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26.09.2017 | Übersicht | Ausgabe 4/2017

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 4/2017

Kriminalität und Zuwanderung

Straftaten von, gegen und unter Geflüchteten

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Ausgabe 4/2017
Autor:
Prof. Dr. Rita Haverkamp

Zusammenfassung

Über 1 Mio. Menschen suchten in den letzten beiden Jahren Zuflucht in der Bundesrepublik. Die Zuwanderung von überwiegend muslimischen Asylbegehrenden stellt die Zugewanderten und die Aufnahmegesellschaft vor Herausforderungen im Bereich Integration. Dies gilt umso mehr, als sich die öffentliche und politische Debatte von einer Willkommenskultur mehr und mehr zu einer Diskussion über Gefährdungspotenziale von Flüchtlingen im Zuge von aufsehenerregender Kriminalität und Terroranschlägen wandelte. Breite Aufmerksamkeit erregt v. a. Kriminalität von und unter Zuwanderern. Dagegen geraten Proteste gegen und Übergriffe auf Flüchtlingsheime und Asylsuchende in der öffentlichen Wahrnehmung in den Hintergrund, obwohl es nach wie vor eine Reihe von strafbaren Handlungen gibt, die Beleidigungen und (gefährliche) Körperverletzungen gegen Flüchtlinge sowie Brandstiftungen und andere Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und auch Hilfsorganisationen betreffen. Neben der Entwicklung der Zuwanderung liegt im vorliegenden Beitrag der Schwerpunkt auf dem polizeilich registrierten Straftatenaufkommen von, unter und gegen Zuwanderer. Mittels Daten aus der Polizeilichen Kriminalstatistik, dem Kriminalpolizeilichen Meldedienst und der Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle werden die wichtigsten Straftaten und Straftatengruppen von Asylbewerbern dargestellt, die Kriminalität unter Geflüchteten, auch in Erstaufnahmeeinrichtungen und Flüchtlingsunterkünften, beschrieben sowie Asylsuchende bzw. Flüchtlinge als Opfer von Straftaten näher untersucht.

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