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DGNeurologie

Arztbriefschreibung in der Neurologie

Der Status quo und ein Blick in die Zukunft

Erschienen in:

Zusammenfassung

Arztbriefe spielen in der medizinischen Versorgung eine elementare Rolle. Mit Hilfe einer Umfrage unter Neurologen in Deutschland wurden gegenwärtig angewendete Prinzipien und Bedürfnisse der Arztbriefschreibung identifiziert. Der Wunsch nach einem höheren Stellenwert der Arztbriefschreibung innerhalb der Weiterbildung wurde dabei besonders deutlich.

Redaktion

C. Franke, Berlin
L. Tönges, Bochum
Die Autoren D. Sturm und S. Voran haben zu gleichen Teilen zum Manuskript beigetragen.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Einführung

Der Arztbrief dient der Übermittlung von Informationen zwischen verschiedenen Ärzten, die denselben Patienten behandeln. Dem Arztbrief kommt somit als Kommunikationsinstrument gerade an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung eine besondere Bedeutung zu [1, S. 35 ff]. Die juristischen Aspekte der Arztbriefschreibung sind durch das Bürgerliche Gesetzbuch, das Berufsrecht sowie das Sozialgesetzbuch V (und untergeordnete Normen) geregelt [2]. Darüber hinaus besteht eine sozioökonomische Dimension der Arztbriefschreibung und -rezeption. Diese kann in Bezug auf die ärztliche Tätigkeit anhand der sog. „kalkulatorischen Arztminute“ (ca. 78 Cent/min) abgebildet werden: Eine Studie aus dem Jahr 2003 bezifferte den ärztlichen Dokumentationsaufwand in der Chirurgie auf durchschnittlich 161,9 min pro Arzt und Arbeitstag. In der Inneren Medizin lag dieser Wert mit durchschnittlich 194,9 min sogar noch höher. Gleichzeitig beansprucht auch das Lesen von Arztbriefen einen nicht unerheblichen Teil von Arbeitszeit der Rezipienten. Für den Rezeptionsaufwand auf hausärztlicher Seite liegen folgende Zahlen vor: Im Mittel sind 3–10 Arztbriefe täglich zu lesen, wobei das kursorische Lesen eines Briefes im Durchschnitt 5 min dauert [1, S. 25 ff, 3, 4]. Daraus ergibt sich überschlägig eine Summe von rund 30 € pro Tag.
Gerade im Bereich der Neurologie müssen nicht nur komplexe differenzialdiagnostische Abwägungen, sondern häufig auch konkrete Empfehlungen zur Nachbetreuung bestimmter Erkrankungsentitäten in Arztbriefen abgegeben werden. Nicht zuletzt bildet die Abfassung eines Arztbriefes (unabhängig von einer potenziellen Unterstützung durch künstliche Intelligenz [KI]) eine Art innere Qualitätskontrolle für eine korrekte und umfassende Diagnostik und Behandlung des Einzelfalls. Ungeachtet dieses Umstandes spielt dieser Aspekt der Patientenversorgung keine relevante Rolle in der ärztlichen Weiterbildung, obgleich eine Notwendigkeit hierfür von den Studierenden gesehen wird [5]. Vor dem Hintergrund sich abzeichnender Umbrüche durch den zunehmenden Einfluss von KI in das medizinische Schrifttum, war das Ziel der vorlegten Studie eine Erhebung des Status quo der neurologischen Arztbriefschreibung in Deutschland.

Material und Methodik

Im Sommer 2023 entwarfen die Autoren einen Onlinefragebogen, der an die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) gerichtet war. Der Onlinefragebogen war vom 14.09.2023–29.09.2023 über das Programm SurveyMonkey abrufbar und enthielt insgesamt 30 Fragen, aufgeteilt in 4 thematische Blöcke (berufsdemografische Daten, Struktur, Inhalt, Ausblick mit je 2–10 Fragen/Abschnitt). Bei der Beantwortung der Fragen waren sowohl Einzel- als auch Mehrfachantworten möglich, zudem waren Fragen mit einer Likert-Skala und Freitexteingaben implementiert. Die Rücklaufzeit betrug 2 Wochen. Der detaillierte Fragenkatalog ist dem Supplement zu entnehmen. Eine Promotion dieses Projektes erfolgte über die Kanäle der DGN (Newsletter, Homepage).

