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Über dieses Buch

Dieses Buch beschreibt die dermatoskopische Diagnostik von Hautveränderungen und Hauterkrankungen. Aus dem Inhalt: Technische, diagnostische und statistische Verfahren, Histologische und mikroanatomische Grundlagen, Strukturelemente und läsionsspezifische Merkmale, Dermatoskopische Muster und Musteranalyse, Farbphänomene, Hauttumore, nicht tumorartige Dermatosen, Infektionen und Infestationen, Kosmetologische Basisdiagnostik, Scoring-Systeme.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Geschichte der Dermatoskopie

1. Geschichte der Dermatoskopie

Anhand einer umfangreichen Palette zitierter Arbeiten werden historische Ursprünge und Entwicklungen in der Dermatoskopie/Auflichtmikroskopie nachgezeichnet.
Faris Abuzahra, Jürgen Kreusch

Technische, diagnostische und statistische Verfahren

Frontmatter

2. Technische, diagnostische und statistische Verfahren

Die nichtinvasive dermatoskopische/auflichtmikroskopische Untersuchungstechnik dient der morphologisch-deskriptiven Befunderstellung und diagnostischen Beurteilung mikroanatomischer Strukturen von Haut und Schleimhaut. Kenntnisse statistisch ausgewerteter spezifischer Kriterien ermöglichen es dem Untersuchenden, Rückschlüsse auf distinkte pathologische Vorgänge zu ziehen.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Histologische und mikroanatomische Grundlagen

Frontmatter

3. Histologische Parameter

Die Kenntnis histologisch definierter normaler oder von der Norm abweichender epidermaler und dermaler Strukturen ist Voraussetzung für die richtige Interpretation des dermatoskopischen/auflichtmikroskopischen Bildes.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

4. Zelluläre und farbgebende Elemente

Sowohl von Blut-, Haut-, Bindegewebs- oder Tumorzellen produzierte bzw. inkorporierte als auch proteingebundene Pigmente bestimmen im Wesentlichen die Farbtönungen in Hautstrukturen. Zu den wichtigsten körpereigenen Pigmenten zählen Hämoglobin, Hämoglobin-Abbauprodukte und Melanin.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

5. Mikroanatomische Strukturen

Oberflächenbeschaffenheit, Anhangsgebilde, Reteleisten, Dermalpapillen und dermale Gefäße bestimmen die mikroanatomische Struktur der Haut.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Strukturelemente und läsionsspezifische Merkmale

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6. Basisarchitekturen

Dermatoskopische Basisarchitekturen sind Grundstrukturen, die wesentlich den Aufbau normaler oder läsionaler Haut bestimmen. Oft beinhalten sie spezifische diagnostische Hinweise.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

7. Läsionsspezifische Phänomene

Einige typische dermatoskopische Phänomene sind für bestimmte Läsionen als diagnostisch hochspezifisch einzustufen, d. h., Differenzialdiagnosen kommen kaum in Betracht.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

8. Pigmentnetzveränderungen

Strukturveränderungen der Pigmentnetzarchitektur melanozytärer Tumore sind nicht selten Hinweis auf Malignität. Nichtmelanozytäre Läsionen können Pigmentnetzstrukturen nachahmen.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

9. Vaskuläre Strukturvarianten

Je weniger pigmentiert sich eine Läsion darstellt, desto eher gewinnen Gefäßmuster oder -strukturen diagnostische Bedeutung, sowohl in der Tumordermatologie als auch bei entzündlichen Dermatosen.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Dermatoskopische Muster und Musteranalyse

Frontmatter

10. Dermatoskopische Muster und Musteranalyse

Von dermatoskopischen Mustern (nach Kittler) wird gesprochen, wenn Ansammlungen multipler Grundelemente (Linien, Schollen, Punkte, Pseudopodien, Kreise, Gefäßmuster) der gleichen Art vorliegen, die wesentliche Teile einer Läsion einnehmen.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Farbphänomene

