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Künstliche Intelligenz und Lasermikroskopie

  • 30.10.2025
  • Online-Artikel

Konfokale Lasermikroskopie ist aus der Dermatologie nicht wegzudenken. Durch Unterstützung von künstlicher Intelligenz bekommt die Bildgebung ein ganz neues Gewicht in der dermatologischen Diagnostik.

Wie in der Zeitschrift "Die Dermatologie" berichtet, gewinnt die konfokale Lasermikroskopie (KLM) zunehmend an Bedeutung in der dermatologischen Diagnostik, insbesondere bei der Unterscheidung von benignen und malignen melanozytären Hautläsionen. Diese nicht invasive Methode bietet eine hohe laterale Auflösung und ermöglicht die Erstellung horizontaler Schnittbilder der Haut mit einer Auflösung von 1–3 µm. Dies ist besonders wertvoll bei der präoperativen Kartierung von Lentigo maligna, wo tumorbefallene Areale präzise abgegrenzt werden können.

Technischer Hintergrund

Die KLM nutzt fokussiertes Laserlicht, um detaillierte Bilder der Epidermis und oberen Dermis zu erzeugen. Diese Technik ist besonders nützlich bei der Diagnose von melanozytären und epithelialen Hauttumoren, da sie reflexionsstarke Strukturen wie Melanin und Keratin sichtbar machen kann. Ein wesentlicher Vorteil der KLM liegt in ihrer Fähigkeit, oberflächennahes Gewebe in horizontaler Schnittführung darzustellen. Trotz einer Eindringtiefe von nur 250–300 µm eröffnet die KLM vielfältige diagnostische Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere bei der Beurteilung dynamischer Hautveränderungen in vivo.

Besondere Eigenschaften 

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt der KLM ist ihre Fähigkeit, zwischen benignen und malignen melanozytären Hautveränderungen zu unterscheiden. Benigne Nävi zeigen in der konfokalen Bildgebung eine homogene zelluläre Architektur und scharf begrenzte dermoepidermale Übergänge. Im Gegensatz dazu weisen maligne Melanome atypische Muster wie ein unregelmäßiges Honigwabenmuster der Epidermis und pagetoide Zellen auf. Die KLM kann eine Sensitivität von über 90 % und eine Spezifität von bis zu 88 % bei der Diagnose maligner Melanome erreichen, wodurch die Anzahl unnötiger Exzisionen signifikant reduziert wird.

Einsatzgebiete der KLM

Besonders nützlich ist die KLM bei der Diagnose von Lentigo maligna und Lentigo-maligna-Melanomen, die häufig im Gesicht älterer Menschen auftreten. Diese Erkrankungen zeigen typische KLM-Befunde wie asymmetrische epidermale Hyperplasie und unregelmäßige Verteilung dendritischer Zellen. Die präzise In-vivo-Kartierung ermöglicht eine gezielte Resektionsplanung, was die Tumorfreiheit verbessert und die Rezidivrate senkt.

Künstliche Intelligenz und KLM

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Auswertung von KLM-Bildern eröffnet neue Perspektiven für die standardisierte Diagnostik melanozytärer Hautläsionen. Systeme wie "MED-Net" nutzen Deep-Learning-Modelle, um typische diagnostische Strukturen zu erkennen und die diagnostische Sicherheit zu erhöhen. Studien berichten von Spezifitätswerten über 90 % bei gleichzeitiger Sensitivität zwischen 70 und 80 %. Besonders in komplexen Fällen kann die KI-gestützte Bildanalyse die diagnostische Sicherheit erhöhen, jedoch sollte der Einsatz solcher Systeme immer durch qualifiziertes Personal erfolgen und als Ergänzung zur ärztlichen Bewertung dienen.

Fazit

Die KLM bietet eine wertvolle Erweiterung der diagnostischen Möglichkeiten in der Dermatologie. Sie verbessert die Spezifität und reduziert unnötige Exzisionen, insbesondere bei unklaren Dermatoskopiebefunden. KI-basierte Tools ergänzen die KLM durch strukturierte Bildauswertung und können die diagnostische Qualität erhöhen. Der Einsatz sollte leitlinienkonform erfolgen, wobei KI als unterstützendes Instrument dient, nicht als Ersatz der ärztlichen Bewertung.


Dieser Text ist eine KI generierte Zusammenfassung, die von Springer Medizin erstellt, geprüft und nachbearbeitet wurde.
Quelle: Gust C et al. In vivo konfokale Lasermikroskopie und melanozytäre Tumoren. Dermatologie.

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Quelle: Bayer Vital GmbH

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Bildnachweise
Frau schaut durch ein Mikroskop/© Tanakorn / stock.adobe.com / Generated with AI