verändertem Bewegungsverhalten assoziiert. Unterdessen gilt für alle Praxen in allen Stadttypen und sozialen Lagen: Die KJÄ priorisieren Beratungsinhalte hinsichtlich Medienkonsum und Schlafgewohnheiten unabhängig davon, wie sie die elterlichen Kompetenzen in den jeweiligen Bereichen einschätzen. Dies spricht einerseits für eine gleichbleibende, vorurteilsfreie Versorgung durch die KJÄ. Gleichzeitig kann dieses Ergebnis aber auch darauf hindeuten, dass die Beratung im Praxisalltag, zumindest teilweise, nicht an familienspezifische Bedürfnisse angepasst werden kann und so z. B. keine verstärkte Beratung in als defizitär wahrgenommenen Themenfeldern erfolgt. Die Gründe hierfür können vielfältig sein und wurden nicht erhoben. Betrachtet man zeitliche und personelle Engpässe in den Praxen als möglichen Grund für fehlende Individualisierung, könnte eine strukturierte Versorgungsform wie frühstArt, in der ausgebildete Coaches außerhalb der KJÄ-Praxisstrukturen einen Großteil der familienspezifischen Beratungsarbeit übernehmen, diese Lücke schließen.

Limitationen

Teilfragestellung I zielte darauf ab, die grundsätzliche Priorisierung zu erfassen, die KJÄ den vier genannten Themenfeldern in der Beratung von Eltern von Kindern mit Übergewicht bzw. Adipositas einräumen. Im Fragebogen wurde dabei von einer durch die KJÄ selbst durchgeführten Beratung ausgegangen; gleichwohl ist aber auch eine Delegation gewisser Beratungstätigkeiten an nichtärztliches Praxispersonal möglich. Eine differenziertere Untersuchung der Aufgabenverteilung und des organisatorischen Rahmens der Beratung in KJÄ-Praxen könnte künftig dazu beitragen, praxisnahe Optimierungspotenziale aufzuzeigen und die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen gezielt zu unterstützen.
Die Einschätzung der elterlichen Kompetenzen durch die KJÄ erfolgte aggregiert für alle Eltern von Kindern mit Übergewicht bzw. Adipositas in der jeweiligen Praxis. Untersucht wurden die subjektive Wahrnehmung der KJÄ und mögliche Konsequenzen dieser Einschätzungen für die kinder- und jugendärztliche Beratungspraxis. Es kann jedoch nicht darüber hinausgehend abgeleitet werden, inwieweit die Einschätzungen mit den tatsächlichen vorhandenen elterlichen Kompetenzen übereinstimmen, da keine objektive Messung der Fähigkeiten vorgenommen wurde. Die Literatur zeigt, dass Ärzt:innen die Gesundheitskompetenz ihrer Patient:innen häufig nicht korrekt einschätzen [1]. Zwar steht die in der vorliegenden Studie beobachtete Korrelation zwischen Sozialstruktur und der Einschätzung der elterlichen Kompetenzen im Einklang mit anderen Studien, in denen Ärzt:innen einen Zusammenhang zwischen Gesundheitskompetenz und sozioökonomischem Status wahrnehmen [10]. Gleichzeitig basieren aber auch diese Bewertungen überwiegend auf einer subjektiven Fremdeinschätzung durch die Ärzt:innen und nicht auf objektiven Messungen [10]. Somit könnte auch die im vorliegenden Fall beobachtete Assoziation durch potenzielle Fehleinschätzungen beeinflusst sein.
Im Hinblick auf die Zusammenhänge zwischen den Beratungsprioritäten der KJÄ und deren Einschätzung der elterlichen Kompetenzen lassen sich zudem aus statistischer Sicht keine Kausalität und keine Wirkrichtung ableiten. So ist es beispielsweise möglich, dass die KJÄ das Themenfeld Ernährung deshalb stark priorisieren, weil sie die elterliche Fähigkeit zur Umsetzung entsprechenden Wissens als vergleichsweise hoch einschätzen und daher einen größeren Beratungserfolg erwarten. Gleichsam ist auch denkbar, dass die KJÄ die elterlichen Kompetenzen höher bewerten, weil sie bereits selbst verstärkt zu Ernährungsthemen beraten und sich der Erfolg dieser Beratung in höheren elterlichen Kompetenzen wiederspiegelt.
Die Rücklaufquote von 25,6 % könnte Einschränkungen in der Repräsentativität der Stichprobe vermuten lassen; demografisch und strukturell zeigt sich die Zufallsstichprobe jedoch als grundsätzlich vergleichbar mit der Gesamtpopulation der im Bundesarztregister erfassten KJÄ, insbesondere hinsichtlich Alter, Geschlecht, KV-Region, Beschäftigungsverhältnis und Niederlassungsform, wenngleich in der vorliegenden Stichprobe ein leichtes Überverhältnis von jüngeren und weiblichen KJÄ sowie Berufsausübungsgemeinschaften besteht [9].

