Zum Inhalt
Die Pathologie

Multistain Deep Learning zur Vorhersage von Prognose und Therapieansprechen im kolorektalen Karzinom

Erschienen in:

Zusammenfassung

Der Tumorimmunmikroumgebung („tumor immune microenvironment“, TIME) kommt bei soliden Tumorerkrankungen, wie z. B. Darmkrebs, eine entscheidende prognostische und prädiktive Rolle zu. Dennoch werden Scoringsysteme wie der Immunoscore (IS) oder die Quantifizierung intraepithelialer Lymphozyten nur zögerlich in der klinischen Praxis eingesetzt. Dies ist einerseits auf den zeitlichen Mehraufwand bei manueller Quantifizierung der tumorassoziierten Immunzellen und andererseits auf die mit proprietären/kommerziellen Lösungen verbundenen Kosten zurückzuführen. Um dies zu adressieren, entwickelten wir ein Multistain-Deep-Learning-Modell (MSDLM) und trainierten, validierten und testeten dies an immunhistochemischen Bilddaten verschiedener Immunzellsubtypen von über 1000 Patient*innen mit kolorektalem Karzinom (KRK). Unser Modell zeigte eine hohe prognostische Genauigkeit und übertraf andere klinische molekular- und immunzellbasierte Parameter. Es könnte auch dazu verwendet werden, das Ansprechen auf neoadjuvante Therapien bei Rektumkarzinompatient*innen vorherzusagen. Durch KI-Erklärbarkeit bestätigten wir, dass die Vorhersagen des MSDLM auf etablierten Mustern der Antitumorimmunantwort basiert. Der sog. AImmunoscore (AIS) könnte somit ein wertvolles Entscheidungsinstrument für Kliniker*innen basierend auf der TIME darstellen.
Titel
Multistain Deep Learning zur Vorhersage von Prognose und Therapieansprechen im kolorektalen Karzinom
Verfasst von
Stefan Schulz, M.Sc.
Prof. Dr. Moritz Jesinghaus
Dr. Sebastian Foersch
Publikationsdatum
21.11.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Pathologie / Ausgabe Sonderheft 3/2023
Print ISSN: 2731-7188
Elektronische ISSN: 2731-7196
DOI
https://doi.org/10.1007/s00292-023-01280-8
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

Kongressdossier zum Deutschen Krebskongress 2026

18. - 21. Februar 2026 | BerlinAuf dieser Seite halten wir Sie mit tagesaktuellen Berichten vom Deutschen Krebskongress auf dem Laufenden. Außerdem finden Sie hier Ausblicke auf spannende Themen, die vor Ort diskutiert werden. Expertinnen und Experten erzählen, auf welche DKK-Sessions sie sich besonders freuen.

Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und Stiftung Deutsche Krebshilfe

Passend zum Thema

ANZEIGE

Nieren am Limit – Thrombose-Management bei eingeschränkter Nierenfunktion

Keine Theorie, sondern handfeste Antworten auf Ihre klinischen Fragen! Prof. Dr. Renders, TU München, erklärt praxisnah: Welche Antikoagulanzien bei welcher GFR? Was tun bei akutem Nierenversagen mit schwankenden Werten? Wie die Therapie steuern, wenn klassisches Monitoring versagt? Welche neuen Daten gibt es zu DOAKs und NMH? Nierenwerte anzuschauen ist nicht nur Sache der Nephrologen – es ist ein essentieller Teil des Antikoagulationsmanagements. Dieser Vortrag gibt Ihnen das Rüstzeug, um im klinischen Alltag die richtigen Entscheidungen zu treffen.

ANZEIGE

Antikoagulation bei hohem Blutungsrisiko – krebsassoziierte Thrombosen (CAT) richtig managen

Thrombosen verhindern und Blutungen vermeiden – eine patientengerechte Behandlung krebsassoziierter Thrombosen (CAT) erfordert beides. Doch was gibt es bei der individuellen Abwägung zwischen VTE- und Blutungsrisiko zu beachten?  Erfahren Sie im Video, welche klinischen Faktoren das Blutungsrisiko bestimmen, wie diese die Wahl der Antikoagulation beeinflussen und warum aktuelle Leitlinien für viele CAT-Patientenprofile niedermolekulare Heparine als Behandlungsoption empfehlen.

ANZEIGE

Frühstückssymposium: Wenn Antikoagulation auf den Magen schlägt

Antikoagulation und gastrointestinale Blutungen – zwei Seiten einer Medaille und Schwerpunkt des Frankfurter Gerinnungssymposiums. Sehen Sie, wie Prof. Dr. med. Martin Raithel und Prof. Dr. med. Sebastian Krug anhand anschaulicher Fallbeispiele und aktueller Leitlinien die Grenzen der oralen Antikoagulation, insbesondere im Kontext gastrointestinaler Tumorerkrankungen, beleuchten. 

ANZEIGE

Management von Thromboembolien bei Krebspatienten

Die Thromboembolie ist neben Infektionen die zweithäufigste Todesursache bei Krebspatienten. Die Behandlung der CAT (cancer associated thrombosis) ist komplex und orientiert sich am individuellen Patienten. Angesichts einer Vielzahl zur Verfügung stehender medikamentöser Behandlungsoptionen finden Sie hier viele Informationen zur Therapieentscheidung auf Basis von Expertenempfehlungen.

LEO Pharma GmbH
Bildnachweise
Berlin/© amyrxa / stock.adobe.com, Vortrag Renders/© Leo Pharma GmbH, Teaserbild Blutungsrisko managen bei Antikoagulation - Waage/© Leo Pharma GmbH, Vortrag Frankfurter Gerinnungssymposium/© LEO Pharma GmbH (Screenshot aus Vortrag), Thrombus und Patientin im Gespräch/© crevis / adobe.stock.com (Symbolbild mit Fotomodell)