Skip to main content
Erschienen in:

01.04.2012 | Kommentare

Kommentar zu den Konsensusempfehlungen der DRG/DGK/DGPK zum Einsatz der Herzbildgebung mit Computertomographie und Magnetresonanztomographie

verfasst von: E. Fleck, R. Gebker

Erschienen in: Die Kardiologie | Ausgabe 2/2012

Einloggen, um Zugang zu erhalten

Auszug

Erstmals haben die Deutsche Röntgengesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung und die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie gemeinsam eine Empfehlung zum Einsatz der kardialen Bildgebung mit der Magnetresonanztomographie und Computertomographie erarbeitet. Die rasante technische Entwicklung der letzten Jahre und die hohe Verbreitung dieser modernen bildgebenden Verfahren würden eine Leitlinie rechtfertigen, allerdings würden die Evidenzen nur auf Expertenmeinungen beruhen, da für diagnostische Verfahren prospektive randomisierte Studien, wie sie nach den Leitlinienregeln gefordert werden, nicht möglich sind. Nicht nur die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Radiologen, Kardiologen und Kinderkardiologen ist erfreulich. Auch die Struktur der Empfehlungen verdient besondere Aufmerksamkeit, da sie sich im Gegensatz zu bisherigen deutsch- oder englischsprachigen Publikationen nicht an Modalitäten und Methoden, sondern an klinischen Erkrankungsgruppen orientiert. Innerhalb der Erkrankungsgruppen wiederum wurde zwischen unterschiedlichen Szenarien – dem asymptomatischen, symptomatischen oder bereits therapierten Patienten – differenziert. Für jede Indikation wurde jeweils eine vergleichende Gegenüberstellung der beiden Schnittbildmodalitäten mit kurzer Beschreibung der Stärken vorgenommen. Das Redaktionskomitee hat die jeweiligen Einsatzgebiete auf einer 5-stufigen Skala bewertet. Dieser Ansatz ist sehr anschaulich und erscheint intuitiv richtig, da er dem überweisenden Kollegen anhand eines klinischen Problems die Möglichkeit bietet, sich bewusst für oder im Falle einer fehlenden Indikation gegen eine der beiden Methoden zu entscheiden. Darüber hinaus stellt das Werk eine hervorragende Möglichkeit dar, sich auf der Grundlage der umfangreichen Literaturliste einen detaillierten Überblick zu verschaffen. …
Metadaten
Titel
Kommentar zu den Konsensusempfehlungen der DRG/DGK/DGPK zum Einsatz der Herzbildgebung mit Computertomographie und Magnetresonanztomographie
verfasst von
E. Fleck
R. Gebker
Publikationsdatum
01.04.2012
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Kardiologie / Ausgabe 2/2012
Print ISSN: 2731-7129
Elektronische ISSN: 2731-7137
DOI
https://doi.org/10.1007/s12181-012-0416-9

Weitere Artikel der Ausgabe 2/2012

Der Kardiologe 2/2012 Zur Ausgabe

Leitlinien kompakt für die Innere Medizin

Mit medbee Pocketcards sicher entscheiden.

Seit 2022 gehört die medbee GmbH zum Springer Medizin Verlag

Neu im Fachgebiet Innere Medizin

Welche Antikoagulation bei Vorhofflimmern und Leberzirrhose?

19.07.2024 Leberzirrhose Nachrichten

Bei einer Auswertung von US-Versicherungsdaten ging es um die Frage, welche Antikoagulation –  Apixaban, Rivaroxaban oder Warfarin – bei Personen mit Leberzirrhose und Vorhofflimmern unterm Strich die beste Prophylaxe-Option ist.     

Mehrgefäßstenosen einzeitig oder zweizeitig eröffnen?

18.07.2024 Gefäßstenosen Nachrichten

Nach einem Herzinfarkt mit Mehrgefäßerkrankung sind bessere Ergebnisse zu erwarten, wenn alle stenotischen Abschnitte revaskularisiert werden. Sollte das in einer oder in mehreren Sitzungen geschehen? Eine Metaanalyse gibt eine klare Antwort.

Neue Leitlinie für bessere Versorgung Schwangerer

Hypertonie Nachrichten

Etwa sechs bis acht Prozent aller schwangeren Frauen erkranken an einem Bluthochdruck. Eine neue Versorgungsleitlinie soll nun frühere Diagnosen ermöglichen und die Behandlung verbessern.

Vitamin D allein verhindert keine Knochenbrüche

17.07.2024 Vitamin-D-Mangel Nachrichten

Eine systematische Übersicht legt nahe, dass eine Supplementierung von Vitamin D ohne Calcium möglicherweise keine Knochenbrüche bei älteren Menschen verhindern kann. Ganz im Gegenteil: Frauen erlitten unter Vitamin D häufiger Hüftfrakturen.

Update Innere Medizin

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.