Therapie von Knorpelschäden am Kniegelenk
- 06.03.2026
- Knorpelverletzungen des Kniegelenks
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 06.03.2027
- Anzahl Versuche
- 2
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Fokale Knorpelschäden des Kniegelenks verursachen häufig chronische Beschwerden und bedürfen daher frühzeitiger Therapie. Begleitpathologien wie Achsabweichungen, Bandinstabilitäten oder Meniskusdefizite beeinflussen das Outcome knorpelregenerativer Verfahren entscheidend und müssen daher zwingend mitbehandelt werden. Kleine chondrale Defekte bis etwa 2 cm2 werden häufig primär mittels Knochenmarkstimulation (BMS) behandelt, bevorzugt als Mikrodrilling. Für Defekte von ca. 1–4 cm2 gilt die matrix-augmentierte Knochenmarkstimulation (m-BMS) als Standard mit besseren mittelfristigen Ergebnissen. Größere Defekte ab etwa 2 cm2 werden bevorzugt mittels matrix-assoziierter autologer Chondrozytentransplantation (m-ACT) versorgt und zeigen langfristig stabile Resultate. Osteochondrale Läsionen erfordern eine kombinierte Therapie von Knorpel und Knochen. Insgesamt folgt die Behandlung einem klaren Stufenkonzept unter Berücksichtigung von epidemiologischen Faktoren, Defektmorphologie, Begleitpathologien und strukturierter Rehabilitation.
Nach Lektüre dieses Beitrags …
- kennen Sie die relevanten Diagnoseschritte (klinisch und bildgebend) sowie die Kriterien, wann ein Knorpelschaden operativ behandelt werden sollte,
- können Sie die verfügbaren knorpelchirurgischen Verfahren (BMS [Knochenmarkstimulation], m‑BMS [Matrix-augmentierte Knochenmarkstimulation], m‑ACT [Matrix-assoziierte autologe Chondrozytentransplantation], OCT [osteochondrale Transplantation], MC [„minced cartilage“]) benennen und deren Prinzip sowie Unterschiede erklären,
- sind Sie in der Lage, je nach Defektgröße (chondral vs. osteochondral) und Patientenfaktoren (Alter, Achsfehlstellung, Begleitverletzungen) die geeignete Therapieoption auszuwählen,
- erkennen Sie, welche begleitenden Maßnahmen (z. B. Osteotomie bei Achsfehlstellung, Bandrekonstruktion, Meniskusersatz) für den Erfolg der Knorpeltherapie erforderlich sind, und können die Nachbehandlung entsprechend gestalten.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich und Schweiz: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt.