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16.10.2019 | Laboratoriumsmedizin | Leitthema | Ausgabe 11/2019

Der Gynäkologe 11/2019

Präeklampsierisiko – was ist zur Überwachung in der Gravidität sinnvoll?

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 11/2019
Autor:
PD Dr. med. Stefan Verlohren
Wichtige Hinweise

Redaktion

K. Schaudig, Hamburg
A. Schwenkhagen, Hamburg
A. Schröer, Berlin

Zusammenfassung

Die Definition der Präeklampsie ist im Wandel. Nachdem bereits das American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) die Rolle der Proteinurie als zweites diagnostisches Kriterium neben der Hypertonie relativiert hat, hat auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtsmedizin (DGGG) diese Änderung vorgenommen. In der neuen S2k-Leitlinie „Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen“ wurde die Definition der Präeklampsie dahingehend verändert, dass bei Vorliegen von Hypertonie plus Organsymptomen, die sich keiner anderen Ursache zuordnen lassen, eine Präeklampsie diagnostiziert werden kann. Zusätzlich wurde der Nutzen der neuen Biomarker anerkannt. Wenn zu einer Hypertonie eine Veränderung in den im Serum gemessenen angiogenen Faktoren hinzukommt, liegt ebenfalls eine Präeklampsie vor. In prospektiven Studien konnte zuvor gezeigt werden, dass insbesondere der sFlt-1/PlGF(„soluble fms-like tyrosine kinase 1“/„placental growth factor“)-Quotient helfen kann, bei unklarem klinischen Verdacht auf Präeklampsie die korrekte Diagnose zu stellen. Die Sensitivität des sFlt-1/PlGF-Quotient am Trennwert 85 für die Diagnose einer frühen Präeklampsie beträgt 89 %, die Spezifität 95 %. Der prospektive Trennwert von 38 hat einen negativen prädiktiven Wert von 99,3 % für den Ausschluss einer Präeklampsie für eine Woche, während der positive Vorhersagewert für das Auftreten einer Präeklampsie innerhalb von 4 Wochen 36,7 % und der für präeklampsieassoziierte Komplikationen 65,5 % beträgt. In der klinischen Praxis hat sich die „Ampel“, bestehend aus den Trennwerten 38 und 85 als wichtige Stütze in der Differenzialdiagnostik bei Verdacht auf Präeklampsie erwiesen.

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