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Über dieses Buch

Dieses Buch beschreibt die dermatoskopische Diagnostik von Hautveränderungen und Hauterkrankungen. Aus dem Inhalt: Technische, diagnostische und statistische Verfahren, Histologische und mikroanatomische Grundlagen, Strukturelemente und läsionsspezifische Merkmale, Dermatoskopische Muster und Musteranalyse, Farbphänomene, Hauttumore, nicht tumorartige Dermatosen, Infektionen und Infestationen, Kosmetologische Basisdiagnostik, Scoring-Systeme.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Geschichte der Dermatoskopie

1. Geschichte der Dermatoskopie

Erste effiziente Anfänge der Mikroskopie am lebenden Gewebe beginnen wohl mit von Natur farbigen Gewebskomponenten – den Blutkörperchen in den Kapillaren – und entsprechend den damaligen technischen Möglichkeiten im Durchlicht um 1661 mit Marcello Malpighi. Etwa 200 Jahre später hat Johannes Evangelista Purkinje (1823) diese Technik auf lebende menschliche Haut übertragen. In seiner Arbeit Commentatio de examine physiologico organi visus et systematis cutanei gibt er eine detaillierte Beschreibung der von ihm angewandten auflichtmikroskopischen Technik und der so erhobenen Befunde.

Faris Abuzahra, Jürgen Kreusch

Technische, diagnostische und statistische Verfahren

Frontmatter

2. Technische, diagnostische und statistische Verfahren

Algorithmus (arabisch-mlat.), ein Begriff aus der Arithmetik, entspricht einem Rechenvorgang, der nach bestimmten, sich wiederholenden Schemata abläuft. Für pigmentierte Läsionen werden nach Kittler (2009) folgende algorithmisch ermittelte Kriterien bei der dermatoskopischen Melanomdiagnose angeführt:

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Histologische und mikroanatomische Grundlagen

Frontmatter

3. Histologische Parameter

Genetisch oder immunologisch induzierte Alteration von Adhäsionsmolekülen (Desmogleine) in Desmosomen (Tonofilamente) interzellulärer Spalten der Epithelien führt zur Auflösung des epithelialen Zellverbandes, gefolgt von Einzelzellabspaltungen und intraepidermalen Blasenbildungen.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

4. Zelluläre und farbgebende Elemente

Bei Säugern kernlose, 6,7–10 μm große scheibenförmige Zelle des Blutes mit zentraler Delle an Ober- und Unterseite. Der Erythrozyt vollzieht mit seinem Hämoglobingehalt den Sauerstofftransport im Organismus.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

5. Mikroanatomische Strukturen

Im Gegensatz zu ekkrinen Schweißdrüsenostien (Glandulae sudoriferae minores) sind apokrine Schweißdrüsenausführu ngsgänge dermatoskopisch/auflichtmikroskopisch nicht sichtbar, da diese über einen kurzen Ausführungsgang in den supraseboglandulären Follikelabschnitt münden. Sie sind im Gesicht überwiegend in der Nasolabialregion lokalisiert. Weitere Lokalisationen finden sich perimamillär, axillär, inguinal und zirkumanal.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Strukturelemente und läsionsspezifische Merkmale

Frontmatter

6. Basisarchitekturen

Graublaue Globuli im Papillenzentrum; umschriebenes Areal mit schiefergrauer zentropapillärer Pigmentierung; Areal mit grauschwarzen zentropapillären Globuli; area of target globules; area with central papillary globules.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

7. Läsionsspezifische Phänomene

Phänomen der punktförmigen Blutung; Phänomen des blutigen Tautropfens; Auspitz sign; focal bleeding phenomenon.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

8. Pigmentnetzveränderungen

Arupt cut-off of the trabeculae; abrupt pigme nt breaks in the trabeculae.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

9. Vaskuläre Strukturvarianten

Areal mit gleichmäßig angeordneten punktiformen oder polymorphen Kapillaren; Areal mit gleichmäßig verteilten Kapillarektasien; polymorphe/atypische Gefäße; area of evenly arranged dotted or polymorphous capillaries.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Dermatoskopische Muster und Musteranalyse

Frontmatter

10. Dermatoskopische Muster und Musteranalyse

Leistenhaut; akrales Parallelmuster; Leisten- und Furchenmuster; parallele Hautlinien; Dermoglyphen; dermoglyphics; parallel ridges and furrows.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Farbphänomene

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11. Diffuse Farbphänomene

Blue-grey veil; blue-gray area; blue-white veil; gray-blue areas (GBA).

