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28.08.2018 | Titel | Ausgabe 9/2018

Der Freie Zahnarzt 9/2018

KZBV-CHEF: „WIR STEHEN AM SCHEIDEWEG“

Zeitschrift:
Der Freie Zahnarzt > Ausgabe 9/2018
Autor:
RED
Medizinische Versorgungszentren-- Die zahnmedizinische Versorgung In Deutschland befindet sich im Umbruch. „Wir stehen am Scheideweg“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) Dr. Wolfgang Eßer, dem „Handelsblatt“. Während auf dem Land der Nachwuchs knapp werde, machten sich immer mehr Zahnmedizinische Versorgungszentren (ZMVZ) breit. Entweder die ärztliche Versorgung werde „an renditeorientierte Groß- und Finanzinvestoren“ verkauft, oder die „wohnartnahe und qualitativ hochwertige Versorgung durch freiberuflich tätige Ärzte und Zahnärzte“ bleibe erhalten. „Beides ist nicht miteinander vereinbar“, mahnte Eßer. Seitdem arztgruppengleiche Großpraxen erlaubt sind, drängen Investoren auch in den Zahnarztmarkt. Doch die ZMVZ siedeln sich bevorzugt in Ballungsräumen und einkommensstarken Regionen an. KZBV-Chef Eßer ist alarmiert. „Fakt ist, dass die Kollegen im ländlichen Raum in allen Bundesländern heute sagen, dass ihre Praxen nicht mehr verkäuflich sind.“ Gerade in den ostdeutschen Bundesländern gebe es besonders viele Zahnärzte im Alter von über 50 Jahren, bundesweit seien dies insgesamt knapp 50 Prozent aller Zahnärzte. Diese Generation geht nach und nach in Rente. Das wäre eigentlich kein Problem, es würden genügend Zahnmediziner ausgebildet. Das Problem: Die Großpraxen der Investoren würden den Nachwuchs aus der Fläche abziehen. Eßer sieht die Zahlen als Beleg dafür, dass Finanzinvestoren „überhaupt nicht an der Versorgung, sondern nur an Renditemaximierung“ interessiert seien. ...

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