Skip to main content
main-content

08.05.2017 | Originalien | Ausgabe 4/2018

Der Ophthalmologe 4/2018

Langzeitprognose der Peters-Anomalie

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Dr. S. Reichl, D. Böhringer, O. Richter, W. Lagrèze, T. Reinhard
Wichtige Hinweise
Die Ergebnisse wurden auf dem DOG-Kongress 2014 in Leipzig präsentiert.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Peters-Anomalie zeigt sich in der Regel im Säuglingsalter durch zentrale Hornhauttrübungen und Dysgenesien des vorderen Augenabschnittes. Die Gefahr einer tiefen Amblyopie oder eines Glaukoms erzwingt nicht selten operative Maßnahmen. Wir präsentieren hier alle Verläufe aller Patienten, die seit 2005 in der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg behandelt wurden, in Abhängigkeit vom Peters-Subtyp.

Methoden

Die Datenerhebung erfolgte retrospektiv durch Aktendurchsicht. Es wurden Kaplan-Meier-Schätzungen für Visusprognose, Keratoplastikindikation und Amotio retinae erstellt.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 23 Patienten mit Peters-Anomalie vorstellig, 40 % mit Typ 1, 50 % mit Typ 2 und 10 % mit Peters-Plus-Syndrom. 10 Patienten waren weiblich (45 %). Das durchschnittliche Lebensalter bei Erstvorstellung betrug 5 Jahre. Die auf den Erhalt des Augapfels zensierte Nachbeobachtungszeit betrug durchschnittlich 2 Jahre (0 Monate bis 8 Jahre). Zum Zeitpunkt der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit hatten 40,5 % der Patienten mindestens eine perforierende Keratoplastik erhalten (bis 6 pro Auge). Bei 43 % waren zu diesem Zeitpunkt bereits Glaukomoperationen durchgeführt (Zyklophotokoagulation, Trabekulektomie, Implantate). Als wichtigste Komplikationen waren Amotio retinae (31 %) sowie Phthisis bulbi (15 %) zu verzeichnen. Nach 4 Jahren betrug bei jedem zweiten Patienten die Sehschärfe am besseren Auge maximal noch 0,05.

Schlussfolgerung

Die Visusprognose der Peters-Anomalie ist ungünstig. Eine funktionelle Rekonstruktion gelingt in der Regel nicht langfristig und ist mit hohen Risiken verbunden. Ein Lesevisus wird nur sehr selten erreicht. Die kleinen Patienten sollten daher frühzeitig an Sehbehinderteneinrichtungen angebunden werden.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Premium-Inhalten der Fachzeitschriften, inklusive eines Print-Abos.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2018

Der Ophthalmologe 4/2018Zur Ausgabe

Einführung zum Thema

Lidchirurgie

Das therapeutische und diagnostische Prinzip

Kontrollierte Zyklophotokoagulation (COCO)

  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Sollte ich von der Zeitschrift nicht überzeugt sein, teile ich Ihnen dies bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des dritten Heftes mit.
    Wenn ich die Zeitschrift weiterlesen möchte, brauche ich nichts zu tun und bekomme dann das Jahresabonnement dieser Zeitschrift zum Gesamtpreis von 424€ im Inland (Abonnementpreis 390 € plus Versandkosten 34 €) bzw. 465 € im Ausland (Abonnementpreis 390 € plus Versandkosten 75 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 35,33 € im Inland bzw. 38,75 € im Ausland.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.
    Alle genannten Preise verstehen sich inklusiver deutscher gesetzlicher Mehrwertsteuer.
    In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Wenn das Jahresabonnement nicht bis spätestens 30 Tage vor Ende des Bezugszeitraumes gekündigt wird, verlängert es sich automatisch jeweils um ein weiteres Jahr.

    Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht. 

Neu im Fachgebiet Augenheilkunde

15.06.2018 | Video plus | Ausgabe 7/2018

Diakaustische Kammerwinkeluntersuchung

Videobeitrag

01.06.2018 | themenschwerpunkt | Ausgabe 3/2018

Das Kind in der Kunst

22.05.2018 | Das Frühgeborene | Leitthema | Ausgabe 6/2018

Frühgeborenenretinopathie in welchem Stadium wie behandeln?

Aktueller Wissensstand und Ausblick