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Status quo zur Nachhaltigkeit im Rettungsdienst. Eine bundesweite Erhebung

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Der Klimawandel wird als eine der größten Bedrohungen der Menschheit angesehen. Das Gesundheitswesen trägt einen nicht unerheblichen Beitrag zu den Treibhausgasemissionen bei. Nachhaltigkeit im Rettungsdienst spielt jedoch erst seit einigen Jahren eine relevante Rolle.

Ziel

Mit dieser Studie möchten wir die Nachhaltigkeit im Rettungsdienst evaluieren.

Methode

214 ÄLRD wurden kontaktiert und gebeten, eine webbasierte Onlineumfrage zur Nachhaltigkeit im Rettungsdienst durchzuführen. Die Teilnehmer wurden beispielsweise zur Verwendung und Entsorgung von Ein- und Mehrwegartikeln, zur Nutzung alternativer Energien und zur Digitalisierung befragt.

Ergebnisse

Von 214 ÄLRD haben 94 (44 %) an der Umfrage teilgenommen. Unter 5 % der Rettungsdienstbereiche beschäftigen Nachhaltigkeitsbeauftragte. Die Nutzung von Einmalartikeln dominiert mit etwa 90 %. Eine digitale Einsatzdokumentation erfolgt in 75 % der Rettungsdienstbereiche. Alternative Antriebe bei Rettungsdienstfahrzeugen sind kaum verbreitet.

Diskussion

Obwohl in verschiedenen Rettungsdienstbereichen prinzipiell ein Umweltbewusstsein zu bestehen scheint, mangelt es hier an der Durchsetzung konkreter Maßnahmen. Die Nutzung von Mehrwegartikeln, Recycling und alternative Antriebe bieten Ansatzpunkte zur Optimierung.

Fazit

Bereits existierende Konzepte aus dem Gesundheitswesen können als Vorlage zur Umsetzung des Umweltschutzes im Rettungsdienst genutzt werden. Nicht zuletzt ist die politische Unterstützung zur Umsetzung dieser Maßnahmen unabdingbar, damit der Rettungsdienst seinen Beitrag zum Umweltschutz beitragen kann.

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen in der Online-Version dieses Artikels (https://doi.org/10.1007/s10049-025-01579-4), die den zugrunde liegenden Fragebogen enthält. Bitte scannen Sie den QR-Code.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
ÄLRD
Ärztliche Leitung Rettungsdienst
CO2
Kohlenstoffdioxid
EMS
Emergency Medical Service
NHS
National Health Service (Großbritannien)
NRW
Nordrhein-Westfalen
RTW
Rettungstransportwagen

Einleitung

Der Klimawandel wird als eine große Bedrohung für den Menschen und dessen Gesundheit angesehen [13]. Vor allem der Anstieg der Temperatur [4], zunehmende Luftverschmutzung und die Ausbreitung infektiöser Erkrankungen [5] beeinträchtigen die Gesundheit der Menschen, wodurch das Gesundheitswesen zusätzlich belastet wird. Im Oktober 2019 rief der Weltärztebund den Klimanotstand aus und forderte eine Klimaneutralität bis 2030, um gesundheitliche Schäden für den Menschen zu minimieren [6]. Auch der Deutsche Ärztetag im November 2021 befasste sich mit Klimaschutzmaßnahmen im Gesundheitsschutz [7].
Den Akteuren im Gesundheitswesen steht dabei eine besondere Verantwortung zu, sich für Klimaschutz einzusetzen, um so die Gesundheit der Bevölkerung vor den Auswirkungen des Klimawandels schützen zu können [5]. Der Deutsche Ärztetag 2021 beschreibt es als ärztliche Pflicht, die Auswirkungen des Klimawandels zu benennen und Maßnahmen zu treffen, diese für den Menschen zu minimieren [7].
Auch das Ziel, den Verbrauch von fossilen Brennstoffen wie Gas, Kohle oder Öl zu senken, macht den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zunehmend wichtiger. Da das Gesundheitswesen durch hauptsächlich einzeln verpackte Einwegprodukte eine enorme Abfallmenge produziert, ist hier ein hohes Handlungspotenzial vorhanden.
Die begonnene Energietransformation hin zu erneuerbarer Energie und der gleichzeitig steigende Strombedarf aufgrund zunehmender und erforderlicher Digitalisierung bedürfen zum Beispiel einer Planung für den Einsatz alternativer Energieerzeuger an den eigenen Standorten.

