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20.02.2018 | Originalien | Ausgabe 10/2018

Der Unfallchirurg 10/2018

Kirschner-Draht-Osteosynthese bei Frakturen im Kindesalter: Drähte versenken oder nicht?

Ergebnisse einer Umfrage zur Versorgungsrealität in Deutschland

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 10/2018
Autoren:
PD Dr. D. Schneidmueller, M. Kertai, V. Bühren, C. von Rüden
Wichtige Hinweise

Redaktion

W. Mutschler, München
H. Polzer, München
B. Ockert, München

Zusammenfassung

Einleitung

Die Kirschner(K)-Draht-Osteosynthese gehört zu den Standardverfahren zur Stabilisierung suprakondylärer Humerusfrakturen und distaler Radiusfrakturen im Kindesalter und kann in epikutaner oder subkutaner Technik durchgeführt werden. Die Vorteile der epikutanen Technik liegen u. a. in der Effizienz (Kosten, Aufwand) und dem Verzicht auf eine zweite Narkose zur Metallentfernung. Dagegen stehen die Befürchtung einer höheren Infektionsrate sowie einer psychischen Traumatisierung der Kinder durch äußerlich sichtbare Drähte.

Methodik

Im Rahmen einer webbasierten Umfrage innerhalb der DGU (Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie), DGOU (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie), DGOOC (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie) sowie der Sektion Kindertraumatologie der DGU (SKT) sollte die aktuelle Versorgungsrealität in Deutschland abgefragt werden. Dabei sollten Gründe für und wider die Anwendung einer Technik erfasst sowie die Notwendigkeit einer klinischen Studie überprüft werden. Daneben wurde eine Kostenanalyse beider Methoden durchgeführt. Die Ergebnisse wurden zusammenfasst und anschließend im Kontext der vorhandenen Literatur diskutiert.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 710 Fragebögen ausgewertet. Der überwiegende Anteil der Befragten war in einer Klinik und hier in einer Abteilung für Unfallchirurgie tätig (80 %). Die subkutane Technik überwog bei beiden Frakturen (suprakondyläre Humerusfraktur: 73 %; distale Radiusfraktur: 69 %), wobei hier ein relevanter Unterschied abhängig von der Berufsgruppe verzeichnet werden konnte. Hauptgrund für die subkutane Technik war eine beobachtete höhere Infektionsrate bei der epikutanen Technik oder die Angst davor.

Schlussfolgerung

In Deutschland wird die überwiegende Anzahl an Drähten aus Angst vor einer Infektion unter der Haut versenkt. Daneben spielen weitere Einflussfaktoren wie Schmerzen oder traditionelles Vorgehen eine wesentliche Rolle. Im Hinblick auf die Ergebnisse internationaler Studien sowie einer möglichen Verbesserung der Versorgungseffizienz und der Vermeidung einer zweiten Narkose sollte eine multizentrische klinische Studie beide Techniken miteinander vergleichen.

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