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23.04.2020 | Krebsvorsorge in der Gynäkologie | Leitthema | Ausgabe 7/2020

Der Onkologe 7/2020

Risikofaktoren und primäre Präventionsstrategien des Zervixkarzinoms

Inzidenz, Mortalität, Epidemiologie, HPV‑Impfung

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 7/2020
Autoren:
PD Dr. T. Ganzenmüller, Prof. Dr. P. Soergel, S. Weinmann, MPH Prof. Dr. S. J. Klug

Zusammenfassung

Hintergrund

Hauptrisikofaktor für die Entstehung eines invasiven Zervixkarzinoms ist eine persistierende Infektion mit humanen Papillomviren (HPV). Die beiden High-Risk-Typen HPV 16 und 18 sind in fast allen Zervixkarzinomfällen nachweisbar. Weltweit ist Gebärmutterhalskrebs die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Im Jahr 2018 starben rund 311.000 Frauen weltweit an einem invasiven Zervixkarzinom.

Ergebnisse

Zur primären Prävention einer HPV-Infektion gibt es seit dem Jahr 2006 die Möglichkeit einer HPV-Impfung. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine HPV-Impfung für alle Jungen und Mädchen im Alter von 9–14 Jahren. Im Jahr 2015 waren deutschlandweit jedoch nur rund 31,2 % aller 15-jährigen Mädchen vollständig geimpft. Weltweit weisen schulbasierte HPV-Impfprogramme die höchsten Immunisierungsraten auf.

Schlussfolgerung

Die Einführung einer schulbasierten HPV-Impfung könnte auch in Deutschland dazu beitragen, die HPV-Impfquoten zu steigern, und somit langfristig die Reduktion von HPV-Infektionen und daraus resultierenden Karzinomen unterstützen.

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Literatur
Über diesen Artikel

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