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Über dieses Buch

Das Kompendium der Psychotherapie

Dieses Werk wendet sich an Ärzte und Psychologen, die an psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken auf Station oder in der Ambulanz arbeiten und in den vorhandenen Lehrbüchern der Psychotherapie den Brückenschlag zur täglichen praktischen Arbeit vermissen. Auch für den erfahrenen Therapeuten enthält es viele neue Anregungen und Praxistipps.

In knapper, manualisierter Form werden verständlich und übersichtlich die Schritte, Techniken und konkreten, evidenzbasierten Vorgehensweisen beschrieben.Durch ausführliche Fallbeispiele und Dialoge, konkrete Handlungs- wie auch Gesprächsanweisungen und Lösungsvorschläge werden die kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Therapieeinheiten anschaulich und nachvollziehbar gemacht. Auf umfassenden theoretischen Hintergrund wurde bewusst verzichtet.

Am Bedarf für die Praxis orientiert

Jedes störungsspezifische Kapitel ist gleich aufgebaut und erleichtert so die Orientierung. Es enthält jeweils immer auch einen psychoedukativen Teil sowie alle relevanten Arbeitsblätter in digitalisierter Form.

Das „Kompendium“ berücksichtigt insbesondere die Belange der stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung, kann aber genauso gut im ambulanten Setting eingesetzt werden. Es integriert die Pharmakotherapie und ist kompatibel mit den zeitlichen Vorgaben der OPS in der Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Sie finden hier alles, was Sie für Ihre Psychotherapie im Alltag brauchen:

praktische „Schritt für Schritt“ Anleitung für die Therapie,Besonderheiten in der Beziehungsgestaltung, praxisrelevante Störungsmodelle,psychotherapierelevante Dokumentation und Diagnostik,Psychoedukation, das gesamte Arbeits- und Informationsmaterial für Sie und Ihre Patienten, mit Arbeitsmaterialien auf CD-ROM.

Alles, was Ärzte und Psychologen im Alltag brauchen

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Arbeiten mit dem »Kompendium der Psychotherapie«

Das »Kompendium der Psychotherapie« ist für Ärzte und Psychologen konzipiert, die sich in Ausbildung befinden oder diese bereits durchlaufen haben und sich fort- und weiterbilden möchten. Die im Kompendium beschriebenen Module können bei stationären, teilstationären oder ambulanten Patienten durchgeführt werden.
Tilo Kircher

2. Grundlagen

Beim Blick in die Medien zeigt sich Psychotherapie als ein schillernder Begriff. Hier werden bunt durcheinander gemischt Techniken, Verfahren und Schulen unter diesem Begriff zusammengefasst.
Tilo Kircher

3. Therapeutische Beziehungsgestaltung

Trotz aller Aufklärung über psychische Erkrankungen macht es für einen Betroffenen einen Unterschied, ob er sich an eine psychiatrisch-psychotherapeutisch- psychosomatische oder an eine andere medizinische Einrichtung wendet. Der Beziehung zum Therapeuten kommt hier eine besonders bedeutsame Funktion zu.
Karin Silvia Nittel, Thomas Schneyer

4. Fallkonzeptualisierung

In der Psychotherapie steht uns ein sehr großes Spektrum von empirisch validierten Interventionsmethoden zur Verfügung. In jeder einzelnen Psychotherapie werden meist mehrere verschiedene Interventionsmethoden miteinander kombiniert; die psychotherapeutischen Methoden werden außerdem durch andere Interventionsformen – z. B. Medikation, Übungsbehandlungen, umfeldbezogene Maßnahmen – ergänzt.
Fritz Mattejat, Kurt Quaschner

5. Trauerreaktion, Krisenintervention, Suizidalität

Im stationären Alltag kommen Krisensituationen häufig vor, seltener, aber doch von erheblicher Relevanz auch in der ambulanten Therapie. Typische Belastungssituationen sind psychosoziale, unerwartete oder einschneidende Lebensereignisse, beispielsweise Auseinandersetzungen oder Konflikte mit dem Partner, der Familie oder Mitpatienten, Trennungen, Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit oder Tod einer nahestehenden Person, aktuelle Anforderungen durch die Umwelt (z. B. Familienfeier, Semesterbeginn, Vorstellungsgespräch).
Stephanie Mehl, Stefanie Losekam

6. Medikamentenadhärenz

Adhärenz bezeichnet das Ausmaß, zu welchem das Verhalten eines Patienten mit den Therapieempfehlungen seines Arztes/Therapeuten, z. B. hinsichtlich der Medikamenteneinnahme, bestimmter Diätmaßnahmen oder Lebensstilveränderungen übereinstimmt.
Irina Falkenberg

Zur Zeit gratis

7. Depression

Depressionen beeinträchtigen nicht nur das Befinden des Patienten, sondern auch dessen Interaktion mit anderen Menschen. Auch die therapeutische Beziehung ist eine Interaktion , innerhalb derer sich die depressive Symptomatik auf unterschiedliche Weise zeigen kann.
Stefanie Losekam, Carsten Konrad

8. Manie, Bipolare Störung

Die in diesem Kapitel vorgeschlagenen Therapiemodule sind für die Behandlung von Patienten mit einer hypomanen Episode oder einer leichten bis mittelschweren depressiven Episode im Rahmen einer bipolar affektiven Störung vorgesehen. Der Schwerpunkt des Kapitels liegt auf der Behandlung von Patienten mit einer Hypomanie und der Rückfallprophylaxe bei euthymen Patienten.
Mirjam Stratmann, Carsten Konrad