Ergebnisse

Berufsdemografische Basisdaten

Insgesamt beantworteten 1150 Personen den Fragebogen. Der überwiegende Anteil davon war fachärztlich (39 %) bzw. oberärztlich (28 %) tätig, zumeist in Akutkliniken (59 %). Auch Rehabilitationskliniken, Praxen, Medizinische Versorgungszentren (MVZ), Fachkliniken, Spezialambulanzen, Tätigkeiten in psychiatrischen Kliniken oder als Gutachter wurden als Arbeitsumfeld genannt. Eine detaillierte Auswertung dazu findet sich in Abb. 1.
Abb. 1
Berufsdemografische Basisdaten der Teilnehmer. a Ausbildungsstand, b Arbeitsplatz
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Struktur des Arztbriefs

Bei der Frage, an wen der Brief adressiert wird, waren Mehrfachantworten möglich. Als Hauptadressat für neurologische Arztbriefe wurden ganz überwiegend die Hausärztin oder der Hausarzt genannt (96 %). Zudem adressierten die Befragten ihre Briefe an niedergelassene Neurologinnen und Neurologen (69 %) sowie an die Patient*innen selbst (57 %). Zwei Drittel der Befragten adressierten ihre Briefe an die einweisende Person. In lediglich 26 % der Fälle wurde die Epikrise an den Adressaten angepasst, 33 % der Befragten würden dies jedoch für ein sinnvolles Vorgehen halten (Abb. 2). Die Mehrzahl (59 %) gab an, eine Gliederung der Diagnosen nach Haupt- und Nebendiagnosen zu bevorzugen; 96 % der Befragten passten regelmäßig die Diagnoseliste im Arztbrief inhaltlich und/oder strukturell an. Insgesamt würden 79 % eine einheitliche Struktur neurologischer Arztbriefe begrüßen.
Abb. 2
Aussage zur Anpassung der Epikrise an unterschiedliche Fachrichtungen
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Inhaltliches

Bezüglich der Epikrise zogen 83 % eine inhaltliche der chronologischen Strukturierung vor, und 90 % befürworteten die Diskussion relevanter Differenzialdiagnosen in der Epikrise. Damit einhergehend zeigte sich nahezu Einigkeit (93 %) bezüglich der Nennung von relevanten Befunden für den Ausschluss von Differenzialdiagnosen in der Epikrise. Auf die Frage, ob Rohdaten diagnostischer Untersuchungen im Arztbrief enthalten sein sollten, ergab sich ein gemischtes Bild (60 % ja, 40 % nein). Auch die Antworten auf die Frage, welche Rohdaten integriert werden sollten, waren heterogen. Die Implementierung von Befunden aus komplementären Therapiebereichen (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie) hielten hingegen 71 % für sinnvoll.
An weiteren Aspekten wurden v. a. Hinweise zu Nachuntersuchungen, die Begründung von Medikamentenumstellungen und rechtliche Aspekte als relevant angesehen (Abb. 3).
Abb. 3
Einschätzung der Relevanz weiterer Aspekte für die Epikrise, UAW Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, WW Wechselwirkungen
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Zukunft des Arztbriefes

Ein überwiegender Anteil der Befragten (95 %) hielt die Arztbriefschreibung für einen relevanten Teil der neurologischen Weiterbildung. Ein regelmäßiges Feedback zu Arztbriefen erhält/erhielt oder gibt/gab jedoch nur knapp die Hälfte der Teilnehmenden. Ein Drittel der Befragten gab an, kein Feedback zu erhalten, sich dies jedoch zu wünschen. In Bezug auf Aspekte der Digitalisierung würden sich 95 % eine Schnittstelle für den Zugriff auf Originalbefunde wünschen. Aus den Freitextantworten ergab sich zudem der Wunsch nach der Möglichkeit zur kurzfristigen direkten Rücksprache mit den Briefverfassenden (z. B. per E‑Mail, Messenger oder Telefon). Im Zuge der Implementierung einer sog. elektronischen Patientenakte“ und dem damit gegebenen direkten Zugriff auf relevante medizinische Daten sahen 60 % der Teilnehmenden eine konklusive Zusammenfassung des Falles als ausreichend an; 36 % würden den Arztbrief in seiner bisherigen Form auch dann unverändert lassen. Insbesondere die Interpretation des Falles im Arztbrief mit Befunddiskussion und -wertung wurde hier als relevant und eher nicht verzichtbar hervorgehoben.
Nur 6 % der Befragten gaben an, bereits jetzt künstliche Intelligenz (KI) für die Arztbriefschreibung zu nutzen, neben Spracherkennung zumeist in Form von Rechtschreibkorrekturen und Textbausteinen. Immerhin gaben 32 % an, sich eine künftige Briefgenerierung nur durch KI vorstellen zu können. Eine von den Befragten geäußerte Hoffnung für die Zukunft liegt in der Effizienzsteigerung durch Umsetzung einer vermehrten Nutzung von KI und der damit einhergehenden Möglichkeit, mehr Zeit für den Patienten zu haben. Kritische Rückmeldungen betrafen die aktuell noch fehlende benutzerfreundliche und funktionierende Software und Technik. Unabhängig von der Digitalisierung wurde der Wunsch nach einer höheren Qualität von Arztbriefen geäußert, z. B. durch klare Strukturvorgaben, eine erhöhte Sorgfalt bei der Generierung, und eine Qualitätskontrolle. Als wichtig angesehen wurden Feedback und Wertschätzung in der Weiterbildung.

