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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 9/2009

Der Urologe 9/2009

Konfokale Laserscanningmikroskopie von Urothel

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 9/2009
Autoren:
Dr. C. Nohr-Westphal, O. Stachs, M. Kröger, W. Kram, R. Guthoff, O.W. Hakenberg

Zusammenfassung

Eine Verbesserung der optischen Detektion flächenhafter Urothelkarzinome ist potentiell von klinischem Interesse, wenn sie eine bessere Erkennung zu biopsierender Areale erlaubt. Wir untersuchten dazu in einer Pilotstudie die Anwendung hochauflösender optischer Systeme mit zellulärer Lasermikroskopie, welche die Beurteilung einzelner Zellen im Epithelverband erlaubt.
Ex-vivo-Präparate von radikal zystektomierten Patienten wurden mit einer eigens entwickelten Methode der konfokalen Laserscanningmikroskopie (Wellenlänge 670 nm) untersucht, wobei oberflächenparallele optische Schnitte (Kantenlänge 200×200 µm) bis zu einer Gewebetiefe von 120 µm aufgenommen wurden. Ausgewählte Datensätze wurden mittels AMIRA dreidimensional rekonstruiert. Insgesamt 35 Ex-vivo-Präparate von 20 Patienten wurden konfokal-mikroskopisch untersucht und die Befunde mit denen der histologischen Schnittpräparate verglichen. In allen Fällen konnten makroskopisch tumorbefallene Bezirke lasermikroskopisch aufgrund deutlich erkennbarer zellulärer Atypien eindeutig identifiziert werden. Zusätzliche Befunde waren vielfach eine subepithelial nachweisbare Hypervaskularisation in tumortragenden Bereichen. Bei flächenhaften Karzinomen (CIS) konnten diese in vielen Fällen ebenfalls mittels der Streulichtmikroskopie eindeutig identifiziert werden.
Die konfokale Streulichtmikroskopie erlaubt eine Visualisierung und Analyse einzelner Zellen und ihrer Atypien bezüglich der Kernstruktur, die weit über die normalen zystoskopischen Beurteilungsmöglichkeiten hinausgeht. Die entwickelte Methode liefert eine Basis für weitere Untersuchungen mit der potentiellen Möglichkeit einer endoskopischen In-vivo-Bildgebung.

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