Rettungsdienst

Bislang spielt das Thema Nachhaltigkeit für den Rettungsdienst in Deutschland kaum eine Rolle. Dabei trägt der Rettungsdienst als Teil des Gesundheitswesens nicht zu vernachlässigend zu Treibhausgasemission und Abfallproduktion bei. Die im Rettungsdienst tätige Hilfsorganisation Malteser Hilfsdienst ist seit 2020 im Deutschen Nachhaltigkeitskodex als Gesamtunternehmen vertreten [8]. In deren Bericht werden die ökologische Nachhaltigkeitsstrategie und die Aufschlüsselung der Klimabilanz genannt [8].

Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen war im Jahr 2016 für etwa 2 % [9] der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Mittlerweile sind es ca. 4,4 % [10] der globalen Emissionen von Treibhausgasen wie unter anderem Kohlenstoffdioxid (CO2). In Deutschland trägt das Gesundheitswesen mit ca. 5,2 % [4] zu den Treibhausgasemissionen bei. Allein der Treibhausgasausstoß in Krankenhäusern liegt bei ca. 24 % des gesamten Gesundheitswesens [11]. Vor allem Operationen tragen mit 146– 232 kg Treibhausgasen (u. a. CO2) pro Operation zu diesem hohen Wert bei [12]. Pro Patienten werden täglich bis zu 1000 l Wasser verbraucht [11].
Der National Health Service (NHS) des Vereinigten Königreichs äußerte im Oktober 2020 [10] das Ziel, als erstes Gesundheitssystem weltweit bis ins Jahr 2045 [13] klimaneutral zu werden. Dabei sollen alle Treibhausgasemissionen, auch aus Produktion, Entsorgung und Mobilität, reduziert werden [10]. Zudem hat der NHS Vorschläge für Arztpraxen zusammengesellt für eine nachhaltige Arbeitsweise [2, 14].
Im Gesundheitswesen in Deutschland sind in den letzten Jahren erste Ansätze in Krankenhäusern und Arztpraxen erfolgreich umgesetzt worden. Beispielsweise startete der Medizinproduktehersteller ETHICON 2020 [17, 18] ein Projekt zum Recycling von Operations(Op.)-Einweginstrumenten [15]. Für Krankenhäuser wurden die Projekte „KLIK – Klimamanager für Kliniken“ und „KLIK Green“ ins Leben gerufen, um CO2-Äquivalente zu vermeiden und Energiekosten zu senken [16]. Zudem stellt die Organisation „Health for future Hamburg“ für Arztpraxen ein frei zugängliches Handbuch „Grüne Praxen“ zur Verfügung, darin werden Möglichkeiten dargestellt, um die eigene Praxis nachhaltig auszurichten [12].

Ziel der Studie

Mit dieser Onlineumfrage sollen der Status quo zum Thema Nachhaltigkeit, Abfallvermeidung und Umweltschutz im Rettungsdienst und das Bewusstsein dafür innerhalb der Rettungsdienste abgebildet werden.

