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04.04.2018 | Kindliche Adipositas | Leitthema | Ausgabe 5/2018

Monatsschrift Kinderheilkunde 5/2018

Therapie der Adipositas mit realistischen Therapiezielen

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 5/2018
Autor:
PD Dr. S. Wiegand
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Koletzko, München
M. Wabitsch, Ulm

Zusammenfassung

Hintergrund

Die erfolgreiche Therapie der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen ist nicht nur von großer individueller Bedeutung (Verbesserung von Gesundheit und Lebensqualität, bessere Entwicklungschancen, Vermeiden von Stigmatisierung), sondern hat langfristig auch erhebliche (gesundheits-)ökonomische Auswirkungen.

Fragestellung

Betroffen sind mehrheitlich Kinder ab dem Schulalter; eine schwierige soziale Lage und ein Migrationshintergrund erhöhen das Risiko. Der Anteil der genetischen Disposition an der Gewichtsentwicklung bei Kindern ist größer als bei Erwachsenen. Die Fragen „Wer ist schuld?“ und „Was muss verändert werden?“ erfordern deshalb eine systematische Problemanalyse und differenzielle Therapieplanung. Auf der Grundlage der aktuellen Evidenz werden realistische Therapieziele diskutiert.

Ergebnisse

Die erfolgreiche Therapie der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen ist – abgesehen von wenigen Ausnahmen (syndromale Adipositas, extreme Adipositas bei Jugendlichen) – im Rahmen von multiprofessionellen Lifestyle-Interventionen möglich. Diese streben eine Verbesserung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens sowie des Selbstbewusstseins und der Stressbewältigung an. Die aktive Beteiligung der Familie ist unbedingt notwendig. Eine geringe nachhaltige Wirkung kann in aktuellen Übersichten gezeigt werden, allerdings werden Risikofamilien seltener erreicht.

Schlussfolgerung

Durch eine differenzielle Therapieplanung unter Berücksichtigung der Ressourcen der Familien soll der Behandlungserfolg verbessert werden. Dazu kann eine Modularisierung der Schulungsprogramme beitragen. Die Therapieziele müssen über die alleinige Gewichtsreduktion hinaus die Reduzierung von Komorbidität und die Verbesserung von gesundheitsbezogener Lebensqualität berücksichtigen. Gesundheitsfördernde Umgebung (Setting-Ansatz) und Vermeidung von Stigmatisierung für Betroffene als mittelbare Ziele würden ein sinnvolles Gesamtkonzept abrunden.

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