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Der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) in der Form von Large Language Models (LLM) von Patient*innen in der Gynäkologie und Geburtshilfe hat das Potenzial, die Versorgung tiefgreifend zu verändern. KI-gestützte Sprachmodelle wie ChatGPT können Informationen zu sensiblen Gesundheitsthemen wie Menstruation, Verhütung, Schwangerschaft und Geburt rund um die Uhr zugänglich machen und damit den Informationsstand und die Selbstbestimmung der Patient*innen stärken. Die ständige Verfügbarkeit und verständliche Kommunikation medizinischer Informationen ermöglichen es Patient*innen, sich besser auf Arztgespräche vorzubereiten und ihre individuellen Fragen ohne Scham zu stellen. Dies fördert eine gleichberechtigte, partnerschaftliche Kommunikation zwischen Patient*innen und medizinischem Fachpersonal. Gleichzeitig gibt es jedoch Grenzen und Herausforderungen beim Einsatz von ChatGPT in der Medizin. Das Modell kann nur allgemeine Informationen liefern und ist nicht in der Lage, die Komplexität individueller Gesundheitszustände oder personalisierter medizinischer Entscheidungen vollständig zu erfassen. Auch Datenschutzbedenken und das Risiko von Missverständnissen stellen zentrale Hürden dar, die bei der Nutzung berücksichtigt werden müssen. ChatGPT kann und darf daher keine ärztliche Beratung ersetzen, sondern sollte lediglich als ergänzende Ressource genutzt werden. Insgesamt bietet der Einsatz von ChatGPT viele Chancen für die Kommunikation auch in der Gynäkologie und Geburtshilfe. Künftige Entwicklungen und Forschungen könnten dazu beitragen, das Modell weiter an die spezifischen Bedürfnisse der Patient*innen anzupassen und es als unterstützende Ressource im Gesundheitswesen zu etablieren.
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Die moderne Medizin steht vor einer tiefgreifenden Transformation durch digitale Technologien und künstliche Intelligenz (KI). In den letzten Jahren hat sich die Rolle der KI im Gesundheitswesen dramatisch weiterentwickelt – von der Bilderkennung in der Radiologie bis hin zur Unterstützung personalisierter Therapien in der Onkologie. Diese Fortschritte haben nicht nur das Potenzial, die diagnostische und therapeutische Effizienz zu steigern, sondern auch die Art und Weise zu verändern, wie Patienten und medizinisches Fachpersonal miteinander kommunizieren.
Die Nutzung von ChatGPT durch Patient*innen ist ein neuer Weg zu gesundheitsbezogenen Informationen
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Eines der vielversprechendsten KI-Modelle, das in diesem Kontext derzeit Anwendung findet, ist ChatGPT [1]. ChatGPT ist ein Sprachmodell (Large Language Model, LLM), welches durch große Mengen textbasierter Daten trainiert wurde und auf eine Vielzahl von Fragen in natürlicher Sprache Antworten geben kann [2]. Die Nutzung von ChatGPT durch Patient*innen stellt einen neuen Weg dar, wie sie gesundheitsbezogene Informationen erhalten können. Durch die Möglichkeit, jederzeit Antworten auf individuelle Fragen zu bekommen und nicht nur auf allgemeine Gesundheitsinformationen auf Webseiten zurückgreifen zu müssen, können Patient*innen ihre eigene Gesundheitskompetenz stärken und ein solides Fundament für das Treffen informierter Entscheidungen aufbauen.
Ziel dieses Artikels ist es, die potenziellen Einsatzmöglichkeiten, die Vorteile und die Herausforderungen von ChatGPT und anderen LLM im Allgemeinen sowie spezifisch in der gynäkologischen und geburtshilflichen Versorgung zu beleuchten und zu diskutieren.
Rolle der künstlichen Intelligenz
In der Medizin allgemein
Die Rolle der KI im Gesundheitswesen hat sich in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Unter dem Begriff Artificial Intelligence (AI) wird dabei das Maschine Learning und als Teilbereich dessen das Deep Learning zusammengefasst, welche auf künstlichen neuronalen Netzen basieren. Hierin wiederum angesiedelt ist die generative KI und LLM wie ChatGPT. Dieses wurde im November 2022 durch Open AI gelauncht und verzeichnete bereits im Januar 2023 über 100 Mio. Nutzer weltweit. Damit zählt ChatGPT zu der am schnellsten wachsenden KI-Anwendung [3].