Methode

Im Zeitraum vom 28.03.2022 bis 20.05.2022 wurden bundesweit 214 Ärztliche Leitungen Rettungsdienst (ÄLRD) per E‑Mail angeschrieben und gebeten, einen webbasierten Onlinefragebogen zum Thema Nachhaltigkeit im Rettungsdienst auszufüllen. Nach einem erklärenden Vorwort bestand die Möglichkeit, 17 Fragen zu beantworten.
Der Fragebogen wurde zuvor von 4 ÄLRD und einem Studenten für Rescue Engineering getestet. Änderungsvorschläge wurden konsentiert und entsprechend implementiert.
Themen des Fragenbogens waren neben demografischen Daten zu den Rettungsdienstbereichen der teilnehmenden ÄLRD die Bereiche Rettungsdienstpersonal, Einweg- vs. Mehrwegartikel, alternative Energien und die Digitalisierung der Einsatzdokumentation. Die Fragen konnten mit Einzelauswahl, in Mehrfachauswahl und mit einer Skala von 0 (trifft nicht zu) bis 100 (trifft voll zu) beantwortet werden. Abschließend bestand für die teilnehmenden ÄLRD die Möglichkeit, Vorschläge und eigene Projekte für einen nachhaltigen Rettungsdienst im Freitext zu nennen.
Die Antworten konnten ohne Angabe persönlicher Daten gegeben werden. Für die vollständige Auswertung waren 14 Fragen verpflichtend zu beantworten. Die Ergebnisse wurden anschließend mit Microsoft® Excel 2010 statistisch ausgewertet und tabellarisch dargestellt.

Ergebnisse

Die Rücklaufquote der Umfrage betrug rund 44 % der angeschriebenen ÄLRD mit einer Verteilung nach Bundesländern wie in Abb. 1 dargestellt.
Abb. 1
Verteilung der teilnehmenden ÄLRD nach Bundesländern ohne die „Nicht-angegeben“-Antworten, eigene Darstellung
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Demografische Daten

Mit jeweils n = 26 (28 %) kamen die meisten der antwortenden ÄLRD aus den Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen (NRW), gefolgt von Brandenburg mit n = 15 (17 %). Zwei antwortende ÄLRD gaben das Bundesland nicht an. Aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg und Saarland gab es keine Rückläufer.
Die Antworten der ÄLRD entsprechen einer „versorgten Bevölkerung“ in den Rettungsdienstbereichen von n = 25.362.437 (30,47 %) Einwohnern bei einer Einwohnerzahl von n = 83.237.124 (Stand 31.12.2021 [19]) in Deutschland. Hierbei ist anzumerken, dass die Möglichkeit besteht, dass mehrere ÄLRD aus denselben Rettungsdienstbereichen den Fragebogen beantwortet haben und es so zu einer Abweichung zwischen tatsächlicher Einwohnerzahl des Bundeslands und der durch die teilnehmenden ÄLRD „versorgten Bevölkerung“ kommen kann. Dies zeigt Tab. 1 unter anderem am Bundesland Hessen.
Tab. 1
Auswertung der Einwohnerzahlen der Rettungsdienstbereiche nach Bundesländern (Quelle Einwohnerzahlen [19])
 
Einwohnerzahl
Bundesland
Umfrage
Tatsächlich
Bayern
420.300 (1,66 %)
13.176.989
Brandenburg
1.574.892 (6,21 %)
2.537.868
Bremen
569.352 (2,24 %)
676.463
Hessen
7.696.395 (30,35 %)
6.295.017
Mecklenburg-Vorpommern
465.773 (1,84 %)
1.611.160
Niedersachsen
1.348.574 (5,32 %)
8.027.031
Nordrhein-Westfalen
8.568.644 (33,78 %)
17.924.591
Rheinland-Pfalz
1.450.100 (5,72 %)
4.106.485
Sachsen
751.438 (2,96 %)
4.043.002
Sachsen-Anhalt
399.854 (1,58 %)
2.169.253
Schleswig-Holstein
1.350.000 (5,32 %)
2.922.005
Thüringen
239.106 (0,94 %)
2.108.863
Nicht angegeben
528.009 (2,08 %)
Gesamt
25.362.437 (30,47 %)
83.237.124
Die Geografie der Rettungsdienstbereiche stellt sich größtenteils als eine Mischung aus städtisch und ländlich geprägten Rettungsdienstbereichen dar, n = 41 (43,62 %). Als überwiegend städtisch geprägt gaben n = 32 (34,04 %) der ÄLRD ihren Rettungsdienstbereich an und als überwiegend ländlich n = 21 (22,34 %).

