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Gefässchirurgie

Korrelation sonographischer, morphologischer und klinischer Befunde bei der Endarteriektomie der Karotisregion

  • 01.05.2003
Erschienen in:

Zusammenfassung

Methode

In der Zeit von Februar 1998 bis Januar 1999 wurde bei 368 Patienten, die sich einer Karotisrevaskularisation unterzogen, präoperativ duplex- und farbdopplersonographisch der Stenosegrad und die Plaquebeschaffenheit bestimmt. Die Patienten wurden entsprechend der Klassifizierung für die zerebrovaskuläre Insuffizienz nach Vollmar eingeteilt. Die bei der Endarteriektomie entnommenen Präparate wurden histopathologisch aufgearbeitet.

Ergebnisse

Es zeigte sich eine Korrelation der Befunde der präoperativ durchgeführten duplex- und farbdopplersonographischen Untersuchungen mit der histologischen Aufarbeitung für weiche Plaques mit einer Spezifität von 79,3% und Sensitivität von 84,6%, harte Plaques von jeweils 79,9% und 83,6% und ulzeröse Plaques von nur 53,3% und 55,2%. Zudem wurde eine Korrelation der Häufigkeit embolieträchtiger Plaques mit dem klinischen Stadium festgestellt. Gegenteilig verringerte sich die Häufigkeit der glattwandigen, harten Plaques mit zunehmender Schwere der klinischen Symptomatik.

Schlussfolgerungen

Weiche und ulzeröse Plaques führen häufiger zu einer zerebralen arteriellen Embolie. Diese gefährlichen plaquemorphologischen Befunde können präoperativ nicht mit ausreichender Sicherheit farbduplexsonographisch bestimmt werden.
Titel
Korrelation sonographischer, morphologischer und klinischer Befunde bei der Endarteriektomie der Karotisregion
Verfasst von
Dr. K. Balzer
K. M. Müller
J. Heger
I. Gudz
K. Prangenberg
Publikationsdatum
01.05.2003
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 2/2003
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-003-0275-6
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