Ursprünglich wurden KI-Algorithmen hauptsächlich für die Analyse großer Datenmengen und zur Unterstützung der Diagnostik entwickelt. In der Erkennung von Mustern arbeiten diese Systeme mit hoher Präzision, die teilweise sogar die menschliche übertreffen. Die Analysen können dabei helfen, Vorhersagen über Krankheitsverläufe zu treffen, Anomalien in medizinischen Bildgebungen zu erkennen oder Therapien entsprechend individuell anzupassen. In der Onkologie werden KI-Modelle beispielsweise verwendet, um Tumorzellen auf radiologischen Bildern zu erkennen, wodurch die Diagnosestellung schneller und präziser wird. Darüber hinaus spielt die KI eine wichtige Rolle in der Verwaltung und Analyse elektronischer Gesundheitsakten, in der Überwachung chronischer Krankheiten und sogar bei operativen Eingriffen im Rahmen robotisch assistierter Chirurgie. Von der personalisierten Medizin über das Patientenmonitoring, bis hin zur Patientenaufklärung schufen die Entwicklungen der vergangenen Jahre neue Anwendungsfelder auch in der Patientenversorgung und -kommunikation [4].
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In der Gynäkologie und Geburtshilfe
In der Gynäkologie und Geburtshilfe kommt KI besonders im Kontext von bildgebenden Verfahren zum Einsatz, beispielsweise in der Diagnose kongenitaler Erkrankungen oder in der Vorhersage und dem Management von Schwangerschaftskomplikationen [5‐7]. Auch in der Interpretation von Kardiotokographien (CTG) wird KI derzeit erprobt [8].
Large-Language-Modelle
Arzt-Patienten-Kommunikation
Neben dem direkten Arzt-Patienten-Kontakt basiert die Informationsvermittlung aktuell größtenteils auf schriftlichen Informationen, wie Broschüren, Büchern oder Internetseiten. Diese werden häufig aufgrund der limitierten Zeit für den Arzt-Patienten-Kontakt genutzt, liefern jedoch keine personalisierten Informationen (Abb. 1). Hier haben LLM das Potenzial, statische Inhalte für die Patient*innen interaktiv aufzubereiten und Fragen der Patient*innen, die vor, während oder nach einem Arztbesuch auftreten können, konkret zu beantworten. Zwischen klassischen unilateralen Informationsquellen wie Websites, Ratgebern, Informationsbroschüren oder Podcasts und einem persönlichen Austausch mit dem behandelnden medizinischem Team nehmen LLM eine Zwischenposition zwischen allgemeiner Erstinformation und einer individuellen Betreuung anhand persönlicher Symptome, Einschränkungen und Besonderheiten ein. Durch eine konkrete Bezugnahme auf die spezifischen Anliegen können LLM die persönlichen Gesundheitskompetenz der Patient*innen stärken, auf die diese in anschließenden Gesprächen mit ihrem betreuenden Fachpersonal zurückgreifen können.
Abb. 1
Einsatzmöglichkeiten von Large-Language-Modellen (LLM) in der Gynäkologie und Geburtshilfe. Erläuterung s. Text
ChatGPT kann unterstützend wirken, Gedanken zu strukturieren
Zur Vorbereitung auf ein Arztgespräch bietet ChatGPT eine allgemeine Erstinformation, die zugleich auf die individuellen Bedürfnisse und Fragen der Patient*innen abgestimmt ist. Viele Patient*innen sind unsicher, welche Fragen sie ihrem Arzt stellen sollten und welche Informationen für ihre Behandlung wichtig sein könnten. ChatGPT kann hier unterstützend wirken, indem es typische Fragen und Gesprächsthemen aufzeigt und die Patient*innen dabei hilft, ihre Gedanken zu strukturieren.
Außerdem könnte ChatGPT auch Fragen und Bedenken aufnehmen, die Patient*innen möglicherweise in einem Arztgespräch vorerst aufgrund von Unsicherheit, Scham oder kulturellen Barrieren nicht anzusprechen wagen. Indem es Informationen bereitstellt und Patient*innen dazu ermutigt, ihre Anliegen offener anzusprechen, kann ChatGPT eine aktivere Rolle bei der Vorbereitung auf Arztbesuche spielen und die darauffolgende menschliche Kommunikation verbessern. Die Möglichkeit, jederzeit und sofort Zugang zu Informationen zu bekommen und dadurch sehr schnell Antworten auf drängende Fragen zu erhalten, ist ein weiterer Vorteil von LLM. Auch die empfundene Anonymität des Internets kann besonders in Bezug auf schambesetzte oder tabuisierte Themenbereiche die Hürden zur Informationsgewinnung herabsetzen. Ein KI-Tool wie ChatGPT kann darüber hinaus in der Lage sein, nicht nur präzise, sondern auch einfühlsame Antworten zu geben, ohne den Arzt-Patienten-Kontakt zu ersetzen. Als ergänzende Informationsquelle kann es Patient*innen ermöglichen, sich unabhängig und in ihrem eigenen Tempo über bestimmte Themen zu informieren und Ängste abzubauen.
