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01.05.2013 | Leitthema | Ausgabe 5-6/2013

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 5-6/2013

Körperliche und psychische Gewalterfahrungen in der deutschen Erwachsenenbevölkerung

 Ergebnisse der Studie zur Gesundheit von Erwachsenen in Deutschland (DEGS1)

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 5-6/2013
Autoren:
R. Schlack, J. Rüdel, A. Karger, H. Hölling
Wichtige Hinweise
Zusatzmaterial online: Zu diesem Beitrag sind unter 10.​1007/​s00103-013-1691-8 für autorisierte Leser zusätzliche Dateien abrufbar.

Zusammenfassung

Gewalterfahrungen sind von erheblicher Public-Health-Relevanz. Das Ziel des in die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) implementierten Gewaltscreenings war es, erstmalig in einem bundesweit repräsentativen Gesundheitssurvey Daten zu körperlicher und psychischer Gewalt in unterschiedlichen Sozialräumen (Partnerschaft, Familie, Arbeitsplatz, öffentlicher Raum) aus der Opfer- und Täterperspektive sowohl bei Männern als auch bei Frauen zu erheben. Die Studienpopulation bestand aus 5939 Teilnehmenden im Alter von 18 bis 64 Jahren. Körperliche Gewaltopfererfahrungen in den letzten 12 Monaten berichtete insgesamt etwa jeder 20. Teilnehmende, Männer signifikant häufiger als Frauen. Hinsichtlich der Häufigkeit von Tätererfahrungen körperlicher Gewalt (insgesamt 3,7  %) gab es keine signifikanten Geschlechtsunterschiede. Psychische Gewaltopfererfahrungen berichtete jeder fünfte, Tätererfahrungen psychischer Gewalt insgesamt jeder zehnte Teilnehmende. Frauen waren tendenziell häufiger Opfer, jedoch waren sie signifikant häufiger Täterinnen von körperlicher und psychischer Gewalt im häuslichen Bereich (Partnerschaft, Familie). Männer gaben dagegen häufiger an, am Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Raum sowohl Täter als auch Opfer gewesen zu sein. Junge Erwachsene von 18 bis 29 Jahren sowie Personen mit niedrigem Sozialstatus waren durchgängig häufiger von Gewalt betroffen, wobei es Ausnahmen hinsichtlich psychischer Gewalterfahrungen gab. Mehr als drei Viertel der Opfer von körperlicher Gewalt gaben an, dadurch in ihrem Befinden stark oder sehr stark beeinträchtigt zu sein, bei psychischer Gewalt waren dies ca. 60  %. Das Belastungserleben infolge körperlicher und psychischer Gewaltopfererfahrungen war bei Männern insgesamt deutlich höher, insbesondere bei häuslicher Gewalt (Partnerschaft, Familie). Frauen gaben insgesamt ein höheres Unrechtserleben nach Gewaltausübung an als Männer; hinsichtlich der Ausübung von Partnergewalt gab es hier jedoch keine Geschlechtsunterschiede.

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