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14.02.2020 | Koronare Herzerkrankung | Übersichten | Ausgabe 5/2020 Open Access

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie 5/2020

Die Fahrradergometrie in der arbeitsmedizinischen Vorsorge

Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie > Ausgabe 5/2020
Autoren:
PD Dr. S. Sammito, F. Heblich, N. Güttler

Zusammenfassung

Eine ausreichend hohe körperliche Leistungsfähigkeit ist für viele Berufsgruppen von elementarer Bedeutung für die Bewältigung der täglichen Arbeitsanforderungen (u. a. Feuerwehr, Polizei, Militär, aber auch Beschäftigte im Baugewerbe, Bergbau und Landwirtschaft). Für die Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit steht dem Arbeits- und Betriebsmediziner die (Fahrrad‑)Ergometrie als standardisierte, unter Praxisbedingungen durchführbare Untersuchung zur Verfügung.
Unter Berücksichtigung der nationalen und internationalen Leitlinien und aktueller wissenschaftlicher Literatur werden die für den Arbeitsmediziner notwendigen Kenntnisse, Voraussetzungen, Indikationen und Kontraindikationen der Ergometrie zusammengefasst. Durchführungsempfehlungen werden dargestellt. Abbruchkriterien aufgrund pathologischer Auffälligkeiten oder bei Erreichen der Ausbelastung werden aufgelistet. Die Vor- und Nachteile der Stufen- vs. der Rampenbelastung werden gezeigt. Neben den physiologisch zu erwartenden Reaktionen bei dieser Belastungsprüfung wird auch die eingeschränkte Sensitivität und Spezifität der Ergometrie für die Diagnostik einer koronaren Herzerkrankung am Beispiel der falsch-positiven und falsch-negativen Ergometrieuntersuchungen für Männer und Frauen im Alter von 50–59 Jahren mit unklaren Brustbeschwerden diskutiert. Die unterschiedlichen Ergometrieformen und ihre teilweise eingeschränkte Vergleichbarkeit untereinander und mit den reellen Arbeitsbedingungen erschweren darüber hinaus die Aussagekraft der Fahrradergometrie für die Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit eines Probanden, da lediglich die spezifisch fahrradergometrische Leistungsfähigkeit geprüft wird. Trotz den bei gesunden und jungen Probanden geringen Komplikationsraten sollte daher der Einsatz der Fahrradergometrie in der arbeitsmedizinischen Vorsorge kein Automatismus bei der Beurteilbarkeit der körperlichen Leistungsfähigkeit für den Einsatz des Probanden an einem bestimmten Arbeitsplatz sein.

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