Durch die Möglichkeit, jederzeit auf individuell ausgerichtete Informationen zugreifen zu können, werden Patient*innen ermächtigt, sich aktiv am Entscheidungsprozess zu beteiligen und diese informiert treffen zu können. Dies stärkt nicht nur ihr Vertrauen in das medizinische System, sondern fördert auch eine gleichberechtigte und partnerschaftliche Kommunikation zwischen Patient*innen und ihrem medizinischen Team.
Ein häufiges Problem in der Medizin ist die Komplexität medizinischer Fachbegriffe und Prozesse. Viele Patient*innen fühlen sich überfordert und verstehen oft nicht vollständig, was bestimmte Begriffe oder Untersuchungen bedeuten. Diese Informationsasymmetrie kann mithilfe KI-basierter Anwendungen abgebaut werden und Patient*innen dazu befähigen, in eine Diskussion mit ihren Ärzt*innen zu gehen um eine gemeinsame Entscheidung zu treffen [9]. Ein praktisches Beispiel hier sind Anwendungen wie ChatGPT, die Arztbriefe in eine laienverständliche Sprache übersetzen können. Zaretsky und sein Team wiesen nach, dass die mithilfe von AI generierten Informationen deutlich verständlicher waren als die ärztlichen Entlassbriefe, gleichzeitig aber teilweise als nicht vollständig bewertet wurden [10]. Aber auch Fachinformationen können durch LLM patientenzentriert aufgearbeitet oder in einfache Sprache übersetzt werden [10].
Hierdurch wird ChatGPT zu einem Akteur in der Arzt-Patienten-Kommunikation, dessen Relevanz zukünftig weiter steigen wird [11]. Es dient als ergänzende Informationsquelle, die Patient*innen helfen kann, sich auf Augenhöhe mit ihrem behandelnden medizinischen Team zu bewegen und basierend auf Vorinformationen die für sie relevanten Fragen zu stellen. Damit wird die Souveränität der Patient*innen gestärkt und das Verständnis der eigenen Gesundheit im Sinne einer gesteigerten Gesundheitskompetenz verbessert. Diese Faktoren könnten zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen Patient*innen und Ärzten führen.
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Angesichts einer steigenden Anzahl unterschiedlicher Behandlungsoptionen und zunehmender Entwicklungen in Richtung personalisierter Behandlungsansätze spielt die Aufklärung eine entscheidende Rolle in der modernen Medizin. Diese Aufklärung soll Patient*innen in die Lage versetzen, basierend auf ihren persönlichen Präferenzen fundierte Entscheidungen über ihre eigene Gesundheit zu treffen. Gleichzeitig sind jedoch Zeitmangel im Klinikalltag, ein hohes Maß an medizinischem Fachjargon und die emotionale Belastung der Patient*innen Hürden, die eine effektive Kommunikation erschweren.
Neben den Einsatzmöglichkeiten auf der Patient*innenseite findet KI auch bei Ärzt*innen Anwendung
Neben den Einsatzmöglichkeiten auf der Patient*innenseite findet KI auch bei Ärzt*innen Anwendung, beispielsweise bei der Erstellung von Informationsmaterial zur Aufklärung ihrer Patient*innen, welches im Folgenden durch sie ausgehändigt werden kann. Wird das LLM korrekt „gepromptet“, ist es möglich, spezifische Wünsche an das Sprachniveau oder die Komplexität der Sprache zu setzen, um somit ein Informationsformat zu generieren, welches beispielsweise auch gut für Personen zu verstehen ist, die dem Flesch Reading Ease Score von 60–70 (Lese- und Sprachverständnis der 8. Klasse) entspricht [12].
