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05.08.2020 | Kindliches Asthma | Leitthema | Ausgabe 11/2020

Monatsschrift Kinderheilkunde 11/2020

Prävention von Asthma im Kindesalter. Was bedeutet der Bauernhofeffekt für die Praxis?

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 11/2020
Autoren:
Dr. N. Maison, S. Pechlivanis, Dr. E. von Mutius
Wichtige Hinweise

Redaktion

G. Hansen, Hannover

Zusammenfassung

Asthma im Kindesalter tritt weltweit mit zunehmender Prävalenz auf. Insbesondere die Industrienationen sind von dieser Entwicklung betroffen. Die Komplexität der Erkrankung, deren Genese von zahlreichen endogenen und exogenen Faktoren abhängt, erschwert die Entschlüsselung der Ursachen dieser beunruhigenden Entwicklung. Seit Entstehung der Hygienehypothese vor etwa 30 Jahren, die den Rückgang der mikrobiellen Stimulation durch Infektionen als Risikofaktor postulierte, wurden zahlreiche Einflussfaktoren untersucht. In groß angelegten Bauernhofstudien konnten Stallhaltung von Tieren und Konsum von unbehandelten Milchprodukten als präventive Faktoren identifiziert werden. Als zugrunde liegender Pathomechanismus wurden eine Stimulation und Regulation des Immunsystems in seiner prä- und postnatalen Entwicklung durch mikrobielle Vielfalt, Allergen- und Endotoxinexposition sowie durch die besondere Zusammensetzung der unbehandelten Kuhmilch beschrieben. Während die Exposition gegenüber protektiven Substanzen in der Umwelt aufgrund der zahlreichen Komponenten und der schwierigen Umsetzbarkeit noch keinen Einzug in den klinischen Alltag gefunden hat, spielen die Erkenntnisse zu un- oder teilbehandelten Milchprodukten eine zunehmende Rolle als mögliche Strategien in der Prävention des Asthmas im Kindesalter.

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