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01.06.2017 | Kolorektalchirurgie | Leitthema | Ausgabe 7/2017

Der Chirurg 7/2017

Chirurgische Strategien zur „Pouch-Rettung“

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 7/2017
Autor:
Prof. Dr. A. J. Kroesen

Zusammenfassung

Die restaurative Proktokolektomie mit ileo-J-Pouch-analer/-rektaler Rekonstruktion hat sich zum Goldstandard der chirurgischen Therapie der Colitis ulcerosa entwickelt. Trotz einer dramatischen Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Patienten, muss die ileo-J-Pouch-anale Rekonstruktion in ca. 5–10 % aller Patienten wieder aufgegeben werden. Die Gründe hierfür sind chronische Pouchitis, Inkontinenz, sekundäre Diagnose eines M. Crohn, Fisteln, schwere chirurgische Komplikationen, zu lang belassener Rektumstumpf, Fisteln, chronischer Abszess und chirurgisch technische Fehler. Nicht in allen Fällen bedeutet dies generell das Versagen der Methode. Anhand der Literatur und des eigenen Krankengutes von insgesamt 887 Fällen werden Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Eine Korrektur, Fistelverschluss und in Einzelfällen auch eine komplette Pouch-Neuanlage können in ca. 75 % aller Fälle eine gute Pouch-Funktion wiederherstellen. Verschiedene Indikationen, Techniken und Ergebnisse werden dargestellt.

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