Zum Inhalt
Die Radiologie

Postoperative Nachsorge und Langzeitüberwachung kolorektaler Karzinome

Radiologie als Schlüsselkomponente

Erschienen in:

Zusammenfassung

Klinisches/methodisches Problem

Das kolorektale Karzinom zählt zu den häufigsten malignen Tumorerkrankungen weltweit. Postoperative Nachsorge und Langzeitüberwachung sind essenziell, um Rezidive, Fernmetastasen oder Zweittumoren frühzeitig zu erkennen.

Radiologische Standardverfahren

Laut der aktuellen Leitlinie zum kolorektalen Karzinom erfolgt die radiologische Nachsorge primär mittels einmaliger Computertomographie (CT) 3 Monate nach Therapieabschluss, jährlichen Röntgen-Thorax-Untersuchungen innerhalb der ersten 5 Jahre nach Therapieabschluss sowie, aufgrund kostengünstiger Verfügbarkeit, regelmäßigen abdominellen Sonographien.

Methodische Innovationen

Die diagnostische Genauigkeit der Sonographie in der kolorektalen Nachsorge, ist gegenüber der CT und der Magnetresonanztomographie (MRT) eingeschränkt. In Übereinstimmung mit bereits vorhandenen internationalen Empfehlungen kann davon ausgegangen werden, dass die CT des Thorax, Abdomens und Beckens in der aktuell in Überarbeitung befindlichen Leitlinie zur kolorektalen Nachsorge einen höheren Stellenwert einnehmen wird.

Leistungsfähigkeit

Insbesondere die CT ist gut zur Detektion von Lokalrezidiven, Lungen- oder Lebermetastasen geeignet, wohingegen die MRT primär in der Beurteilung des Lokalbefundes vor und während der Therapie eine zentrale Rolle spielt. Strukturierte Befunde, stadien- und leitliniengerechte Empfehlungen auch zu Verlaufsintervallen sowie die interdisziplinäre Diskussion in Tumorkonferenzen sichern eine hochqualitative Nachsorge.

Bewertung

Die Schnittbilddiagnostik ist integraler Bestandteil der interdisziplinären Nachsorge des kolorektalen Karzinoms.

Empfehlung für die Praxis

Strukturierte Befundung und klare Empfehlungen zu Verlaufsintervallen sollten Standard der radiologischen Nachsorge sein, deren Bedeutung für Patienten mit kolorektalem Karzinom mit der aktuell stattfindenden Überarbeitung der Leitlinie voraussichtlich weiter steigen wird.
Titel
Postoperative Nachsorge und Langzeitüberwachung kolorektaler Karzinome
Radiologie als Schlüsselkomponente
Verfasst von
Prof. Dr. med. K. I. Ringe
Dr. med. I. Molwitz
Prof. Dr. med. A. G. Schreyer
Prof. Dr. med. J. Wessling
Prof. Dr. med. L. Grenacher
Prof. Dr. med. M. S. Juchems
Publikationsdatum
26.03.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Radiologie / Ausgabe 6/2025
Print ISSN: 2731-7048
Elektronische ISSN: 2731-7056
DOI
https://doi.org/10.1007/s00117-025-01435-z
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Nieren am Limit – Thrombose-Management bei eingeschränkter Nierenfunktion

Keine Theorie, sondern handfeste Antworten auf Ihre klinischen Fragen! Prof. Dr. Renders, TU München, erklärt praxisnah: Welche Antikoagulanzien bei welcher GFR? Was tun bei akutem Nierenversagen mit schwankenden Werten? Wie die Therapie steuern, wenn klassisches Monitoring versagt? Welche neuen Daten gibt es zu DOAKs und NMH? Nierenwerte anzuschauen ist nicht nur Sache der Nephrologen – es ist ein essentieller Teil des Antikoagulationsmanagements. Dieser Vortrag gibt Ihnen das Rüstzeug, um im klinischen Alltag die richtigen Entscheidungen zu treffen.

ANZEIGE

Antikoagulation bei hohem Blutungsrisiko – krebsassoziierte Thrombosen (CAT) richtig managen

Thrombosen verhindern und Blutungen vermeiden – eine patientengerechte Behandlung krebsassoziierter Thrombosen (CAT) erfordert beides. Doch was gibt es bei der individuellen Abwägung zwischen VTE- und Blutungsrisiko zu beachten?  Erfahren Sie im Video, welche klinischen Faktoren das Blutungsrisiko bestimmen, wie diese die Wahl der Antikoagulation beeinflussen und warum aktuelle Leitlinien für viele CAT-Patientenprofile niedermolekulare Heparine als Behandlungsoption empfehlen.

ANZEIGE

Frühstückssymposium: Wenn Antikoagulation auf den Magen schlägt

Antikoagulation und gastrointestinale Blutungen – zwei Seiten einer Medaille und Schwerpunkt des Frankfurter Gerinnungssymposiums. Sehen Sie, wie Prof. Dr. med. Martin Raithel und Prof. Dr. med. Sebastian Krug anhand anschaulicher Fallbeispiele und aktueller Leitlinien die Grenzen der oralen Antikoagulation, insbesondere im Kontext gastrointestinaler Tumorerkrankungen, beleuchten. 

ANZEIGE

Management von Thromboembolien bei Krebspatienten

Die Thromboembolie ist neben Infektionen die zweithäufigste Todesursache bei Krebspatienten. Die Behandlung der CAT (cancer associated thrombosis) ist komplex und orientiert sich am individuellen Patienten. Angesichts einer Vielzahl zur Verfügung stehender medikamentöser Behandlungsoptionen finden Sie hier viele Informationen zur Therapieentscheidung auf Basis von Expertenempfehlungen.

LEO Pharma GmbH

Passend zum Thema

Kongressdossier zum Deutschen Krebskongress 2026

18. - 21. Februar 2026 | Berlin
Auf dieser Seite werden wir Sie mit tagesaktuellen Berichten vom Deutschen Krebskongress auf dem Laufenden halten. Vor dem Start des Kongresses finden Sie hier zudem Ausblicke auf spannende Themen, die vor Ort diskutiert werden. Expertinnen und Experten erzählen, auf welche DKK-Sessions sie sich besonders freuen.

Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Bildnachweise
Vortrag Renders/© Leo Pharma GmbH, Teaserbild Blutungsrisko managen bei Antikoagulation - Waage/© Leo Pharma GmbH, Vortrag Frankfurter Gerinnungssymposium/© LEO Pharma GmbH (Screenshot aus Vortrag), Thrombus und Patientin im Gespräch/© crevis / adobe.stock.com (Symbolbild mit Fotomodell), Berlin/© amyrxa / stock.adobe.com