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15.12.2020 | Kolorektales Karzinom | Hauptreferate: Aktuelle Habilitationen | Sonderheft 2/2020

Der Pathologe 2/2020

Histomorphologische und molekularpathologische Prognosefaktoren beim kolorektalen Karzinom

Zeitschrift:
Der Pathologe > Sonderheft 2/2020
Autor:
PD Dr. med. K. Erlenbach-Wünsch

Zusammenfassung

Kolorektale Karzinome stellen bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung und Krebstodesursache in Deutschland dar. Gegenstand der Untersuchungen waren verschiedene Aspekte der morphologischen, immunhistochemischen und molekularpathologischen Prognosefaktoren bei kolorektalen Karzinomen und deren Vorstufen. Wir konnten u. a. die prognostische Relevanz und Wichtigkeit einer präzisen Klassifikation von perikolischen Tumorknötchen (PTDs) in der pT-Kategorie der TNM-Klassifikation aufzeigen. Zudem veranschaulichten wir, dass Patienten mit stattgehabten regionären Lymphknotenmetastasen nach neoadjuvanter Chemoradiotherapie (nCRT) bei rektalen Karzinomen mit einem ypN0-Status keine schlechtere Prognose aufzeigten als Patienten ohne Zeichen präoperativer Lymphknotenmetastasen.
Molekularpathologische Untersuchungen von sog. serratierten kolorektalen fibroblastischen Polypen als mögliche Vorläuferläsionen kolorektaler Karzinome ergaben, dass deren epithelialer Bereich eine echte neoplastische Komponente darstellt und somit ihre Berücksichtigung im Rahmen einer Risikoabschätzung für kolorektale Karzinome ermöglicht.

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