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Die Orthopädie

Nervenkompressionssyndrome des Nervus medianus und Nervus radialis am Ellbogen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Nervenkompressionssyndrome des N. medianus und radialis am Ellbogen entstehen meist durch die Kombination aus Traktion und Druck und äußern sich v. a. durch Kraftverlust sowie dumpfe, lokalisierte Ellbogenschmerzen. Muskuläre Funktionseinschränkungen können auftreten, während Sensibilitätseinschränkungen jedoch seltener in den Vordergrund treten. Eine Diagnostik mittels ausführlicher Anamnese, neurologischer Untersuchung mit beispielsweise Kennmuskeltestung im Seitenvergleich sowie bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Sonographie oder Magnetresonanztomographie (MRT) ist essenziell. Im Anfangsstadium kann eine konservative Therapie durch Ruhigstellung und Kortisontherapie erfolgreich sein. Operative Eingriffe sind bei Beschwerdepersistenz oder -progredienz unter Anwendung von Lupenbrillenvergrößerung sowie mikrochirurgischem Instrumentarium oder einem Mikroskop indiziert. Dabei ist die Schonung der Gefäßversorgung und des Nervengleitgewebes besonders wichtig, um eine optimale Regeneration und somit Funktion zu gewährleisten. Bei zeitgerechter Diagnostik und Therapie besteht eine gute Prognose.
Titel
Nervenkompressionssyndrome des Nervus medianus und Nervus radialis am Ellbogen
Verfasst von
Dr. med. Adrian Cavalcanti Kußmaul
Wieland Hermann
Julie Boever
Ali Ayache
Frank Unglaub
Publikationsdatum
07.03.2025
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Bildnachweise
Untersuchung am Ellbogen/© Cavalcanti Kußmaul A et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Arthropedia, Enkel hilft seinen Großeltern im Garten/© eclipse_images / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Operation an der Hand/© karegg / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Knochensäge im Einsatz bei Knie-TEP/© Issara / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Versorgung einer infizierten Wunde bei diabetischem Fuß/© kirov1969 / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen)