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01.11.2015 | CME Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 6/2015

Psychotherapeut 6/2015

Komplexe posttraumatische Belastungsstörung nach ICD-11

Beschreibung des Diagnosevorschlags und Abgrenzung zur klassischen posttraumatischen Belastungsstörung

Zeitschrift:
Psychotherapeut > Ausgabe 6/2015
Autoren:
Dr. T. Hecker, A. Maercker

Zusammenfassung

Traumata werden definiert als Ereignisse von außergewöhnlicher Bedrohung, die nahezu bei jedem tiefgreifende Verzweiflung auslösen würde. Die „klassische“ posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist gekennzeichnet durch Intrusionen, Vermeidung und Hyperarousal. Die komplexe posttraumatische Belastungsstörung (KPTBS) wird als eigenständige Diagnose in die ICD-11 aufgenommen und tritt als Folge von sich wiederholenden oder lang andauernden traumatischen Ereignissen auf. Die KPTBS ist neben den Symptomen der PTBS durch Affektregulationsstörungen, negative Selbstwahrnehmung und Beziehungsstörungen gekennzeichnet. Aktuelle empirische Studien lieferten Hinweise für die Validität dieser Diagnose. Die Exposition in sensu mit dem traumatischen Ereignis steht im Mittelpunkt der als erfolgreich evaluierten Psychotherapien von PTBS und KPTBS. Zur differenziellen Wirkung einzelner traumafokussierter Verfahren bei KPTBS können jedoch noch keine eindeutigen Empfehlungen ausgesprochen werden.

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