Fazit

  • KJÄ setzen in der Beratung bzgl. Übergewicht und Adipositas klare Schwerpunkte auf Bewegung und Ernährung. Medienkonsum und Schlaf werden – trotz vermuteter elterlicher Defizite – häufig geringer priorisiert.
  • Elterliche Kompetenzen werden insgesamt eher niedrig eingeschätzt; insbesondere in der Umsetzung und Aufrechterhaltung gesunder Verhaltensweisen und im Themenfeld Medienkonsum.
  • Die Beratungsinhalte werden größtenteils unabhängig von den elterlichen Kompetenzen priorisiert. Dies spricht einerseits für eine gleichbleibende, unvoreingenommene Versorgung, könnte jedoch andererseits darauf hinweisen, dass die Beratung im Praxisalltag nur begrenzt auf die spezifischen Bedürfnisse einzelner Familien zugeschnitten werden kann.

Danksagung

Besonderer Dank gilt allen Kinder- und Jugendärzt:innen, die uns mit ihrer engagierten Teilnahme an der schriftlichen Befragung wertvolle Einblicke in die Versorgungspraxis eröffnet haben.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

Die Angaben zum Interessenkonflikt orientieren sich am Formular des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE). L. Mause gibt folgende Interessenerklärung ab: Zeitlich unbegrenzt: Jegliche Unterstützung für das vorliegende Manuskript (z. B. Finanzierung, Bereitstellung von Studienmaterialien, medizinisches Schreiben, Artikelbearbeitungsgebühren usw.): Innovationsauschuss des G‑BA, öffentliche Förderung des Gesamtprojekts frühstArt (Förderkennzeichen: 01NVF21105). In den letzten 36 Monaten: keine. S. Stock hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. Sie erklärt, dass für die letzten 36 Monate keinerlei Beziehungen, Tätigkeiten und Interessen offenzulegen sind, die mit dem Inhalt des Manuskripts in Zusammenhang stehen. N. Scholten gibt folgende Interessenerklärung ab: Zeitlich unbegrenzt: Jegliche Unterstützung für das vorliegende Manuskript (z. B. Finanzierung, Bereitstellung von Studienmaterialien, medizinisches Schreiben, Artikelbearbeitungsgebühren usw.): Innovationsauschuss des G‑BA, öffentliche Förderung des Gesamtprojekts frühstArt (Förderkennzeichen: 01NVF21105). In den letzten 36 Monaten: Zuschüsse oder Verträge: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Alle Untersuchungen der Studie frühstArt erfolgten gemäß nationalem Recht und der Deklaration von Helsinki. Die Studie wurde durch die Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln und der Ärztekammer Nordrhein positiv bewertet.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

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Titel
Kindliches Übergewicht und Adipositas
Ein relevanter Beratungsanlass in der kinderärztlichen Praxis?
Verfasst von
Laura Mause
Stephanie Stock
Prof. Dr. Nadine Scholten
Studiengruppe frühstArt
Publikationsdatum
12.12.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Monatsschrift Kinderheilkunde
Print ISSN: 0026-9298
Elektronische ISSN: 1433-0474
DOI
https://doi.org/10.1007/s00112-025-02322-6
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