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„D-Probleme“ des nichttraumatologischen Schockraummanagements

  • 06.07.2021
  • Koma
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Im Rahmen des nichttraumatologischen Schockraummanagements zur Versorgung kritisch kranker Patienten werden akute Störungen der Vitalfunktionen rasch detektiert und behandelt. Beim „primary survey“ dient das etablierte ABCDE-Schema der strukturierten Untersuchung aller relevanten Vitalparameter; (potenziell) lebensbedrohliche Störungen werden hierbei sofort therapiert (ABCDE Atemweg, Beatmung, „circulation“ [Kreislauf], [neurologische] Defizite, Exposition). „D-Probleme“ gehen mit einer relevanten kognitiven Dysfunktion oder einem fokalen neurologischen Defizit einher. Unterschiedlichste Störungen können hier zugrunde liegen, meist sind aber zunächst eine funktionelle Therapie (z. B. Sicherung der Atemwege, Beatmung, Kreislaufstabilisierung) und die Fahndung nach reversiblen Ursachen sinnvoll. Ein strukturiertes Konzept zur Abklärung einer Vigilanzstörung bzw. eines fokalen neurologischen Defizits unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten sollte in jeder Notaufnahme etabliert sein und trainiert werden.
Titel
„D-Probleme“ des nichttraumatologischen Schockraummanagements
Verfasst von
Mark Michael
Bernhard Kumle
Martin Pin
Niels Hammer
Michael Gliem
Adisa Kuršumović
Prof. Dr. med. Michael Bernhard, MHBA
Publikationsdatum
06.07.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Notfall + Rettungsmedizin / Ausgabe 7/2021
Print ISSN: 1434-6222
Elektronische ISSN: 1436-0578
DOI
https://doi.org/10.1007/s10049-021-00915-8
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Ärztin im Gespräch mit älterem Patienten/© fizkes / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Legen eines arteriellen Katheters im OP/© beerkoff / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Tropf im OP/© kadmy / Getty Images / iStock, Patientin und Arzt im Gespräch/© Guillem de Balanzó / stock.adobe.com