Diskussion

Ziel der hier vorgelegten Umfrage war eine Erhebung des Status quo der Arztbriefschreibung bei der Versorgung neurologischer Patienten in Deutschland. Zwei wesentliche Ergebnisse sind der Wunsch nach einer Vereinheitlichung der Struktur und einer stärkeren Repräsentation des Thema Arztbriefs innerhalb der ärztlichen Weiterbildung. Strukturelle Spielregeln für die Erstellung von Arztbriefen wurden bereits mehrfach vorgeschlagen [68], um die Klarheit in der interprofessionellen Kommunikation zu unterstützen [1, S. 25 ff]. Die parallele Erstellung eines Patientenbriefs, der im Verständnis und der Umsetzung ärztlicher Empfehlung hilfreich sein kann [9], und die Entwicklung allgemeinverständlicher Arztbriefe für Fachärzte anderer Disziplinen, die nicht über Spezialwissen verfügen, kann mit großer Wahrscheinlichkeit durch die zielgerichtete Verwendung von KI im Zuge einer fortschreitenden Digitalisierung erfolgen [10]. Dieser Prozess hat das Potenzial, Ärztinnen und Ärzte unter Einhaltung administrativer und formaler Spielregeln bei der Generierung von Arztbriefen zu entlasten. KI wird im klinischen Alltag zunehmend die ärztliche Tätigkeit unterstützen und dabei insbesondere den individuellen Dokumentationsaufwand verringern [11, 12]. Was KI jedoch nicht zu leisten vermag, ist eine auf einer Metaebene stattfindende und verschriftlichte individuelle patientenspezifische Auseinandersetzung mit der vorliegenden Erkrankung, den möglichen Differenzialdiagnosen und der individualisierten Therapieempfehlung. Sowohl der Referentenentwurf einer neuen Approbationsordnung als auch die im Nationalen Lernzielkatalog formulierten Inhalte bleiben bezüglich einer gezielten Weiterbildung im Bereich der Arztbriefschreibung inhaltlich vage [13, 14]. Allerdings sollte das im Fach der Neurologie gegebene Engagement der Weiterbildenden themenspezifisch weiter genutzt und gefördert werden [15]. Der Wunsch vieler Studierender nach mehr praktischer Ausbildung in der neurologischen Arztbriefschreibung kann an dieser Stelle konkret aufgegriffen werden; in Frage kämen sog. Schreibwerkstätten oder ähnliche Formate im Rahmen praktischer Fortbildungen [16]. Medizinische Fachgesellschaften könnten unter Miteinbeziehung von digitalen Techniken einen strukturellen Rahmen für die Arztbriefschreibung schaffen und kontinuierlich weiterentwickeln.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

D. Sturm, S. Voran, T. Schmidt-Wilcke und P. Berlit geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access This article is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License, which permits use, sharing, adaptation, distribution and reproduction in any medium or format, as long as you give appropriate credit to the original author(s) and the source, provide a link to the Creative Commons licence, and indicate if changes were made. The images or other third party material in this article are included in the article's Creative Commons licence, unless indicated otherwise in a credit line to the material. If material is not included in the article's Creative Commons licence and your intended use is not permitted by statutory regulation or exceeds the permitted use, you will need to obtain permission directly from the copyright holder. To view a copy of this licence, visit http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/.

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Titel
Arztbriefschreibung in der Neurologie
Der Status quo und ein Blick in die Zukunft
Verfasst von
D. Sturm
S. Voran
T. Schmidt-Wilcke
P. Berlit
Publikationsdatum
27.05.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
DGNeurologie / Ausgabe 4/2025
Print ISSN: 2524-3446
Elektronische ISSN: 2524-3454
DOI
https://doi.org/10.1007/s42451-025-00765-5
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Zurück zum Zitat Schmidt-Wilcke T, Sturm D (Hrsg) (2023) Arztbriefe in der Neurologie, Schreiben – Formulieren – Argumentieren. Springer GmbH
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Zurück zum Zitat Bechmann S (2019) General practitioners (GPs) criticize the language and content of clinical discharge letters
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