Rettungsdienstpersonal

In der ersten Frage zum Personal in den Rettungsdienstbereichen wurde abgefragt, ob Beauftragte für Nachhaltigkeit/Umweltschutz/„Planetary Health“ beschäftigt werden. Damit ist nicht der Umweltschutz zur Gefahrenabwehr bei Feuerwehrlagen gemeint. Dies wurde in n = 4 (4,26 %) mit Ja beantwortet.
Ein Schulungsangebot für Mitarbeitende im Rettungsdienst zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz existiert in n = 5 (5,32 %).
Angebote wie etwa Vergünstigungen bei ÖPNV-Tickets oder ein Fahrradleasing für Mitarbeitende werden in n = 63 (67,02 %) der Rettungsdienstbereiche angeboten. Tab. 2 stellt die Ergebnisse zum Rettungsdienstpersonal dar.
Tab. 2
Auswertung Fragen zur Nachhaltigkeit, z. T. abweichende Anzahl antwortender ÄLRD
 
Ja (%)
Nein (%)
Geplant (%)
Weiß nicht (%)
Anzahl antwortender ÄLRD
Beauftragter für Nachhaltigkeit bzw. Umweltschutz
4 (4,26)
88 (93,62)
2 (2,13)
94
Schulungen für Mitarbeiter zu Nachhaltigkeit
5 (5,32)
84 (89,36)
5 (5,32)
94
Mitarbeiterangebote (z. B. ÖPNV-Ticket etc.)
63 (67,02)
21 (22,34)
4 (4,26)
6 (6,38)
94
Alternative Fahrzeugantriebe in Notfallrettung/Krankentransport (Mehrfachantworten möglich)
1 (1,08)
Hybrid: 1 (1,08)
91 (97,84)
5 (5,38)
93
Elektro: 0 (0,0)
Wasserstoff: 0 (0,0)
Alternative Fahrzeugantriebe in Verwaltung/Materialtransport (Mehrfachantworten möglich)
47 (40,9)
Hybrid: 17 (18,28)
47 (50,5)
8 (8,60)
93
Elektro: 28 (30,11)
Wasserstoff: 2 (2,15)
Alternative Energieerzeuger auf den Wachen (z. B. solar)
21 (22,58)
62 (66,67)
10 (10,75)
93
Digitale Einsatzdokumentation
65 (75,58)
8 (9,30)
13 (15,12)
86
Digitale Übertragung von Einsatzprotokollen an Kliniken
38 (44,19)
24 (27,91)
24 (27,91)
86
Digitale Unterzeichnung von Transportscheinen
17 (19,77)
54 (62,79)
15 (17,44)
86
Regelmäßiger Einsatz von Faxgeräten
41 (47,67)
45 (52,33)
86
Entsorgung von Einmalartikeln (Kunststoffe) ohne Kontamination werden nach Wertstoff getrennt
11 (11,83)
75 (80,65)
7 (7,53)
93