Potenzial in der Gynäkologie und Geburtshilfe
Auch in der Gynäkologie und Geburtshilfe ist die Aufklärung und Information der Patient*innen einer der wichtigsten Einsatzbereiche von ChatGPT. ChatGPT kann dazu beitragen, grundlegende Informationen über verschiedene gynäkologische und geburtshilfliche Themen bereitzustellen. Dazu gehören beispielsweise allgemeine Fragen zu Menstruation, Verhütung, Schwangerschaft, Geburt und den Wechseljahren [12]. Ein KI-Tool kann Patient*innen außerdem dabei helfen, ihre eigenen Symptome besser zu verstehen, indem es Fragen zu spezifischen Beschwerden beantwortet und mögliche Ursachen erläutert. Dabei handelt es sich nicht um eine medizinische Diagnose, sondern um eine Art „Orientierungshilfe“, die Patient*innen einen ersten Überblick geben und sie auf das Arztgespräch vorbereiten kann. Beispielsweise könnte ein LLM wie ChatGPT Patient*innen bei der Vorbereitung auf eine pränatale Untersuchung oder ein Gespräch über die Geburtsmethoden unterstützen.
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Die Möglichkeit, anonym und rund um die Uhr Antworten auf Fragen zu erhalten, die ggf. als besonders sensibel, schambesetzt, persönlich oder zeitkritisch empfunden werden, kann im Kontext der Gynäkologie und Geburtshilfe sehr hilfreich sein. Häufig geht es um sehr persönliche Fragen und schwierige Entscheidungen, beispielsweise bei Schwangerschaftskomplikationen oder im Rahmen eines Schwangerschaftsabbruchs. Hier können wertneutrale Informationen in einem als anonym empfundenen Kontext für eine erste Orientierung sehr hilfreich sein. Beispielsweise kann ein KI-Tool nützlich sein, wenn seitens der Patent*innen die Angst besteht, das Arzt-Patienten-Verhältnis durch Fragen rund um einen Schwangerschaftsabbruch zu belasten [13]. Gleichzeitig spielt die Art und Weise, wie Informationen vermittelt werden, eine entscheidende Rolle. Eine einfühlsame, verständliche und umfassende Kommunikation ist stets erforderlich. Eine Studie von Ayers et al. zeigte jedoch, dass zumindest hinsichtlich schriftlicher Antworten auf medizinische Fragen die KI-generierten Antworten im Bereich Empathie signifikant besser bewertet wurden als die Antworten realer Ärzt*innen [14].
Hinsichtlich der Erstellung von Informationen für Patienten zeigt die Studie von Grünebaum et al., dass LLM sehr gut geeignet sind, um patientenverständliche Informationen und somit auch Aufklärungsunterlagen zu generieren. Das konkrete Anwendungsbeispiel war hier die Aufklärung zum Einsatz von Oxytocin zur Geburtseinleitung. Hierbei ist jedoch zu betonen, dass die Verantwortung hinsichtlich der Korrektheit der Angaben und der rechtlichen Auflagen weiterhin bei dem Arzt/der Ärztin bleibt [12]. Auch zu Themen wie der Typ-B-Streptokokken-Infektion während der Schwangerschaft, Gestationsdiabetes, PAP-Test und HPV-Diagnostik oder der Tetanus-Diphtherie-Pertussis-Impfung während der Schwangerschaft sind im Rahmen einer spanischen Studie Patienteninformationen von unterschiedlichen LLM (Microsoft Bing, Google Bard und ChatGPT) erstellt worden. Dabei wurden die durch Chat-GPT generierten Informationen am ehesten durch die bewertenden Gynäkologen eingesetzt [15].
Die gynäkologische und geburtshilfliche Versorgung beinhaltet oft auch emotionale und psychologische Herausforderungen. Schwangerschaft, Geburt und die Zeit nach der Geburt können von Stress, Angst und Unsicherheit begleitet sein. Hier kann ChatGPT eine zusätzliche, diskrete und anonyme Quelle emotionaler Unterstützung bieten, die Patient*innen dabei hilft, ihre Gefühle zu verarbeiten und eine positive Einstellung zu entwickeln.
ChatGPT kann eine zusätzliche, diskrete und anonyme Quelle emotionaler Unterstützung bieten
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Obwohl ChatGPT kein Ersatz für eine psychologische Betreuung darstellen kann, kann es Patient*innen helfen, ihre Sorgen zu formulieren und ein erstes Verständnis für ihre emotionalen Reaktionen zu entwickeln. Auch in schwierigen Situationen, wie dem Umgang mit einem Schwangerschaftsverlust oder der Diagnose einer gynäkologischen Erkrankung, kann eine KI-gestützte Plattform wie ChatGPT eine erste Anlaufstelle sein, um Patient*innen aufzufangen und ihnen Informationen zu bieten, die ihnen in dieser schwierigen Phase helfen.
