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01.12.2012 | Originalien | Ausgabe 12/2012

Der Urologe 12/2012

Langzeitergebnisse zur subkutanen Detour ®-Harnleiterprothese bei Ureterobstruktion

Erfahrungen zu Implantation, Nachsorge und Komplikationsmanagement

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 12/2012
Autoren:
Dr. A. Janitzky, J. Borski, M. Porsch, J.J. Wendler, D. Baumunk, U.-B. Liehr, M. Schostak

Zusammenfassung

Hintergrund

Wir stellen Langzeitergebnisse der Anwendung des Detour®-Systems als Alternative zu etablierten operativen Ureterersatzmethoden bzw. perkutanen oder inneren Harnableitungen vor.

Material und Methoden

Zwischen 2004 und 2012 wurden 40 Systeme, z. T. beidseits, bei 31 Patienten (Durchschnittsalter 65 Jahre) mit Ureterpathologika unterschiedlicher Genese implantiert. Die Nachsorge umfasste Untersuchungen und Fragebögen.

Ergebnisse

Die durchschnittliche Nachsorge lag bei 23 (1–92) Monaten. Sonographische Kontrollen zeigten bei 38/40 implantierten Systemen keine Harnstauung. Die Retentionswerte waren bei 19 Patienten stabil, bei 7 verbessert, bei 3 verschlechtert. Die Lebensqualität (LQ) der Patienten war hoch (QLQ-C30 90%). Intraoperative Komplikationen waren: 2 Darmläsionen und 3 Einblutungen des Systems/Nierenbeckens. Postoperativ traten Wundheilungsstörungen und Harnweginfekte auf. Im Langzeitverlauf traten 3 infizierte Harnstauungsnieren auf, die unter passagerer Nephrostomie und Antibiose ausheilten. Vier Systeme wurden explantiert, darunter 2 Wechsel.

Schlussfolgerungen

Das System kann bei Patienten mit Ureterstrikturen in palliativer und kurativer Zielsetzung erwogen werden. Es bestehen keine wesentlichen Nachteile im Vergleich mit etablierten Verfahren bei deutlich risikoärmerer Implantation und beherrschbaren Komplikationen. Die Lebensqualität wird deutlich gebessert.

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