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Onkologische Aspekte der Behandlung pathologischer Frakturen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Pathologische Frakturen sind nicht nur ein einschneidendes Ereignis für den Tumorpatienten mit oft chirurgischem Versorgungsbedarf, sondern stellen häufig eine relevante Herausforderung im Gesamtkontext der onkologischen Versorgung dar.

Ziel der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es, die Notwendigkeit einer präinterventionellen interdisziplinären Abwägung von krankheits- und patientenspezifischen Charakteristika darzustellen.

Material und Methoden

Eine Literaturrecherche und Evaluation bestehender Leitlinien unter Einschluss der Stichwörter „Knochenmetastasen“ und „pathologische Frakturen“ wurden im Hinblick auf die onkologische und strahlentherapeutische Versorgung durchgeführt.

Ergebnisse

Eine wesentliche Einordnung des chirurgischen und anderweitigen Therapiebedarfs erfolgt durch die Identifikation von zugrunde liegender Erkrankung und Ausbreitungssituation. Bei tumorbedingt pathologischen Frakturen liegt meist eine palliative Therapiesituation vor. Nichtsdestotrotz müssen auch eine mögliche Oligometastasierung und eine steigende Zahl an effektiven Systemtherapien bei der Planung der operativen Versorgung berücksichtigt werden. Neben therapeutischen Notfallindikationen bei spinaler Kompression bzw. Hyperkalzämie sollten sowohl die additive Strahlentherapie als auch die ergänzende medikamentöse Osteoprotektion beachtet werden. Insbesondere die Strahlentherapie muss als effektives alternatives Mittel zur Symptom- und zur Tumorkontrolle berücksichtigt werden.

Schlussfolgerung

Die Aufarbeitung des facettenreichen onkologischen Therapiekontextes stellt eine interdisziplinäre Herausforderung dar, die idealerweise im Rahmen einer interdisziplinären Tumorkonferenz das weitere therapeutische Prozedere, einschließlich Frakturversorgung, innerhalb eines onkologischen Gesamtkonzepts klärt.
Titel
Onkologische Aspekte der Behandlung pathologischer Frakturen
Verfasst von
Dr. med. H. Eggers
Dr. med. J. Wichmann
PD Dr. med. M. Omar
Dr. med. F. Länger
PD Dr. med. P. Ivanyi
Publikationsdatum
13.07.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 9/2021
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00113-021-01051-1
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