Beispiele und Fallstudien
Um das Potenzial von ChatGPT in der Gynäkologie und Geburtshilfe besser zu veranschaulichen, können Beispiele und Fallstudien herangezogen werden [16]. Diese zeigen, wie die Technologie in der Praxis genutzt werden könnte und welche konkreten Vorteile sowie Herausforderungen auftreten können:
Beispiel 1: Wissensvermittlung und Gesprächsvorbereitung
Eine schwangere Patientin, die sich auf die bevorstehende Geburt vorbereitet, hat zahlreiche Fragen zu verschiedenen Geburtsmethoden und den damit verbundenen Risiken. Während eines Arztgesprächs werden grundlegende Informationen bereitgestellt, jedoch bleiben Fragen offen, die die Patientin später beschäftigen. ChatGPT könnte hier als Ergänzung dienen, indem es ihr in einer verständlichen Sprache weitere Informationen zu natürlichen Geburtsmethoden, Kaiserschnitten, Geburtspositionen und Schmerztherapien bietet. Die Patientin kann sich zudem über Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden informieren und so besser vorbereitet an ihrem nächsten Arztgespräch teilnehmen. In diesem Fall stärkt ChatGPT das Wissen und somit die Gesundheitskompetenz der Patientin und erleichtert ihr die Kommunikation mit dem medizinischen Team.
Beispiel 2: emotionale Unterstützung und Stärkung der Selbstwirksamkeit
Eine Patientin, die mit einer Schwangerschaftskomplikation konfrontiert wurde, könnte auf ChatGPT zurückgreifen, um mehr über ihren Zustand zu erfahren und sich auf ein Gespräch mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt vorzubereiten. Neben der Bereitstellung allgemeiner Informationen über die Komplikation und mögliche Behandlungsoptionen kann ChatGPT eine wertvolle emotionale Stütze sein. Durch einfühlsame Antworten, beruhigende Erklärungen und die Förderung eines besseren Verständnisses ihrer Situation kann die Patientin Ängste abbauen und sich gestärkt fühlen. Diese Unterstützung hilft ihr, sich selbstbewusster in medizinische Gespräche einzubringen und gezielt Fragen zu stellen. Gleichzeitig sollte die Patientin jedoch darauf hingewiesen werden, dass ChatGPT keine ärztliche Beratung ersetzt, sondern die Patientin in ihrem Wissen und ihrer Selbstwirksamkeit stärkt, während die endgültige Diagnose und Behandlung stets durch medizinische Fachkräfte erfolgen muss.
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Beispiel 3: Unterstützung bei der Abwägung medizinischer Entscheidungen
Eine junge Frau, die sich über Verhütungsmethoden informieren möchte, nutzt ChatGPT, um Fragen zu verschiedenen Optionen wie der Pille, Spirale, hormonfreien Methoden und deren Nebenwirkungen zu klären. Das KI-Tool erklärt ihr auf verständliche Weise die Vor- und Nachteile jeder Methode und gibt Hinweise zu typischen Anwendungsempfehlungen und möglichen Nebenwirkungen. Dies unterstützt die Patientin dabei, eine fundierte Entscheidung zu treffen und mit ihrem Arzt gezielter über ihre Präferenzen zu sprechen. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie ChatGPT in der Gynäkologie zur Aufklärung beitragen und Patientinnen bei der Entscheidungsfindung helfen kann.
Herausforderungen, Risiken und Grenzen
Trotz der vielen Potenziale und Chancen von LLM ist ihr Einsatz auch unter Berücksichtigung ihrer Limitationen zu sehen und kritisch zu reflektieren. Die Nutzung von KI in einem so sensiblen Bereich wie in der Medizin und speziell auch in der Gynäkologie und Geburtshilfe muss sorgfältig überwacht und reguliert werden, um Missverständnisse, Fehlkommunikation und potenzielle Schäden zu vermeiden.