Frontmatter

11. Diffuse Farbphänomene

Farbnuancierungen in Hautläsionen ermöglichen Rückschlüsse auf die Lokalisation von Melanin innerhalb epidermaler oder dermaler Schichten, oft lassen sie sich auch bestimmten histologischen Veränderungen zuordnen.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

12. Strukturgebundene Farbphänomene: Globuli, Granula, Lakunen, Punkte, Schollen, Staub, Streifen

Globuli, Granula, Lakunen, Punkte, Schollen, Staub und Streifen sind dermatoskopisch/auflichtmikroskopisch definierte Elemente, die entweder die Basisarchitektur einer Läsion aufbauen oder als Sekundärstrukturen auftreten. Charakteristische Farbtönungen weisen auf histologische Kriterien oder die Lokalisation hin.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Hauttumore

Frontmatter

13. Maligne melanozytäre Tumore

Außer bei einigen kleinen initialen Melanomen oder kutanen Melanommetastasen hat sich zur dermatoskopischen Differenzierung maligner melanozytärer Tumore die Kittlersche Faustregel bewährt: > 1 Muster oder > als eine Farbe und ein zusätzliches Melanomkriterium. Symmetrie bei Muster und Farben ist höher zu werten als ein zusätzliches Kriterium.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

14. Benigne melanozytäre Tumore

Mit Ausnahme einiger konnataler Pigmentzellnävi, »dysplastischer« Nävi und Spitz-Nävi mit asymmetrischer Struktur, herrschen bei benignen melanozytären Tumoren symmetrisch angelegte retikuläre, schollige, globuläre, unstrukturierte oder kombinierte dermatoskopische Pigmentmuster vor.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

15. Maligne nichtmelanozytäre Tumore

Im Vordergrund der dermatoskopischen Tumorarchitektur steht die Neovaskularisation. Polymorphe, ektatische, netz- oder strahlenkranzartig angeordnete Gefäße wachsen unkoordiniert und überschreiten anatomisch vorgegebene Strukturen des Papillarkörpers, oft umgeben von hämorrhagischen Plaques. Für einige Tumore sind unterschiedlich große rote bis livide Schollen typisch.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

16. Benigne nichtmelanozytäre Tumore

Bei nichtmelanozytären benignen Hauttumoren überwiegt statt der Melaninpigmentierung die Farbe des Keratin und des Hämoglobin mit seinen Abbauprodukten. Strukturbestimmend sind Gefäße, deren Anordnung sowie Hautanhangsgebilde. Proliferierende Gefäße überschreiten nicht die läsionsspezifischen, anatomisch vorgegebenen Grenzstrukturen.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

17. Benigne vaskuläre Tumore

Bei benignen vaskulären Tumoren der Haut spielen vor allem thrombosierte Formen in der Differenzialdiagnose zum Melanom eine wichtige Rolle.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Nichttumorartige Dermatosen

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18. Autoimmundermatosen

Im Vordergrund des dermatoskopischen Bildes bei Autoimmundermatosen stehen neben Hautgefäßreaktionen (Ektasien, Kaliberschwankungen, Mikrothromben) vor allem Veränderungen der Haar-Talgdrüsenfollikel (periphere Ringe, Keratinisierung, Atrophie).
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

19. Blasenbildende Dermatosen

Zur Differenzierung bullöser Dermatosen eignet sich die Dermatoskopie nicht. Diagnosesicherung erfolgt durch Histologie, DIF und Serologie.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

20. Degenerative und atrophisierende Dermatosen

Typisches dermatoskopisches Merkmal atrophisierender Dermatosen ist die Trias: weiße strukturlose Areale (Elastose, Fibrose), Gefäßektasien und keratinisierende Follikelatrophien.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

21. Erythematöse und squamöse Dermatosen einschließlich Präkanzerosen

Keratotische Hautauflagerungen, unterschiedliche Gefäßstrukturen und typische, sowohl perifollikuläre als follikuläre Veränderungen stehen im Vordergrund des dermatoskopischen Bildes erythematosquamöser und präkanzerotischer Dermatosen.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

