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Über dieses Buch

Der Atlas der Standardeingriffe der laparoskopisch-urologischen Chirurgie!

Sie sind Urologe und wollen laparoskopische Operationen durchführen? Hier finden Sie Schritt-für-Schritt-Anleitungen aller laparoskopisch durchgeführten Standardeingriffe in der Urologie:

Präoperative Vorbereitung

Indikationen und Kontraindikationen

Operationstechnik

Postoperatives Management und Nachsorge

Die Operationstechnik wird dabei mit vielen detailierten Abbildungen zu jedem Schritt illustriert. Die einheitliche Struktur erleichtert das Einfinden in die verschiedenen OP-Techniken.

Ob Nephropexie, Nierenteilresektion oder totale Prostatektomie - hier finden Sie die alle Einzelheiten, die Sie zur erfolgreichen laparoskopisch-operativen Therapie Ihrer Patienten benötigen.

Die praktische Anleitung zur Anwendung des DaVinci-Systems bei Indikationen wie der roboterassistierten radikalen Prostatektomie, Eingriffen an der Niere oder der radikalen Zystoprostatovesiculektomie runden das Buch ab.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Oberer Harntrakt

In Rückenlage wird zunächst ein Harnröhrenkatheter eingelegt. Anschließend wird der Patient auf Anweisung des Anästhesisten in die Seitenlage gedreht. Der Urinbeutel wird entweder am Kopf- oder am Fußende des Operationstisches platziert, um die Diurese während der Operation überwachen zu können. Das obere Bein wird auf ein speziell geformtes Lagerungskissen oder auf Schaumgummi gelegt, sodass beide Beine voneinander getrennt und die Druckpunkte entlastet werden. Das untere Bein wird im Kniegelenk leicht abgewinkelt. Alle anderen Druckpunkte, einschließlich der Schultern und Hüften werden durch Schaumstoff- oder Gummimatten geschützt. Kopf und Nacken werden durch Kissen oder einen Gummiring unterstützt, damit sie in einer neutralen Position bleiben. Abhängig von der Matratze des Operationstisches kann eine zusätzliche Axillarrolle erforderlich sein (nicht im Bild dargestellt), um eine Plexus brachialis Verletzung zu vermeiden.
Jens-Uwe Stolzenburg, Ingolf A. Türk, Evangelos N. Liatsikos

2. Lymphadenektomie

Die aktuellen Therapieoptionen der niedrig malignen Keimzelltumoren nach einer Semikastration sind die »active surveillance «, Chemotherapie oder retroperitoneale Lymphadenektomie (RPLND). Die offene RPLND stellt bis heute den chirurgischen Goldstandard dar. Diskutiert werden muss aber die signifikante perioperative Morbidität bei diesem Eingriff und die relativ lange Rekonvaleszenz der Patienten. Die laparoskopische retroperitoneale Lymphadenektomie wurde als mögliche Alternative zur offenen Operation entwickelt.
Jens-Uwe Stolzenburg, Ingolf A. Türk, Evangelos N. Liatsikos

3. Harnblase und Prostata

Mit der Protektion nervaler Strukturen bei beckenchirurgischen Eingriffen konnten neue Operationstechniken etabliert werden, die zum verbesserten Funktionserhalt für Miktion, Kontinenz und Erektion im postoperativen Outcome geführt haben. Beispiele hierfür sind die nervprotektive radikale Prostatektomie [1–3] und die Zystektomie (Kontinenz, Potenz) [3, 4], die Antirefluxplastik mit Protektion des Plexus pelvicus (Blasenfunktion) [5], die radikale Hysterektomie in der Technik der totalen mesometrialen Resektion (Blasenfunktion) [6] und die nervprotektive Rektumresektion (Kontinenz, Blasenfunktion, Erektion) [7].
Jens-Uwe Stolzenburg, Ingolf A. Türk, Evangelos N. Liatsikos

4. Kinderurologie

Die laparoskopische Nierenbeckenplastik wurde erstmals 1993 beschrieben und erfreut sich seitdem zunehmender Popularität [1, 2]. Weltweit halten Kinderurologen diesen Zugang heutzutage für sicher und erfolgreich, selbst bei Kleinkindern unter 12 Monaten. Allerdings sind dafür neben feinen Instrumenten (2–3 mm) auch elaborierte chirurgische Fähigkeiten notwendig, um in kleinsten Räumen zu rekonstruieren. Ob die Nierenbeckenplastik laparoskopisch oder retroperitoneoskopisch durchgeführt werden sollte, ist immer wieder ein Gegenstand zahlreicher Diskussionen [1, 3, 4]. In der Tat ist die retroperitoneoskopische Nierenbeckenplastik technisch möglich [5]. Durch den engen Raum zwischen der 12. Rippe und dem Beckenkamm ist aber die Bewegungsfreiheit vor allem bei kleineren Kindern deutlich limitiert. Die folgende Beschreibung ist deshalb auf den transperitonealen Ansatz fokussiert.
Jens-Uwe Stolzenburg, Ingolf A. Türk, Evangelos N. Liatsikos

5. Verschiedenes

Es existieren im Wesentlichen 2 chirurgische Zugangswege zum Platzieren eines synthetischen Netzes zum Bruchpfortenverschluss im präperitonealen Raum. Der transabdominelle (TAPP = transabdominal präperitoneal) und der primär extraperitoneale Weg (TEP = total extraperitoneal). Beide laparoskopischen Techniken nutzen das Prinzip des spannungsfreien Hernienverschlusses durch Verschluss der Bruchpforte mittels alloplastischen Materials (Hernioplastik).
Jens-Uwe Stolzenburg, Ingolf A. Türk, Evangelos N. Liatsikos

Backmatter

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