Es kann sogar passieren, dass LLM „halluzinieren“ und somit falsche Behauptungen aufstellen
Ein zentrales Risiko des Einsatzes von ChatGPT liegt in der Tatsache, dass es sich bei dem Modell um ein rein textbasiertes System handelt, das auf im Internet zugängliche Daten trainiert wurde und nicht zwischen evidenzbasierten Informationen und Falschaussagen unterscheiden kann. ChatGPT „versteht“ medizinische Zusammenhänge nicht im gleichen Sinne wie ein Arzt oder eine Ärztin, sondern liefert Antworten auf der Grundlage statistischer Muster in den Daten. Insbesondere bei komplexen medizinischen Fragen besteht die Gefahr, dass KI-Anwendungen wie ChatGPT allgemeine, aber möglicherweise ungenaue oder unvollständige Informationen liefert. Unter Umständen kann es sogar passieren, dass LLM „halluzinieren“ und somit falsche Behauptungen aufstellen. Dies ist besonders relevant, wenn das Gegenüber aufgrund fehlenden Wissens nicht in der Lage ist, den Wahrheitsgehalt der Aussagen zu überprüfen, was bei Patient*innen ohne medizinischen Hintergrund der Fall sein kann.
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In der Gynäkologie und Geburtshilfe können solche unvollständigen Informationen problematisch sein. Wenn eine Patientin zum Beispiel spezifische Fragen zu einer seltenen Schwangerschaftskomplikation oder zu individuellen medizinischen Optionen hat, könnte ChatGPT eine unzureichende oder sogar fehlerhafte Antwort geben. Daher ist es wichtig, dass ChatGPT nur als ergänzendes Tool und nicht als Ersatz für die medizinische Beratung durch geschultes Fachpersonal verwendet wird.
Ein weiteres Risiko liegt in der Möglichkeit, dass Patientinnen die Antworten des Modells falsch interpretieren oder als medizinischen Rat ansehen könnten. ChatGPT kann eine ärztliche Beratung nicht ersetzen und sollte stets lediglich als ergänzendes Informationswerkzeug verstanden werden. Dennoch besteht die Gefahr, dass Patientinnen sich ausschließlich auf die Antworten der KI verlassen und nicht das Gespräch mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin suchen.
Besonders problematisch ist dies, wenn ChatGPT zu sensiblen Themen wie Schwangerschaftskomplikationen oder zur Frage nach geeigneten Behandlungsmethoden konsultiert wird. Falsche oder missverstandene Informationen könnten die Gesundheit der Patientin gefährden, wenn sie wichtige medizinische Ratschläge nicht beachtet oder fehlerhafte Entscheidungen trifft. Es ist daher entscheidend, dass ChatGPT-Nutzerinnen stets auf die Grenzen des Modells hingewiesen und sie ermutigt werden, bei wichtigen Fragen medizinisches Fachpersonal zu konsultieren.
Eine weitere Herausforderung sind ggf. bestehende Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit sensibler Gesundheitsinformationen, die die Patient*innen bei der Verwendung von ChatGPT teilen.
Daher ist es notwendig, dass Patient*innen transparent über die Nutzung und Speicherung ihrer Daten aufgeklärt werden. Sie müssen wissen, welche Daten gesammelt werden und wie diese verarbeitet werden, um eine informierte Zustimmung geben zu können. Gerade im sensiblen Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe ist dies von großer Bedeutung und viele Patient*innen legen auf den Schutz ihrer Daten großen Wert.
Der Einsatz von ChatGPT in der Medizin wirft auch ethische Fragen in Bezug auf die Autonomie der Patient*innen und die Rolle des medizinischen Fachpersonals auf. Durch die Verfügbarkeit von KI-gestützten Informationen könnte die Rolle der Ärztinnen und Ärzte bei der medizinischen Beratung in den Hintergrund treten. Dies könnte dazu führen, dass Patient*innen weniger Vertrauen in ihre Ärztinnen und Ärzte haben und sich eher auf die Informationen von ChatGPT verlassen.
Ein weiterer ethischer Aspekt ist die Autonomie der Patient*innen. ChatGPT kann Patient*innen zwar helfen, informierte Entscheidungen zu treffen, aber es ist wichtig, dass diese Entscheidungen nicht allein auf KI-gestützten Informationen beruhen. Die Autonomie der Patientin wird nur dann respektiert, wenn sie Zugang zu einer breiten Palette an Informationen hat, die sowohl KI-gestützte Informationen als auch ärztliche Beratung umfassen. Es ist daher notwendig, dass ChatGPT als ergänzende Ressource betrachtet wird und nicht als Ersatz für die persönliche medizinische Beratung.