Einwegartikel vs. Mehrwegartikel

Um die Nutzung von Medizinprodukten im Rettungsdienstalltag darzustellen, wurden exemplarisch neun Medizinprodukte zur Auswahl gestellt. Für diese Medizinprodukte konnte ausgewählt werden, ob diese nach dem Einsatz entsorgt oder nach dem Einsatz aufbereitet und wiederverwendet werden. Von den aufgeführten Medizinprodukten werden n = 82,44 (88,65 %) als Einmalartikel genutzt. Tab. 3 stellt die Auswertung dar.
Tab. 3
Auswertung Nutzung von Einweg- bzw. Mehrwegmedizinprodukten
Medizinprodukt
Einmal (%)
Mehrweg (%)
Weiß nicht (%)
Guedel‑/Wendl-Tubus
91 (97,85)
2 (2,15)
0 (0,0)
Beatmungsmaske
89 (95,70)
4 (4,30)
0 (0,0)
Beatmungsbeutel
87 (93,55)
6 (6,45)
0 (0,0)
Spatel (Laryngoskop)
77 (82,80)
15 (16,13)
1 (1,08)
Spatel (Videolaryngoskop)
62 (66,67)
27 (29,03)
4 (4,30)
Zervikalstütze
83 (89,25)
8 (8,60)
2 (2,15)
Beckengurt/-schlinge
86 (92,47)
6 (6,45)
1 (1,08)
Laken
83 (89,25)
10 (10,75)
0 (0,0)
Wärmedecke (passiv)
84 (90,32)
7 (7,53)
2 (2,15)
Gesamt
82,44 (88,65)
9,44 (10,16)
1,11 (1,19)
Abweichende Anzahl antwortender ÄLRD n = 93
Als weiterer Aspekt wurde abgefragt, wie die Entsorgung von Einmalartikeln aus Kunststoffen ohne Kontamination durchgeführt wird. Diese werden in n = 75 (80,65 %) der Rettungsdienstbereiche im Restmüll/Hausmüll entsorgt. Tab. 2 zeigt die Auswertung der Entsorgung.

Alternative Fahrzeugantriebe

Für die beiden Fragen zu alternativen Fahrzeugantrieben waren Mehrfachauswahlen möglich.
Fahrzeuge in Notfallrettung und Krankentransport mit alternativen Antrieben sind kaum vertreten, lediglich in n = 1 (1,08 %) der Rettungsdienstbereiche (dieser in Hessen) sind Rettungsdienstfahrzeuge mit Hybridantrieb im Einsatz. In n = 5 (5,38 %) der Rettungsdienstbereiche ist hierfür die Einführung alternativer Antriebe geplant. Für Verwaltung und Materialtransport der Rettungsdienstträger sind bereits in n = 47 (50,54 %) der Rettungsdienstbereiche Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Einsatz. Geplant ist eine Einführung alternativer Antriebe in n = 8 (8,60 %) der Rettungsdienstbereiche. Tab. 2 stellt die Aufteilung der Antriebsarten dar.
Zudem wurde auch der Einsatz von Energieerzeugern auf den Rettungswachen abgefragt. Dabei werden in n = 21 (22,58 %) der Rettungsdienstbereiche alternative Energieerzeuger wie beispielsweise Solaranlagen eingesetzt. Für n = 10 (10,75 %) ist eine Umsetzung in Zukunft geplant. Tab. 2 stellt die Auswertung der Energieerzeuger auf den Rettungswachen dar.

Digitalisierung

Die Fragen zur Digitalisierung waren nicht verpflichtend für die Auswertung. Daher ergibt sich eine Rücklaufquote für diese Fragen von n = 86 (40,19 %).
Die digitale Dokumentation der Rettungsdiensteinsätze ist in n = 65 (75,58 %) der antwortenden Rettungsdienstbereiche umgesetzt. Eine digitale Übertragung der Einsatzprotokolle an die aufnehmenden Kliniken ist in n = 38 (44,19 %) der Rettungsdienstbereiche möglich. Im Vergleich dazu ist die digitale Unterzeichnung der Transportscheine am seltensten. Lediglich in n = 17 (19,77 %) der Rettungsdienstbereiche findet dies Anwendung. Für alle abgefragten Aspekte der Digitalisierung im Rettungsdienst zeigt sich ein deutlicher Anteil an geplanter Umsetzung. Tab. 2 zeigt diese Ergebnisse. Eine DSGVO-konforme Umsetzung ist gegeben.
Zusätzlich wurde der regelmäßige Einsatz von Faxgeräten, beispielsweise in der Verwaltung, abgefragt. Einen regelmäßigen Faxgeräteeinsatz gaben n = 41 (47,67 %) der teilnehmenden ÄLRD an. Tab. 2 zeigt das Ergebnis.

