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Chirurgische Therapie von Tumoren im Bereich des Ober- und Unterkiefers

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Zusammenfassung

Die heterogene Gruppe der Kopf-Hals-Tumoren zählt zu den häufigsten malignen Erkrankungen weltweit, wobei ein großer Teil von den Schleimhäuten der Mundhöhle ausgeht und in vielen Fällen die knöchernen Basen des Ober- und Unterkiefers betrifft. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Plattenepithelkarzinome, seltener kommen maligne Speicheldrüsentumoren, Sarkome oder metastatische Absiedlungen anderer maligner Tumoren vor. Je nach Lage und Ausdehnung der Tumoren kann es im Zuge der Krankheitsprogression zu ästhetischen und funktionellen Einbußen kommen, unter denen die Patienten sowohl körperlich als auch psychisch leiden. Die Therapie von Kopf-Hals-Tumoren i. Allg. und von den Kieferknochen infiltrierenden Tumoren im Speziellen hat sowohl die Erzielung einer dauerhaften Heilung der Erkrankung als auch eine möglichst vollständige Rehabilitation der Sprech- und Schluckfunktion zum Ziel. Hierzu dient neben einer leitlinienbasierten multimodalen Tumortherapie nach Diskussion im Rahmen eines interdisziplinären Tumorboards auch eine adäquate Rekonstruktion betroffener anatomischer Strukturen unter Berücksichtigung der individuellen Situation der betroffenen Patienten. Bei ausgedehnten Gewebedefekten stehen eine Reihe mikrovaskulärer Transplantate (freie Lappen) zur Rekonstruktion zur Verfügung, mit deren Hilfe sowohl Weichgewebe als auch Knochen und kombinierte Defekte versorgt werden und letztendlich in vielen Fällen eine vollständige Rehabilitation von Sprech- und Schluckfunktion erreicht werden kann.
Titel
Chirurgische Therapie von Tumoren im Bereich des Ober- und Unterkiefers
Verfasst von
Dr. med. Dr. med. dent. Julius Moratin
Dr. Dr. Christian Freudlsperger
Prof. Dr. Dr. Michael Engel
Prof. Dr. Dr. Oliver Ristow
Prof. Dr. Christian Mertens
Prof. Dr. Dr. Jürgen Hoffmann
Publikationsdatum
24.05.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 6/2022
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-022-00400-9
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