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29.10.2018 | Kolorektales Karzinom | Schwerpunkt | Ausgabe 1/2019

Der Gastroenterologe 1/2019

Darmkrebsfrüherkennung

Wie sieht die informierte Entscheidung aus?

Zeitschrift:
Der Gastroenterologe > Ausgabe 1/2019
Autoren:
R. Büchter, K. Koch, R. Meuer

Zusammenfassung

Hintergrund

Für das geplante Einladungsverfahren zur Krebsfrüherkennung bei Darmkrebs hat der Gemeinsame Bundesausschuss das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen beauftragt, ein Anschreiben und eine evidenzbasierte Entscheidungshilfe zu entwickeln.

Ziel der Arbeit

Darstellung der Entwicklungsmethodik der Informationsmaterialien mit dem Fokus auf Risikokommunikation, informierte Entscheidung und Evaluation der Materialien.

Material und Methoden

Fokusgruppen mit Bürgerinnen und Bürgern, Experteninterviews mit Ärztinnen und Ärzten und medizinischen Fachangestellten (MFA), Rückmeldungen von Fachgesellschaften und finale quantitative Nutzertestung.

Ergebnisse

Die Materialien wurden in allen Evaluationen als gut verständlich und informativ bewertet. In den Fokusgruppen wurden die neutrale Darstellung geschätzt sowie die Tatsache, dass die Materialien nicht zur Teilnahme drängen. Während Bürgerinnen und Bürger es begrüßten, dass mögliche Risiken angesprochen wurden, löste dies in Interviews mit Ärztinnen, Ärzten und MFA Sorge um eine möglicherweise abschreckende Wirkung aus. Diese Sorge erscheint unnötig: In der quantitativen Nutzertestung (n = 1007) empfanden über 60 % der Befragten die Materialien eher als zuratend. Gleichzeitig wurde fast allen deutlich, dass sie sich frei für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Diskussion

Die Darmkrebsfrüherkennung gehört zu den wirksamen Früherkennungsmaßnahmen. Um eine informierte Entscheidung zu ermöglichen, kann man die Fakten für sich sprechen lassen. Dies fördert realistische Erwartungen und kann, unabhängig vom Ausgang der Untersuchung, Enttäuschungen vermeiden.

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