Zukunftsperspektiven und Forschungspotenzial
Der Einsatz von ChatGPT in der Gynäkologie und Geburtshilfe steht noch am Anfang, bietet jedoch vielversprechende Zukunftsperspektiven. Um das volle Potenzial auszuschöpfen und die Herausforderungen bewältigen zu können, sind jedoch weitere Forschung und technische Entwicklungen erforderlich.
Ein Ziel der Weiterentwicklung von ChatGPT ist die Erhöhung medizinischer Genauigkeit und Zuverlässigkeit
Ein wichtiges Ziel für die Weiterentwicklung von ChatGPT ist die Erhöhung der medizinischen Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Die Qualität der bereitgestellten Informationen hängt maßgeblich davon ab, wie gut das Modell auf aktuelle medizinische Daten zuverlässiger Quellen zugreifen kann. Zukünftige Versionen könnten auf speziell kuratierte medizinische Datenbanken zugreifen, die regelmäßig aktualisiert werden, um Patientinnen genauere und aktuellere Informationen bereitzustellen.
Durch eine gezielte Schulung von KI-Modellen auf gynäkologische und geburtshilfliche Themen könnten die Modelle zudem spezialisierte Antworten liefern, die den spezifischen Anforderungen dieser Fachbereiche besser gerecht werden. Dabei ist es entscheidend, dass die Grenzen des Modells klar kommuniziert und die Nutzerinnen stets darauf hingewiesen werden, dass eine ärztliche Beratung unverzichtbar ist.
In der Gynäkologie und Geburtshilfe spielen kulturelle und persönliche Faktoren oft eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung. Zukünftige KI-Modelle könnten lernen, diese individuellen Bedürfnisse besser zu berücksichtigen und Patientinnen personalisierte Unterstützung zu bieten. Beispielsweise könnten kulturelle Präferenzen und religiöse Überzeugungen in die Antworten des Modells einbezogen werden, um Patientinnen zu helfen, eine Lösung zu finden, die ihren individuellen Werten entspricht.
Ein weiterer Ansatz wäre die Entwicklung personalisierter Profile, die es dem Modell ermöglichen, besser auf die individuellen Präferenzen und Lebensumstände der Patient*innen einzugehen. Dadurch könnte ChatGPT maßgeschneiderte Unterstützung anbieten und ein tieferes Verständnis für die Bedürfnisse der einzelnen Patient*innen entwickeln.
Eine weitere mögliche Zukunftsperspektive für ChatGPT besteht in der Integration in bestehende medizinische Plattformen und Anwendungen. Gynäkologische Kliniken, Geburtshäuser und Hebammenpraxen könnten KI-gestützte Chat-Tools als Teil ihrer Patientenportale anbieten. Dadurch hätten Patient*innen eine zentrale Anlaufstelle für alle medizinischen Informationen und könnten bei Bedarf direkt auf KI-gestützte Beratung zurückgreifen. Eine solche Integration würde den Zugang zu Informationen erleichtern und den Patient*innen eine kontinuierliche Begleitung in ihrem Gesundheitsprozess bieten.
Eine weitere Option wäre die Kombination von ChatGPT mit telemedizinischen Angeboten. Patient*innen könnten beispielsweise in einem ersten Schritt ChatGPT nutzen, um grundlegende Informationen einzuholen und bei weiterem Bedarf auf einen Videochat mit einer Ärztin oder einem Arzt wechseln. Diese hybride Lösung könnte die medizinische Versorgung verbessern, indem sie die Vorteile KI-gestützter Auskunft und menschlicher Betreuung und Beratung miteinander kombiniert.
Um die langfristige Akzeptanz und Effektivität von ChatGPT in der Gynäkologie und Geburtshilfe sicherzustellen, ist es notwendig, den Einsatz der Technologie umfassend zu erforschen. Zukünftige Studien könnten untersuchen, wie Patient*innen die Nutzung von ChatGPT erleben, in welchen Themenbereichen besonders Bedarf besteht oder bisherige Versorgungslücken überbrücken kann und welche Schwierigkeiten auftreten. Zudem wäre es sinnvoll, die Auswirkungen von ChatGPT auf die Arzt-Patienten-Beziehung und die Entscheidungsfindung der Patient*innen zu evaluieren. Darüber hinaus müsste kritisch evaluiert werden, inwieweit der Einsatz von ChatGPT tatsächlich zur Stärkung der Patientensouveränität beiträgt und ob es die Kommunikation mit dem medizinischen Team verbessert. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen könnten eine gezielte Weiterentwicklung von ChatGPT und anderen vergleichbaren KI-Anwendungen voranzutreiben und an die tatsächlichen Bedürfnisse der Patient*innen anzupassen.