Zukunftsfragen

Abschließend wurden Fragen zur Entwicklung des Rettungsdiensts im Bereich der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes gestellt. Auch wurde das Bewusstsein der ÄLRD für die Wichtigkeit des Beitrags des Rettungsdiensts zu Umweltschutz erfragt. Zur Beantwortung dieser Fragen wurde eine Skala von 0 (trifft nicht zu) bis 100 (triff voll zu) für die teilnehmenden ÄLRD gewählt. Tab. 4 stellt das Ergebnis als arithmetisches Mittel mit Standardabweichung dar.
Tab. 4
Auswertung Zukunftsfragen zu Nachhaltigkeit im Rettungsdienst auf einer Skala von 0 (trifft nicht zu) bis 100 (trifft voll zu)
 
Skala von 0 (trifft nicht zu) bis 100 (trifft voll zu)
Standardabweichung
Ein nachhaltiger Rettungsdienst ist uns wichtig und muss zum Umweltschutz beitragen
70,396
± 24,67
Berücksichtigung der Nachhaltigkeit bei zukünftiger rettungsdienstlicher Strategieplanung
63,890
± 25,88
Das Thema Nachhaltigkeit könnte auch in Aus- und Fortbildung von Rettungsdienstpersonal sinnvoll sein
67,901
± 25,86
1‑Punkt-Abstände mit Standardabweichung, abweichende Anzahl antwortender ÄLRD n = 91. Eigene Darstellung

Freitext für Vorschläge

Nach Beendigung des Onlinefragebogens konnten die teilnehmenden ÄLRD in einem Freitextfeld Vorschläge und eigene Projekte für einen nachhaltigen Rettungsdienst nennen.
Ein Vorschlag eines teilnehmenden ÄLRD ist, Schulungen zur Nachhaltigkeit anzubieten und Möglichkeiten, wie beispielsweise Kunststoffe in separaten Mülleimer entsorgen, aufzuzeigen. Dazu würden auch Maßnahmen zu korrektem Lüften der Räumlichkeiten und leistungsorientierte Bezahlung oder andere Anreizkonzepte zählen, so ein teilnehmender ÄLRD.
Mehrere teilnehmende ÄLRD nannten die flächendeckende Einführung des Telenotarztes als Vorschlag, Einsatzfahrten und damit auch Kraftstoff sparen zu können.
Einige der teilnehmenden ÄLRD merkten an, dass eine ökologische und ökonomische Abwägung zwischen Einmalartikeln mit anschließendem Recycling und Mehrwegartikeln mit hygienischer Aufbereitung notwendig und sinnvoll sei. Dabei sei der Kostenfaktor bei Anschaffung und Aufbereitung, sowie die Logistik der Aufbereitungsinfrastruktur zu berücksichtigen. Zudem wurde vorgeschlagen, die Laufzeit von Medizintechnik und Ausrüstung, soweit medizinisch sinnvoll, zu verlängern.
Die teilnehmenden ÄLRD nannten alternative Antriebsarten in Rettungsdienstfahrzeugen als Möglichkeit. den Rettungsdienst nachhaltiger zu gestalten. Die begrenzte Reichweite, vor allem problematisch im ländlichen Raum, sowie fehlende Ladeinfrastruktur werden für Elektrorettungstransportwagen (RTW) als kritisch bewertet.
Als Gründe für eine erschwerte Etablierung des Themas Nachhaltigkeit im Rettungsdienst nannten teilnehmende ÄLRD die Vielzahl anderer anstehender Themen und die fehlende Kostendeckung für eigene Projekte. Zudem bedarf es politischer Weichenstellungen für Umsetzungen, so ein teilnehmender ÄLRD.

Diskussion

Mit unserer Studie konnte der aktuelle Status quo zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Rettungsdienst ermittelt werden.

