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17.09.2020 | Konzepte - Stellungnahmen - Perspektiven

Krankenhausalarm- und Einsatzplanung – Empfehlung für eine modulare Materialvorhaltung für den Massenanfall von Verletzten

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin
Autoren:
A. Solarek, D. Cwojdzinski, Dr. D. Sander
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Online-Version dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s10049-020-00764-x) enthält eine tabellarische Zusammenstellung des Materials für die Module 1–21.
Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen auf www.​springermedizin.​de zur Verfügung. Bitte geben Sie dort den Beitragstitel in die Suche ein, das Zusatzmaterial finden Sie beim Beitrag unter „Ergänzende Inhalte“.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Anforderungen an Krankenhäuser und medizinische Versorgungseinrichtungen im Rahmen der Krankenhausalarm- und Einsatzplanung steigen stetig, zum einen durch behördliche Vorgaben, zum anderen durch eine Erhöhung der Bedrohungslage, Stichwort Terror-MANV(Massenanfall von Verletzten), biologische Gefahrenlagen oder Ausfall kritischer Infrastrukturen. Krankenhäuser müssen sich auch materiell auf diese Bedrohungslagen einstellen. Das hier vorgestellte Konzept zur Materialbevorratung erhöht die Flexibilität der Kliniken, auf unterschiedliche kurzfristig einwirkende Gefahrenlagen situationsgerecht zu reagieren. Es besteht die Möglichkeit, durch den Einsatz von Modulwagen eine flexible Raumordnung herzustellen und damit die Funktionsfähigkeit des Krankenhauses in einer zeitlich begrenzten Gefahrenlage weiter zu gewährleisten. Dieses Konzept behandelt keine Empfehlung zur Vorratsvorhaltung für Pandemielagen, da hier die weiteren Entwicklungen auf Bund- und Länderebene abzuwarten sind und die staatliche Bevorratung hier im Vordergrund stehen wird.

Methodik

Als Grundlage für die Musterempfehlung wurden verschiedene Materialplanungslisten aus Krankenhäusern gesichtet und die Inhalte fachlich bewertet. Bei Alarmübungen wurden zum einen die Versorgungsschritte betrachtet und zum anderen, welches Material in welchen Schritten zum Einsatz kommt. Die Materialfestlegung orientierte sich letztendlich an den Behandlungsschritten selbst und an den Empfehlungen gültiger Leitlinien.

Ergebnisse

Als sinnvoll hat sich eine Sortimentszusammenstellung aus verschiedenen Modulen, die in einem Modulwagen zusammengesetzt werden können, bewährt. Es versetzt Krankenhäuser, aber auch andere medizinische Versorgungseinrichtungen (z. B. Rehakliniken) in die Lage, die Voraussetzungen für die Bewältigung von internen oder externen Schadenslagen durch die schnelle Verfügbarkeit und gleichartige Ausstattung zu schaffen. Die Kosten für eine Ausstattung aller Funktionsbereiche für die Versorgung von 50 Patienten dürften sich nach einer überschläglichen Schätzung auf rund 100.000 € belaufen.

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