9. Schizophrenie

Kognitive Verhaltenstherapie kann bei Patienten mit Schizophrenie, schizoaffektiven Störungen, wahnhaften Störungen sowie Patienten mit psychotischen Symptomen im Rahmen einer bipolaren Störung oder einer depressiven Störung zum Einsatz kommen. Sie wird in Kombination mit antipsychotischer Medikation eingesetzt.
Stephanie Mehl, Dirk T. Leube

10. Angststörungen: Panikstörung, Agoraphobie, Soziale Phobie

Eine tragfähige Beziehung zwischen Patient und Therapeut ist neben der Psychoedukation die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung von Ängsten. Angststörungen beeinträchtigen den Patienten nicht nur in seinem allgemeinen Bewegungsspielraum, sondern können sich auch auf dessen Interaktion mit anderen Menschen ungünstig auswirken, insbesondere bei einem Patienten mit sozialen Ängsten.
Hans Onno Röttgers, Sabine Wittbrock

11. Zwangsstörungen

Aus der Perspektive des Therapeuten sind Zwangsstörungen oft ein zweischneidiges Schwert. Zwar existieren wirksame psychotherapeutische Interventionen, die sich im stationären Alltag bewähren und in vielen Fällen schnell Wirkung zeigen. Allerdings stellt die Psychotherapie von Zwangspatienten gewisse Anforderungen an den Therapeuten.
Hans Onno Röttgers, Peter Düsel

12. Qualifizierter Alkoholentzug

Das Verhältnis zwischen Therapeut und Patient hat bei Alkoholismus einige Besonderheiten, die zu beachten sind. Therapeuten verstehen sich in der Regel als Helfer und Sachverständige, alkoholabhängige Patienten sehen sie aber oft als Kontrolleure, Richter oder allerhöchstens Beichtväter. Dadurch kann im ungünstigen Fall eine angespannte Behandlungsatmosphäre entstehen.
Gabriel Lacourt, Ulrich Schu

13. Somatoforme Störungen

Bei kaum einer psychischen Störung ist die Therapeut- Patient-Beziehung so stark beansprucht wie bei somatoformen Störungen. Patienten mit diesen Störungen gelten als schwierig zu behandeln und werden häufig als sehr anstrengend erlebt.
Karin Ademmer

14. Borderline-Störung

Das bisher am besten wissenschaftlich evaluierte störungsspezifische Behandlungsverfahren für Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist die in den 1980er Jahren von M. Linehan entwickelte Dialektisch-behaviorale Therapie (DBT).
Michael T. Frauenheim

15. Kognitive Beeinträchtigung im Alter

In diesem Kapitel wird die psychotherapeutische Behandlung von Patienten mit leichten dementiellen Erkrankungen beschrieben (z. B. Alzheimer- Demenz, vaskuläre Demenz , frontotemporale Demenz , Parkinsonerkrankung , Lewy-Body-Demenz , etc.). Die Diagnose muss durch eine vorausgegangene ausführliche differentialdiagnostische Abklärung, inklusive aparativer und neuropsychologischer Untersuchungen , gesichert sein.
Stephanie Mehl, Maria Seipelt, Christoph Tennie, Karin Ademmer

Zur Zeit gratis

16. Anorexia nervosa und Bulimia nervosa

Besonderheiten in der Interaktion und der Beziehungsgestaltung mit essgestörten Patienten ergeben sich aus den krankheitsbedingten Einschränkungen. Vor allem die massiven kognitiven Veränderungen , die sich bei der Anorexie aufgrund des Untergewichts entwickeln können, erschweren den Zugang zum Patienten.
Kurt Quaschner

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17. Schlafstörungen

Dieses Kapitel bezieht sich auf die Behandlung der Insomnien, definiert als wiederholt auftretende Ein- und Durchschlafstörungen mit abnormer Schlafdauer oder -qualität und damit assoziierten Einschränkungen in der Tagesbefindlichkeit. Dabei sind die hier beschriebenen Module in erster Linie für die Behandlung primärer (synonym: nicht-organischer oder psychophysiologischer) Insomnien geeignet, während eine erweiterte Indikationsstellung für Patienten mit sekundären – d. h. im Rahmen anderer psychiatrischer und/oder organischer Erkrankungen auftretender – Insomnien (z. B. Schizophrenie, depressive Episode, Manie, Demenzen) der besonderen Berücksichtigung und spezifischen Behandlung der Grunderkrankung bedürfen. Zur diagnostischen Einteilung der Schlafstörungen siehe Stuck et al. (2010).
Ina Kluge, Bernd Kundermann

Backmatter

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Autoren:
Prof. Dr. med. Otto Benkert, Prof. Dr. med. I.-G. Anghelescu, Prof. Dr. med. G. Gründer, Prof. Dr. med. P. Heiser, Prof. Dr. rer. Nat. C. Hiemke, Prof. Dr. med. H. Himmerich, Prof. Dr. med. F. Kiefer, Prof. Dr. med. C. Lange-Asschenfeldt, Prof. Dr. med., Dr. rer. nat., Dipl.-Psych. M.J. Müller, Dr. med., Dipl.-Kfm. M. Paulzen, Dr. med. F. Regen, Prof. Dr. med. A. Steiger, Prof. Dr. med. F. Weber

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Herausgeber:
Prof. Dr. Dr. Frank Schneider