Bewusstsein geschaffen

Die Umfrage zeigt, dass das Bewusstsein für die Wichtigkeit eines nachhaltigen Rettungsdiensts und dessen Beitrag zum Umweltschutz vorhanden ist.
Eine Umfrage unter Kinder- und Jugendärzten in Deutschland ergab, dass das Bewusstsein für den relevanten Einfluss des Klimawandels auf die Gesundheit durchaus vertreten ist [5]. Allerdings gaben etwa 76 % der Befragten an, bislang keine Maßnahmen zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit durchzuführen mit Zeitmangel als Begründung [5].
Vergleichend dazu ist laut einer deutschen Studie die Bereitschaft unter ambulant tätigen Ärzten zur Umsetzung klimafreundlicher Maßnahmen höher, als es die Ergebnisse unserer Befragung zeigen [20].

Maßnahmen

Eine Möglichkeit, dieses Bewusstsein im Rettungsdienst zu verstärken, bot sich Anfang Juni 2023 im Rahmen des CleanMed-Berlin-Kongresses in Berlin von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit [21]. Bei diesem erstmalig stattfindenden Kongress wurden in verschiedenen Vorträgen die Relevanz des Klimaschutzes im Gesundheitswesen sowie daraus resultierende Maßnahmen vorgestellt [21].
Neben dem Umdenken unter den Mitarbeitern der Rettungsdienste ist auch ein politisches Umdenken erforderlich, um notwendige Maßnahmen flächendeckend und verpflichtend einzuführen. Trotzdem kann jeder Mitarbeiter bereits seinen Beitrag für einen nachhaltigen Rettungsdienst leisten. Mitarbeitende im Rettungsdienst können mit einfachen, weniger zeitintensiven Maßnahmen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Als Anstoß für Akteure im Gesundheitswesen kann beispielsweise das Projekt Klimaretter – Lebensretter genutzt werden. Hier werden Möglichkeiten vorgestellt, wie CO2 eingespart werden kann [22]. Die Teilnahme ist als Einzelperson, aber auch als Unternehmen möglich.
Der Berufsverband Deutscher Anästhesisten und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin haben Handlungsempfehlungen veröffentlicht, mit denen Mitarbeitende der Anästhesie und der Intensivmedizin CO2 einsparen können [23].
Eine Umsetzung von klimafördernden Maßnahmen kann durch verschiedene Trägerstrukturen, Leistungserbringer etc. erschwert sein. Die Gegenfinanzierung des Rettungsdiensts erfolgt durch die Krankenkassen als Kostenträger. Hier ist in Zukunft zu klären, wie ggf. zusätzlich anfallende Kosten zur Förderung der Nachhaltigkeit finanziert werden können.

Mehrweg oder Einwegartikel

Einmalartikel finden häufig/überwiegend Anwendung im Einsatzgeschehen des Rettungsdiensts. Grund dafür sind Vorgaben zur Sterilität medizinischer Produkte und eine meist kostengünstigere Anschaffung, wodurch täglich eine große Menge Abfall entsteht, der häufig im Restmüll/Hausmüll entsorgt wird. Eine begleitende Studie der Autorengruppe zeigt das Recyclingpotenzial von Verbrauchsmaterialien aus Rettungsdiensteinsätzen, welche nach Wertstoffen getrennt dem Recyclingprozess zugeführt werden könnten. Wichtig erscheint die Rückführung von Wertstoffen in den Recyclingkreislauf, wenn sie denn als Einmalartikel verwendet werden [24]. Hier sollte jedoch im Einzelfall eine mögliche Kontamination geprüft und eine Erregerverschleppung vermieden werden.

Digitalisierung

Mit Einführung mobiler Einsatzdatenerfassung kann anfallendes Papier gespart werden.

Fahrzeuge

Rettungstransportwagen mit Elektroantrieb sind bereits auf dem Markt erhältlich. Am Beispiel der Stadt Essen konnte die Integration eines Notarzteinsatzfahrzeugs mit Elektroantrieb gezeigt werden.

