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02.08.2019 | Kolorektales Karzinom | Schwerpunkt | Ausgabe 5/2019

Der Gastroenterologe 5/2019

Sport als integraler Bestandteil der onkologischen Therapie

Zeitschrift:
Der Gastroenterologe > Ausgabe 5/2019
Autoren:
Dr. V. Heinicke, B. Spanier, P. von Korn, M. Halle
Wichtige Hinweise

Redaktion

W. Fischbach, Aschaffenburg
J.F. Riemann, Ludwigshafen
In der folgenden Arbeit wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit ausschließlich die männliche Form verwendet. Sie bezieht sich auf Personen beiderlei Geschlechts.

Zusammenfassung

Eine Sporttherapie ist als unterstützende Maßnahme in der onkologischen Behandlung zu sehen, ist jedoch leider immer noch kein etablierter integraler Bestandteil für alle Patienten. Tumorpatienten profitieren von einer Sporttherapie, weil sie die Belastbarkeit, eine Fatigue-Symptomatik und die Lebensqualität verbessert und einer Sarkopenie entgegenwirkt. Beobachtungsstudien der letzten Jahre zeigen zudem eine Verbesserung der Prognose für sportlich aktive Patienten mit kolorektalem Karzinom im Vergleich zu inaktiven Patienten. Randomisierte Studien fehlen bisher. Für andere Entitäten aus dem gastroenterologisch-onkologischen Bereich sind diese positiven Auswirkungen von körperlicher Aktivität bislang nicht bekannt. Eine Sporttherapie sollte aufgrund der vielfältigen günstigen Effekte für alle Patienten ein integraler Bestandteil der Therapie sein. Die allgemeinen Empfehlungen für Tumorpatienten zu 150 min moderater aerober Aktivität pro Woche und 2‑maligem allgemeinem Krafttraining können von den meisten Patienten nach Diagnosestellung und während der Therapie nicht umgesetzt werden. Individuelle Vorgaben müssen in Abhängigkeit der Belastbarkeit des Patienten gegeben und individuelle Ziele für jeden Patienten definiert werden. Gerade ältere und leistungsschwache Patienten profitieren von einem überwachten Setting durch fachspezialisiertes Personal in Physiotherapieeinrichtungen und Krebssportgruppen. Eine Sporttherapie kann sowohl unter laufender Therapie als auch danach als sicher eingestuft werden.

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