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

12. Strukturgebundene Farbphänomene: Globuli, Granula, Lakunen, Punkte, Schollen, Staub, Streifen

Alabastergipsartige Lakunen; plaster-of-Paris-like lacunae.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Hauttumore

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13. Maligne melanozytäre Tumore

Melanosis circumscripta praecancerosa (Dubreuilh); prämaligne Melanose; melanotische Präkanzerose; Hut chinson‘s melanotic freckle.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

14. Benigne melanozytäre Tumore

Agminierte melanozytäre Nävi; segmentale melanozytäre Nävi; aggregated melanocytic nevi; agminate nevus.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

15. Maligne nichtmelanozytäre Tumore

Malignes Angioendotheliom; Hämangiosarkom; angioblastisches Sarkom; Angiosarkom der Kopf- und Gesichtshaut; Lymphangiosarkom; angiosarcoma.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

16. Benigne nichtmelanozytäre Tumore

Pringle-Tumor; Angiofibroma Pringle; nävoides talgdrüsenreiches Fibroangiom. Akrale Lokalisation des Angiofibroms: periunguales Fibrom; Koenen-Tumor; ungual fibroma.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

17. Benigne vaskuläre Tumore

Gruppiertes papulöses Angiokeratom; Haemangiectasia circumscripta superficialis; angiokeratoma.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Nichttumorartige Dermatosen

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18. Autoimmundermatosen

Keratinozytolyse, autoimmunogene; autoimmunogenic keratinocytolysis.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

19. Blasenbildende Dermatosen

Bullöse Impetigo; Impetigo contagiosa staphylogenes; Staphylodermia bullosa (großblasig); Impetigo contagiosa streptogenes (kleinblasig).

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

20. Degenerative und atrophisierende Dermatosen

Der Atrophie blanche liegt eine chronische entzündliche Vaskulopathie bei chronisch venöser Insuffizienz zugrunde. Mikrothromben sind die Ursache für fibrotischatrophische Hautveränderungen.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

21. Erythematöse und squamöse Dermatosen einschließlich Präkanzerosen

Cheilitis solaris; Cheilitis abrasiva praecancerosa Manganotti; Cheilitis erosiva.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

22. Hautanhangsgebilde erkrankt

Hjorth N, Sjolin KE, Sylvest B, Thomsen K (1972).

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

23. Melaninpigmentierte Dermatosen

Primäre Nebenniereninsuffizienz; Bronzehautkrankheit; primärer Hypokortisolismus; Melasma suprarenale; primary suprarenal insufficiency.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

24. Nichtmelaninbedingte Pigmentierung

Vestesaeger M, Gillot G, Rasson G (1967).

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

25. Papulöse, papillomatöse und granulomatöse Dermatosen

Pigmentierte Penis- und Vulvapapeln; pigmented penile papules; bowenoid genital papulosi; Sonderform: extragenitale bowenoide Papulose.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

26. Vaskuläre Dermatosen, Vaskulitiden, Hämorrhagien

»Angioma« serpiginosum; Angioma serpiginosum Hutchinson; Angiektasia serpiginosa Hutchinson; Angioma serpiginosom Crocker; infective angioma Hutchinson.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Infektionen und Infestationen

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27. Infektionen

Bärensprung FW v. (1848, 1859), zitiert nach Ehring F.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

28. Infestationen

Museumskäferlarven-Dermatitis oder Teppichkäferlarven- Dermatitis; Carpet beetle dermatitis.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Kosmetologische Basisdiagnostik

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29. Kosmetologische Basisdiagnostik

Kosmetologische Haardiagnostik umfasst Zustandsbeschreibungen wie Dichte, Verteilung, Schaftbesonderheiten, Schuppen- und/oder Fettbelag (◘ Tab. 29.1). Haardichte, -dicke und Wachstumsgeschwindigkeit sind lok alisations-, geschlechts- und altersabhängig. Die tägliche normale Wachstumsgeschwindigkeit am Kapillitium beträgt etwa 0,3–0,5 mm pro Tag, beim gesunden Erwachsenen durchschnittlich 1 cm/Monat. Der mittlere Haardurchmesser beträgt 0,06–0,12 mm, die Follikeldichte liegt bei 180–350/cm2, entsprechend dem dermatoskopischen Haarzustand der Kategorie I (HZD I) .

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Scoring-Systeme und Checktabellen

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30. Scoring-Systeme und Checktabellen

Die klinische ABCDE-Regel als Richtlinie für Dignitätskriterien melanozytärer Läsionen versagt häufig bei nodulären und amelanotischen Melanomen. Aber auch kleine Melanome bleiben unentdeckt, sofern man die Beobachtung von Form-, Farb- und Flächenwachstumsveränderungen als Hinweismerkmale mit ausreichender Sensitivität und Spezifität für Malignität nicht einbezieht.

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Forscher und Förderer

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31. Forscher und Förderer: Kurzbiographien und Bibliographien

Abuzahra F, Dermatologe, * Düsseldorf 1965; Studium der Zahnmedizin (Vorklinik) an der Universität Münster 1987–1989, Studium der Humanmedizin an der Universität Münster 1989–1994. Praktisches Jahr 1994–1995 an der Universitäts-Hautklinik Münster (Dir.: Prof. Dr. Luger). Dissertation 1995 unter Prof. Dr. Hundeiker an der Fachklinik Hornheide (Münster) mit dem Thema:

Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

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Autoren:
Prof. Dr. med. habil. Sabine G. Plötz, Prof. Dr. med. Rüdiger Hein, Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Ring

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