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2. Klinische Diagnostik

  • 2022
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die klinische Diagnostik seltener Lungenerkrankungen umfasst eine sorgfältige Eigenanamnese (Frage nach beruflichen und Umwelteinflüssen, Medikamenten, extrapulmonalen und systemischen Symptomen) und klinische Untersuchung, die sich nicht nur auf das Organ Lunge richten darf (Giemen, Knisterrasseln, Uhrglasnägel und Trommelschlägelfinger, Zeichen des Cor pulmonale). Auch andere Organe sind sorgfältig zu untersuchen (Haut, Gelenke, ZNS, Abdominalorgane), da Systemerkrankungen sich häufig an der Lunge manifestieren und sich ihre Ätiologie oft erst in Zusammenschau mit anderen Organerkrankungen erschließt. Der Schweregrad der Erkrankung wird in erster Linie durch die Lungenfunktion beurteilt, zur Mustererkennung und Ausdehnung ist eine (hochauflösende) Thorax-CT-Untersuchung fast immer erforderlich. Bei interstitiellen Lungenerkrankungen sind radiologische oder histopathologische Muster ohne detaillierte klinische Kenntnisse wenig hilfreich, sodass hier in vielen Fällen erst die multidisziplinäre Diskussion eine korrekte Diagnose ermöglicht.
Titel
Klinische Diagnostik
Verfasst von
Detlef Kirsten
Michael Kreuter
Felix JF Herth
Ulrich Costabel
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-63651-0_2
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