Insgesamt könnte der Einsatz von ChatGPT in der Gynäkologie und Geburtshilfe zu einer neuen Form der Patientenversorgung führen, bei der die Patient*innen als informierte Partner*innen in den Behandlungsprozess integriert werden. Der Weg zu „aufgeklärten Patient*innen auf Augenhöhe“ in der gynäkologischen und geburtshilflichen Versorgung scheint damit ein Stück näher gerückt zu sein. Die Zukunft wird jedoch zeigen, inwieweit KI-basierte Technologien wie ChatGPT tatsächlich die Kommunikation und Entscheidungsfindung in der Medizin nachhaltig verändern können.
Fazit für die Praxis
Der Einsatz von ChatGPT in der Gynäkologie und Geburtshilfe bietet vielversprechende Möglichkeiten, um Patient*innen zu unterstützen, ihnen Zugang zu Informationen zu ermöglichen und ihre Eigenkompetenz zu stärken.
Durch die Bereitstellung einer anonymen, jederzeit zugänglichen und verständlichen Informationsquelle können Patient*innen informierter und selbstbestimmter auftreten, was zu einer partnerschaftlicheren Kommunikation mit ihrem medizinischen Team beitragen kann.
Dennoch sind die Grenzen und Risiken dieser Technologie zu beachten.
ChatGPT kann und darf die ärztliche Beratung nicht ersetzen, sondern nur ergänzend wirken.
Datenschutz, medizinische Genauigkeit und die Gefahr von Missinterpretationen stellen Herausforderungen dar, die in der Weiterentwicklung und klinischen Implementierung der Technologie berücksichtigt werden müssen.
Zukünftige klinische Forschung hinsichtlich des Einsatzes, Effektes und Effizienz KI-basierter technischer Entwicklungen könnten dazu beitragen, diese Herausforderungen zu überwinden und ChatGPT als unterstützende Ressource in der medizinischen Versorgung weiter zu etablieren.
Einhaltung ethischer Richtlinien
Interessenkonflikt
F. Recker, R. Neubauer, A. Wittek und N. Scholten geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.
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Von Menstruation bis Menopause – bei vielen Beschwerdebildern sollte auch der Mg-Status betrachtet werden. Denn Studien zeigen, dass zwischen 20 und 50 Prozent der Frauen mit hormonbedingten Beschwerden von einem Mangel betroffen sind [1].
Viel zu oft werden akute unkomplizierte Harnwegsinfekte mit Antibiotika behandelt, obschon es Alternativen gibt. Doch nun bringen gleich 2 aktuelle Leitlinien Bewegung in das Management unkomplizierter Zystitiden, indem sie sich klar für den Einsatz evidenzbasierter Phytotherapeutika wie der pflanzlichen Dreierkombination BNO 1045 aussprechen, um den Antibiotikaeinsatz zu reduzieren.
Harnwegsinfektionen (HWIs) gehören weltweit zu den häufigsten bakteriellen Infektionen. Jährlich erkranken etwa 150 Millionen Menschen an einer HWI, wobei Frauen deutlich öfter betroffen sind als Männer. Meist handelt es sich um akute unkomplizierte Zystitiden, bei denen eine Antibiotikagabe häufig nicht erforderlich ist. Hier steht die Linderung der Symptome im Vordergrund.
Etwa 30–40 % der menstruierenden Frauen leiden an Symptomen eines prämenstruellen Syndroms (PMS). Dazu zählen unterschiedliche physische und psychische Beschwerden, die während der Lutealphase des Menstruationszyklus auftreten und in der Regel mit Einsetzen der Blutung abklingen. Phytopharmaka können in dieser Situation eine wichtige Behandlungsalternative bieten. Entscheidend für ihren Einsatz ist, dass sie eine zuverlässige, klinisch nachgewiesene Wirksamkeit besitzen.
Ein Drittel aller menstruierender Frauen hat mit prämenstruellen Beschwerden zu kämpfen. Um Symptome, wie sie beim PMS auftreten, nicht nur symptomatisch zu therapieren, können pflanzliche Präparate mit Mönchspfefferextrakt nachhaltig helfen. Erfahren Sie mehr zur Studienlage und dem Wirkmechanismus.