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15.08.2017 | Übersicht | Sonderheft 2/2017

Trauma und Berufskrankheit 2/2017

Komplexe proximale Humerusfrakturen

Wann ist die endoprothetische Frakturversorgung indiziert, und wenn ja, welche?

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Sonderheft 2/2017
Autoren:
M. V. Neumann, M. Jaeger, Prof. Dr. N. P. Südkamp

Zusammenfassung

Der funktionelle Anspruch nach Schultergelenkfrakturen steigt bei älteren Patienten. Das chirurgische Bestreben ist die stabile und anatomische Rekonstruktion des Humeruskopfes auch bei komplizierten Humeruskopffrakturen. Bei Vorliegen irreparabler Humeruskopffrakturen geht der Trend bei älteren Patienten zur Implantation einer primären, inversen Frakturprothese. Die Indikation erfolgt dabei zunehmend alters- und nicht mehr frakturmusterabhängig. Dieses Vorgehen wird mittlerweile durch verschiedene biomechanische und klinische Studien unterstützt, die die Überlegenheit der inversen Prothese gegenüber anderen Osteosyntheseverfahren und der anatomischen Frakturprothese dokumentieren. Bei jüngeren Patienten wird weiterhin empfohlen, auch bei komplexen Frakturmorphologien, eine primäre Rekonstruktion der Fraktur anzustreben. Dieser Beitrag beleuchtet die chirurgischen Möglichkeiten bei komplexen, proximalen Humerusfrakturen und soll eine Entscheidungshilfe im klinischen Alltag bieten.

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