Zum Inhalt

DMARD-Therapie und Hautkrebs

Erkennen, Stand des Wissens und Prävention

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziel der Arbeit

Epitheliale Tumoren unterscheiden sich im zellulären Ursprung, bei Risikofaktoren und Inzidenz sowie deren Behandlung. Inwiefern die Einnahme von „disease-modifying antirheumatic drugs“ (DMARDs) mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Hauttumoren assoziiert ist und für welche Wirkstoffe das Risiko unter Umständen höher ist, ist Inhalt dieses Beitrags. Zudem werden einige praxisrelevante dermatologische Empfehlungen für Rheumatolog*innen erläutert.

Methodik

Die häufigsten Tumoren der Haut werden hinsichtlich ihres zellulären Ursprungs in maligne Melanome (MM) und sog. „keratinocyte cancer“ (KC) unterteilt. Die klinische Präsentation dieser Tumoren unterscheidet sich, und auch das Risiko für ihre Entwicklung unter DMARD-Therapie variiert in Abhängigkeit vom Wirkstoff und der Tumorentität. Da Rheumatolog*innen diese Patient*innen häufig zu Verlaufskontrollen sehen, ist es daher essenziell, den klinischen Befund, aber auch die jeweiligen Risikofaktoren der Tumorentitäten zu kennen.

Ergebnisse

Eine allgemein gültige und zuverlässige Abschätzung des Risikos für die Entwicklung von epithelialen Hauttumoren unter DMARD-Therapie kann zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund der Datenlage nur in Form von Tendenzen formuliert werden. In der entsprechenden Literatur zeigt sich, dass eine regelmäßige dermatologische Vorsorge empfohlen ist.

Diskussion

Patient*innen unter immunsupprimierender/-modulierender Therapie sollten zur Selbstinspektion der Haut angeleitet werden, regelmäßige dermatologische Vorsorgeuntersuchungen erhalten und zu konsequenten UV-Schutzmaßnahmen angeleitet werden. Nicht heilende oder rezidivierend blutende Läsionen sollten einer Probebiopsie zum Ausschluss/zur Diagnose eines epithelialen Hauttumors zugeführt werden, ebenso wie unklare entzündliche Läsionen, die unter Anwendung eines topischen Glukokortikosteroids nicht abheilen. Interdisziplinäres Arbeiten zwischen den Fachdisziplinen ist der Schlüssel zum Erfolg, um die maximale Lebensqualität bei möglichst niedrigem Risiko für die Entwicklung von epithelialen Hauttumoren für diese Patient*innen zu gewährleisten.
Titel
DMARD-Therapie und Hautkrebs
Erkennen, Stand des Wissens und Prävention
Verfasst von
Katharina Drerup
Dr. med. Ann-Sophie Bohne
Regine Gläser
Publikationsdatum
23.01.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 3/2023
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-022-01312-3
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Übergewicht bei Kindern: Erhöhtes Risiko für immunvermittelte Hautkrankheiten

Adipositas im Kindesalter, das hat Folgen! Die Erkrankung fördert systemische Entzündungsprozesse und steigert das Risiko für atopische Dermatosen und andere Hautkrankheiten.

ANZEIGE

Aktinische Keratose: Herausforderung in Prävention und Praxis

Ein europäisches Expertenvotum gibt Impulse für die individualisierte Behandlung von AK – mit Fokus auf Patientenerwartungen, Verträglichkeit und neue Bewertungssysteme.

ANZEIGE

Optimale Wundheilung: Arzneimittelbasierte Wundsalben als wichtiger Baustein der dermatologischen Versorgung

Oberflächliche Hautverletzungen und Schleimhautschädigungen sind alltägliche Herausforderungen in der dermatologischen Praxis. Die richtige Wundbehandlung mit geeigneten Präparaten kann den Heilungsprozess signifikant beschleunigen und Komplikationen reduzieren.

ANZEIGE

Bepanthen® unterstützt bei vielen Indikationen die Regeneration der Haut

  • Content Hub

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe wird nach wie vor erfolgreich bei kleinen Alltagsverletzungen eingesetzt. Moderne Forschung schafft darüber hinaus Evidenz für neue Anwendungsgebiete wie z.B. für die Nachbehandlung einer Lasertherapie bei aktinischer Keratose oder einer Tattoo-Entfernung. Aktuelle Studienergebnisse oder Neuigkeiten aus der Dermatologie erfahren Sie hier.

Bayer Vital GmbH

Passend zum Thema

Kongressdossier zum Deutschen Krebskongress 2026

18. - 21. Februar 2026 | Berlin
Auf dieser Seite werden wir Sie mit tagesaktuellen Berichten vom Deutschen Krebskongress auf dem Laufenden halten. Vor dem Start des Kongresses finden Sie hier zudem Ausblicke auf spannende Themen, die vor Ort diskutiert werden. Expertinnen und Experten erzählen, auf welche DKK-Sessions sie sich besonders freuen.

Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Bildnachweise
Lichtschäden bei langjähriger UV-Expostion/© Drerup K., Bohne A.-S., Gläser R. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Kind misst seinen Bauchumfang/© supawat bursuk | iStock, Histologie einer Schleimhautzelle/© Oscar Gutierrez | iStock, Kreuzweise geklebte Pflaster auf Haut mit aufgemaltem Herz/© AndreyPopov | iStock, Titelbild CH Bepanthen, Berlin/© amyrxa / stock.adobe.com