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29.07.2021 | Komplikationen in der Anästhesie | Kasuistiken

Zentralneurologische Komplikation einer interskalenären Plexuskatheteranlage

Zeitschrift:
Der Anaesthesist
Autoren:
E. Nöske, M. Stolzer, M. Racher, H. Baumann, K-J. Lehmann, Prof. Dr. Dr. M. Henrich
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Zusammenfassung

Eine 78-jährige Patientin erhält zur perioperativen Schmerztherapie bei Implantation einer inversen Schulterprothese einen interskalenären Plexuskatheter (ISK). Nach stimulationsgestützter Punktion unter sonographischer Kontrolle werden zunächst 25 ml Lokalanästhetikum (LA) verabreicht und anschließend der Katheter mittels „Durch-die-Nadel-Technik“ platziert. Unmittelbar nach der Gabe von weiteren 5 ml LA über den einliegenden Katheter zeigt die Patientin Symptome einer hohen Spinalanästhesie, sodass sie intubiert und beatmet werden muss. In der folgenden computertomographischen Diagnostik des Halses zeigt sich eine intrathekale Fehllage des Plexuskatheters, dessen Spitze dorsal der A. vertebralis auf Höhe der HWK 5/6 liegt. Im Verlauf kann der Katheter problemlos entfernt werden; neurologische Folgeschäden bestehen keine. Die Verwendung von Ultraschall, insbesondere in Kombination mit der Nervenstimulation, erhöht die Sicherheit bei Anlage eines interskalinären Kathetes, da eine eindeutige Identifikation der Nervenwurzeln C5–C7 und deren umgebende Strukturen möglich ist. Sofern die Ausbreitung des LA während der Injektion nicht visualisierbar sein sollte, muss die Injektion sofort abgebrochen werden. Des Weiteren darf die Nadelspitze bzw. die Eindringtiefe der Nadel während der Katheteranlage nicht verändert werden. Die erstmalige Gabe eines LA über den Kathteter sollte unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, vorzugsweise unter Überwachung der Vitalwerte sowie unter fortlaufender klinisch-neurologischer Kontrolle des wachen Patienten. Eine Notfallausrüstung muss unmittelbar verfügbar sein.

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