22. Hautanhangsgebilde erkrankt

Bei Kenntnis der Mikroanatomie des Follikelapparates bereitet die richtige dermatoskopische Deutung follikelgebundener Dermatosen keine Probleme. Hohe Spezifität der Auflichtphänomene im Bereich der Ostien erleichtert die Diagnostik.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

23. Melaninpigmentierte Dermatosen

Im Gegensatz zu malignen oder benignen melanozytären Tumoren, bei denen auch die Melaninpigmentierung im Vordergrund steht, sind melaninpigmentierte Dermatosen flach angelegt und in der Fläche ausgedehnt. Auch nävusartige und lentiginöse Läsionen in dieser Gruppe treten primär immer fleckförmig in Erscheinung.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

24. Nichtmelaninbedingte Pigmentierung

Sowohl endogene als auch exogene Pigmente und Fremdkörper können neben Hautpigmentierungen Entzündungen oder Granulome hervorrufen. Am häufigsten sind Melanome, selten andere Malignome abzugrenzen.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

25. Papulöse, papillomatöse und granulomatöse Dermatosen

Im Vordergrund des dermatoskopischen Bildes granulomatöser Dermatosen steht die Symptomentrias: typische Gefäßanordnung (kranzartig, netzförmig, radiär zentripetal), unstrukturierte »apfelgeleefarbene« Areale (Epitheloidzellgranulome) und weißliche Nekrosezonen. Bei papulösen und papillomatösen Läsionen überschreiten Papillengefäße die anatomisch vorgegebenen Grenzen des Papillarkörpers nicht.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

26. Vaskuläre Dermatosen, Vaskulitiden, Hämorrhagien

Dermatoskopische Differenzierung vaskulärer, vaskulitischer und hämorrhagischer Dermatosen gelingt im Allgemeinen ohne Probleme. Bei thrombosierten oder älteren hämorrhagischen Läsionen sind Melanome abzugrenzen.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Infektionen und Infestationen

Frontmatter

27. Infektionen

Zu den Auslösern primärer oder sekundärer Hautinfektionen zählen Viren, Bakterien und Pilze. Jedes der infektbedingten Krankheitsbilder weist spezifische, auf den jeweiligen Erreger bezogene, dermatoskopische Muster auf.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

28. Infestationen

Als Auslöser von Hautreaktionen sind Parasiten oder stechende Insekten nicht immer identifizierbar. Wenn Verursacher nicht in Erscheinung treten, kann die Dermatoskopie diagnostisch weiterhelfen.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Kosmetologische Basisdiagnostik

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29. Kosmetologische Basisdiagnostik

Kosmetologische Basisdiagnostik bezieht sich auf normale Zustände der Hautoberfläche und Hautanhangsgebilde sowie deren Übergangsformen zu möglichen pathologischen Veränderungen. Dermatoskopisch erfasst werden dabei Oberflächenbeschaffenheit, Pigmentierungs- und Hautgefäßvarianten.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Scoring-Systeme und Checktabellen

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30. Scoring-Systeme und Checktabellen

Dermatoskopische Scoring-Systeme und Checktabellen in Form von Algorithmen wurden entwickelt, um den Untersucher zur richtigen Diagnose zu führen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Dignitätsbeurteilung melanozytärer Hautläsionen, vor allem zum Ausschluss von Melanomen. Die Anwendung der meisten Systeme setzt dermatoskopische Grundkenntnisse des Untersuchers voraus. Nicht selten unterliegt die Bewertung der Einzelkriterien subjektiven Erfahrungswerten.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

Forscher und Förderer

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31. Forscher und Förderer: Kurzbiographien und Bibliographien

Das Kapitel zeigt eine begrenzte, dem Umfang des Buches angemessene Anzahl von Biographien auf. Weitere Hinweise auf namhafte Forscher und Förderer der Dermatoskopie finden sich im historischen Teil (unter 1. Geschichte der Dermatoskopie) und im umfangreichen Literaturverzeichnis.
Hans Schulz, Max Hundeiker, Jürgen Kreusch

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