Schlussfolgerung

Ein Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit im Rettungsdienst ist teilweise gegeben, allerdings ist die Bereitschaft, dies zukünftig zu berücksichtigen, scheinbar vor allem von finanziellen Faktoren abhängig. Um eine Steigerung dieses Bewusstseins zu ermöglichen, sind informative, interdisziplinäre Veranstaltungen wie etwa CleanMed-Berlin hilfreich. Bei der Digitalisierung ist eine hohe Planungsbereitschaft zur künftigen Umsetzung erkennbar. Damit der Rettungsdienst seinen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten kann, ist ein Umdenken nicht nur bei den Rettungsdienstträgern, sondern im gesamten Rettungsdienstbereich erforderlich. Existierende Konzepte aus dem Gesundheitswesen sollten als Vorlage zur Erarbeitung auf den Rettungsdienst passender Konzepte für Nachhaltigkeit und Umweltschutz angewendet werden. Daraus können sich auch Kooperationen mit Krankenhäusern, wie beispielsweise für Abfallentsorgung oder Ladeinfrastruktur für E‑RTW ergeben.
Darüber hinaus können auch Arbeitsabläufe in der Verwaltung – durch Digitalisierung und eine Umstellung von deren Fuhrpark auf alternative Antriebe – nachhaltiger und umweltschonender gestaltet werden.
Weitere Studien können hierfür Ansatzmöglichkeiten darstellen. Beispielsweise wurde das Recyclingpotenzial von Verbrauchsmaterialien aus Rettungsdiensteinsätzen in einer weiteren Studie von der Autorengruppe untersucht [24].

Limitationen

Limitierend war die niedrige Rücklaufquote der angeschriebenen ÄLRD. Zudem haben nicht alle teilnehmenden ÄLRD sämtliche Fragen vollständig bearbeitet. Dadurch kommt es in der Auswertung zu unterschiedlichen prozentualen Anteilen einzelner Ergebnisse. Eine mögliche Verzerrung der Ergebnisse durch eine selektive Teilnahme (Motivation/Interesse für das Thema) kann nicht ausgeschlossen werden. Eine Antwortdominanz aus NRW und Hessen könnte zudem auf regionale Schwerpunkte hinweisen. Es könnten zudem auch ÄLRD aus demselben ihnen zugewiesenen Rettungsdienstbereich an der Umfrage teilgenommen haben.

Fazit für die Praxis

Nachhaltige Strukturen im Rettungsdienst …
  • sind noch nicht etabliert und
  • sollten im Hinblick auf die Klimakrise und einen drohenden Ressourcenmangel gefördert werden.

Förderung

Die Studie wurde nicht finanziell unterstützt

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

T. Franke, B. Türk, L. Willmann, B. Brune, S. Zeiger, M. Dudda und A. Nohl geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Die Autoren haben die Deklaration von Helsinki von 1975 (in der aktuellen, überarbeiteten Fassung) eingehalten. Ein Ethikvotum ist nicht erforderlich. Es haben keine Untersuchungen an Menschen oder Tieren stattgefunden.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Download
Titel
Status quo zur Nachhaltigkeit im Rettungsdienst. Eine bundesweite Erhebung
Verfasst von
Thomas Franke
Bilal Türk
Lars Willmann
Bastian Brune
Sascha Zeiger
Marcel Dudda
PD Dr. med. André Nohl
Publikationsdatum
10.07.2025
Verlag
Springer Medizin
Schlagwörter
Klimawandel
Notfallmedizin
Erschienen in
Notfall + Rettungsmedizin / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 1434-6222
Elektronische ISSN: 1436-0578
DOI
https://doi.org/10.1007/s10049-025-01579-4

Supplementary Information

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Bei Kopfschmerzen unklarer Ursache kann eine okuläre Sonografie früh Hinweise auf einen erhöhten Hirndruck liefern und damit die Entscheidung für eine Lumbalpunktion erleichtern. Bei einer 37-jährigen Frau führte diese zur Diagnose einer Varizella-zoster-Meningitis.

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